WM-Intern News


Waffenmarkt-Intern

Das Branchen Magazin für den Handel


Seit 40 Jahren unterstützt WM-Intern den Handel der Jagd-, Messer-, Schießsport- und Security-Branche. Gegründet 1978 von Karlfranz Perey, weiterverlegt und weiterentwickelt von Maggy Moldenhauer, vormals Spindler.

Seit 2013 gehört Waffenmarkt-Intern dem Verlag J. Neumann-Neudamm an, und damit hat Heiko Schwartz das Magazin als Verleger übernommen.

Mit neuer Inspiration sowie vielen Ideen geht WM-Intern in eine spannende Zukunft.

Gehen Sie mit!

In unserer April-Ausgabe:

 

  • IWA OutdoorClassics 2018: Immer alles im Blick – Besucher und Aussteller.

  • Frauenpower und BSB-Verbandstreffen das Branchen-Netzwerk wächst.

  • Einblicke in die Werkstatt zum Thema Büchsen mit Schalldämpfer.


WM-Intern SzeneNews: Immer aktuell mit den neuesten Infos

Mi

18

Apr

2018

Handschmeichler und Augenweide

© Katzenmeier
© Katzenmeier

Seit es Gewehre gibt, werden Schäfte aus Walnussholz verarbeitet. Doch warum wird hierfür ausgerechnet das Holz des Walnussbaumes für den Schaft verwendet? Walnussholz zeichnet sich auf der einen Seite durch hohe Dichte und Festigkeit, auf der anderen Seite durch besondere Elastizität aus. Es lässt sich besonders gut biegen und bearbeiten und fängt im Gebrauch – zur Freude des Jägers! – Schläge hervorragend ab.

 

Walnussholz hat einen geraden bis gewellten Faserverlauf und kann sehr schöne Zeichnungen aufweisen. Die Farbe variiert in Abhängigkeit von der Herkunft von Hellgrau über Braun zu Orange. Die Oberfläche ist nicht offenporig, sodass die Schaftfarbe auf Wunsch im Nachgang durch Beizen und die Behandlung mit farbigen Schaftölen leicht angepasst (abgedunkelt) werden kann. 

© Katzenmeier
© Katzenmeier

Die Schaftholzgewinnung beginnt mit der Wahl des Stamms. Passende Bäume sind allerdings rar. Auch der nachfolgende Prozess, das Ausgraben sowie Auftrennen der Wurzel, ist ein pures Lotteriespiel. Zum einen eignen sich nur große, alte Bäume mit einem starken Kern, die zwischen 200 und 300 Jahre alt sind. Zum anderen sollten diese knorrig und verwachsen sein, um besonders schöne Maserungen hervorzubringen. Beim Ausgraben und Auftrennen ist viel Sorgfalt und auch eine gute Portion Glück gefragt, denn schon ein kleiner falscher Schnitt kann die Maserung zerstören. Zudem können Hohlräume, Einschüsse sowie Risse den Stamm unverwertbar machen.

Nachdem der Stamm in Bohlen geschnitten wurde, beginnt das Anreißen. Der erfahrene Händler markiert mit einer Schablone die Schaftrohlinge, welche danach auf der Bandsäge zugeschnitten werden. Hier ist ebenfalls äußerste Vorsicht geboten, denn ein falscher Anriss oder Schnitt macht das edle Nussbaumholz zu Brennholz. Im Anschluss werden die Rohlinge in Wasserdampf schonend gedämpft, um etwaigen zukünftigen Schädlingen das Eiweiß zu entziehen. Das Holz bekommt hierbei eine gleichmäßigere und dunklere Farbe. Die Schnittstellen werden mit Wachs oder Leim versiegelt, um Trocknungsrisse zu vermeiden. Schließlich werden die Nussbaumrohlinge bis zu fünf Jahre an der Luft getrocknet, bis sie nur noch eine Restfeuchte von etwa 12 bis 14 Prozent haben. Diese althergebrachte Lufttrocknung ist die beste Methode, um das Holz langsam und schonend zu trocknen, denn so werden Oberflächen- und Innenrisse größtenteils vermieden und das Nussbaumholz bleibt lebendig. Je nach Maserung und Güte des Holzes unterscheidet man fünf Kategorien: Kernholz, Besserkern, Halbluxus, Luxus und Superluxus. Die Übergänge von Kategorie zu Kategorie sind fließend.

© Katzenmeier
© Katzenmeier

Ein schöner Nussbaumschaft ist eine Augenweide! Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Verlauf der Maserung passend zum Schaft ist, besonders im Griffbereich sollte sie geradlinig verlaufen.

Mehr zum Thema Walnussholzschäfte erfahren Sie bei der Firma Katzenmeier, zum Beispiel auf der IWA oder im Internet unter 

www.katzenmeier.net

ali

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Mo

16

Apr

2018

Vier Jahrzehnte – WM-Intern wird 40

© WM-Intern
© WM-Intern

Waffenmarkt-Intern geht ins 40. Jahr, was Anlass für einen Rückblick auf vier Jahrzehnte ist. Neue Trends, restriktives Waffenrecht und eine stetig voranschreitende Entwicklung der Kommunikationstechnik prägten diesen Zeitraum und WM-Intern war als Branchenfachzeitschrift stets mitten im Geschehen. 

 

Zeitschriften sind keine neutralen Gegenstände, sie werden von Menschen gemacht, die dem Produkt unweigerlich ihre persönliche Note aufprägen. So war und ist es auch beim Waffenmarkt-Intern. Von Beginn an war WM-Intern ein unabhängiges, kritisches Blatt, das in den letzten vier Jahrzehnten auch für manchen Aufreger in der Traditionsbranche Waffenfachhandel sorgte. 

Als Karlfranz Perey vor vierzig Jahren das Konzept Waffenmarkt entwarf, war Insidern klar, dass man in der neuen Zeitschrift Klartext schreiben würde. Der Gründer war aufgrund seiner früheren Tätigkeit für führende Handelsunternehmen der Branche als Vor- und Querdenker bekannt, der kein Blatt vor den Mund nahm. Die nachfolgende Verlegerin, Maggy Spindler, führte diese Tradition weiter. Seit 2013 gehört die Zeitschrift zum Verlag Neumann-Neudamm in Melsungen. Unter der Regie von Heiko Schwartz, Herausgeber, arbeitet das Redaktionsteam unter der Führung der Redaktionsleiterin Claudia Jahn weiter in der Tradition kritischer und unabhängiger Berichterstattung. Zur Diskussion anregende Kommentare gehören ebenso zum festen Bestandteil von WM-Intern wie die Neuheiten-Meldungen aus der Branche. 

 

Eng verbunden war und ist WM-Intern stets mit der IWA in Nürnberg, die zu den jährlichen Highlights für die WM-Intern Redaktion gehört. Dabei waren es oftmals WM-Intern-Beiträge, die heiße Diskussionen während der vier Messetage auslösten. In den Gründerjahren gab es sogar eine Messe-Sonderausgabe, die während der IWA produziert wurde und am zweiten beziehungsweise dritten Messetag zur Verteilung kam. Im Zeitalter der elektronischen Medien haben sich solche Serviceangebote überholt. 

Für Gesprächsstoff sorgte 1980 ein in der IWA-Ausgabe (WM-Intern 3/1980) veröffentlichtes Interview, das Karlfranz Perey (KP) mit dem damals 37-jährigen Wulf-H. Pflaumer (WHP) führte. Hier folgt eine der markantesten Passagen daraus, als es um die preisgünstigen Daisy-Waffen ging: „KP: Aber warum soll sich ein Büchsenmacher mit solchen Sachen abgeben? WHP: Er soll sich nicht ‚abgeben‘, sondern sie so behandeln, wie man solche Produkte halt behandelt. Rein ins Fenster, im Geschäft so hingestellt, dass jeder drüber fällt. System Selbstbedienung – um Gottes Willen keine Beratung, das wäre viel zu teuer. Außerdem kann ein Büchsenmacher, der Waffen für 10.000 Mark verkaufen kann, sich nur selber im Wege stehen, wenn er hier beraten soll. Es genügt, viel Spaß zu wünschen und zu kassieren.“ So weit aus der guten alten Zeit, als man noch darüber stritt, ob man Freizeitwaffen im Sortiment führt. Heute sichern diese Waffen – natürlich verstärkt um Premium-Linien – gar manchem Waffenfachhändler das wirtschaftliche Überleben und Wulf-H. Pflaumer ist längst einer der ganz Großen der Branche. Traditionalisten ließen in den 1980er Jahren oftmals in Gesprächen kein „gutes Haar“ an den Machern von WM, die sehr früh diesen Trend wohlwollend begleiteten.

Ein historisches Jahr in der deutschen Waffenbranche war 2000, das der WM-Intern-Redaktion wahrlich wichtige Nachrichten bescherte. Gerhard Blenk verkaufte nach 15 Jahren die Firma Blaser an die schweizerische SIG. Noch im gleichen Jahr trennte sich die SIG von der Waffensparte und die beiden Investoren Michael Lüke und Thomas Ortmeier erhielten den Zuschlag, womit die beiden über Nacht in der Waffenbranche eine Schlüsselstellung einnahmen, schließlich gehörten ihnen damit neben Blaser auch Sauer, SIGARMS USA, Hämmerli und die neu entstandene Firma SAN. Mit der etwas später erfolgten Übernahme von Kettner wurde Michael Lüke zum vielleicht mächtigsten Mann in der deutschen Waffenbranche. Hörte man die Verlautbarungen von Lüke oder die heimlichen Insiderkenntnisse über angebliche Aussagen des Herrn Lüke, so geriet mancher kleine Fachhändler in Angstzustände. Selbst Lieferanten hatten Befürchtungen, dass die Lüke-Gruppe zu stark würde. 

 

Die Herausgeber und Verleger (von links): Karlfranz Perey,  Maggy Spindler und Heiko Schwartz. © WM-Intern
Die Herausgeber und Verleger (von links): Karlfranz Perey, Maggy Spindler und Heiko Schwartz. © WM-Intern
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Fr

13

Apr

2018

Zwei Generationen im Dienste absoluter Präzision

© Triebes Guntools
© Triebes Guntools

Der bekannte deutsche Hersteller von Patronenlagerreibahlen und Lehren, Triebel Guntools, feiert 2018 sein 70-jähriges Jubiläum. 

Bei Triebel Guntools geht es um Präzision, denn auf die zuverlässige Genauigkeit der Waffenwerkzeuge, die aus Stöttwang bei Kaufbeuren kommen, vertrauen weltweit führende Waffenhersteller, Beschussämter sowie Polizeibehörden und viele andere Institutionen und Betriebe, bei denen es um eben jene Genauigkeit geht, die Schusswaffen und Munition funktionssicher macht.

Seit nunmehr sieben Jahrzehnten ist Präzision das Kernelement der Marke Triebel. Dabei ist der Familienbetrieb über zwei Generationen niemals stehen geblieben, sondern immer weiter modernisiert und den Herausforderungen der jeweiligen Zeit angepasst worden. So können Jürgen und Michael Triebel heute mit Stolz ein dynamisches und innovatives Familienunternehmen präsentieren, in dem mit den modernsten Arbeitsmethoden Reibahlen, Matrizen und Prüflehren hergestellt werden. Neben der Fertigung neuer Werkzeuge für alle Standardkaliber ebenso wie für Neuentwicklungen und Prototypen, bietet die Firma Triebel auch die Überprüfung bestehender Werkzeuge auf kalibrierten Messgeräten als Dienstleistung an. 

In 70 Jahren hat sich Triebel Guntools einen Ruf aufgebaut, der weit über Europa hinaus für Zuverlässigkeit und Fachkompetenz steht. Wir wünschen der Familie Triebel noch viele gute Geschäftsjahre und eine besonders erfolgreiche Messeteilnahme auf der IWA im Jubiläumsjahr. z

www.triebel-guntools.de  

Mi

11

Apr

2018

So war die IWA OutdoorClassics 2018

© NürnbergMesse
© NürnbergMesse

Die IWA 2018 ist Geschichte. Es gab wieder viel zu entdecken. In 11 Messehallen trafen an vier Tagen Anfang März fast 47.000 Besucher auf 1.158 Aussteller. Aufgrund strengerer Zugangsregeln nahm die Besucherzahl leicht ab. Viele Aussteller begrüßten diese Neuerung, da die Fachgespräche eine höhere Qualität aufwiesen. 

Aussteller aus fast 60 Ländern und Fachbesucher aus rund 130 Ländern machten die 45. IWA OutdoorClassics noch internationaler als im Vorjahr. In diesem Jahr kamen acht von zehn Ausstellern und fast zwei Drittel der Fachbesucher aus Ländern außerhalb Deutschlands nach Nürnberg.

Neben den Produktneuheiten ist die IWA OutdoorClassics auch ein wichtiger Branchentreffpunkt, der Herstellern, Großhändlern und Fachhändlern die Möglichkeit bietet, effizient in persönlichen Kontakt zu treten und zu bleiben.

Beliebt zum Networking ist der Ausstellerabend, der in diesem Jahr unter dem Motto „Winterspiele“ stand. Gutes Essen, Livemusik und allerlei wintersportliche Aktivitäten wie Eislaufen, Eisklettern, Biathlon, Bobfahren oder Snowboarden luden die Gäste zum Feiern ein.

Save the Date:

Die IWA OutdoorClassics 2019 findet von Freitag, 8. März bis Montag, 11. März 2019 im Messezentrum Nürnberg statt.

Mo

09

Apr

2018

Neuer Ausbildungsweg: Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce

© Antonioguillem - stock.adobe.com
© Antonioguillem - stock.adobe.com

Ab dem 1. August 2018 kann der neue Beruf „Kauffrau/Kaufmann im 

E-Commerce“ ausgebildet werden. Möglich ist dies in allen Betrieben des Groß- und Einzelhandels, aber auch der herstellenden Industrie, die Onlinekanäle für den Vertrieb ihrer Waren und Dienstleistungen nutzen. Mit Inkrafttreten der Verordnung können Betriebe sich als Ausbildungsbetriebe bei ihren IHKs melden und auch Ausbildungsverhältnisse eingetragen werden. Bis zum Sommer 2018 werden zudem die Berufsschulstandorte festgelegt und die dortigen Lehrkräfte intensiv auf die neuen Lernfelder vorbereitet. 

 

Der neue Beruf ist in intensiver Zusammenarbeit der maßgeblichen Verbände und Sozialpartner des Handels und der Dienstleistungsindustrie in nur 15 Monaten entwickelt worden. Die beteiligten Ministerien und Institutionen auf Bundes- und Landesebene haben gleichfalls mit Nachdruck die obligatorischen Prüfungen vorgenommen. „E-Commerce ist mehr als eine Fertigkeit neben anderen in bestehenden Berufen. Unsere Branche wächst dynamisch in allen Bereichen der Wirtschaft. Mit dem neuen Beruf tragen wir nicht nur dazu bei, dringend benötigte Fachkräfte für Digitalisierung zu schaffen. Er wirkt auch identitätsstiftend“, freut sich Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des E-Commerce-Verbandes bevh und Mitglied der Sachverständigen-Kommission für den neuen Beruf. „Der neue Beruf trifft bundesweit bei Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen auf großes Interesse“, so Simon Grupe, Ausbildungsexperte beim DIHK. „Die duale Berufsausbildung als Markenzeichen der deutschen Wirtschaft bietet nun eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete Qualifikation an.“

Wer darf ausbilden? 

Alle Betriebe, die bereits einen Onlineshop betreiben. Es reicht auch aus, wenn die Firma regelmäßig Onlinevertriebskanäle nutzt, zum Beispiel eine Kooperation mit Amazon oder Ebay. Der Betrieb muss bei der örtlichen IHK nachweisen können, dass er die Inhalte der Ausbildungsverordnung erfüllen kann. Mithilfe des neuen Azubi erst einen eigenen Shop aufbauen zu wollen, geht nicht. Im Betrieb muss es einen Mitarbeiter mit Ausbilderschein geben, der sich mit E-Commerce-Inhalten auskennt.

 

Sie wollen ausbilden. Was ist zu tun?

Zunächst gehen Sie zu Ihrer IHK und geben Bescheid, dass Sie gerne in diesem Beruf ausbilden möchten. Sie wird prüfen, ob Ihr Betrieb dafür geeignet ist. Sobald der Beruf im Bundesgesetzblatt steht, beginnt die Erarbeitung eines betrieblichen Ausbildungsplans. 

 

Was sind die Inhalte der Ausbildung?

Laut IHK Düsseldorf: Vertriebskanäle auswählen und einsetzen, Waren oder Dienstleistungen entwickeln und online bewirtschaften, projektorientiertes Arbeiten, Kommunikation, Beschaffung, kaufmännische Steuerung, Onlinemarketing, Online-Verträge. Der E-Commerce-Verband bevh geht darüber hinaus davon aus, dass Azubis lernen werden, einen Online-Vertriebskanal passend zum Betrieb und zum Nutzerverhalten auszuwählen. Ebenfalls dazugehören werden die Vertragsanbahnung und -abwicklung (Fulfillment), inklusive Kundenservice und Retouren. Die Berufsausbildung dauert drei Jahre, kann aber verkürzt werden.

 

Die Unternehmen sind gefragt

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