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Waffenmarkt-Intern

Das Branchen Magazin für den Handel


Seit 40 Jahren unterstützt WM-Intern den Handel der Jagd-, Messer-, Schießsport- und Security-Branche. Gegründet 1978 von Karlfranz Perey, weiterverlegt und weiterentwickelt von Maggy Moldenhauer, vormals Spindler.

Seit 2013 gehört Waffenmarkt-Intern dem Verlag J. Neumann-Neudamm an, und damit hat Heiko Schwartz das Magazin als Verleger übernommen.

Mit neuer Inspiration sowie vielen Ideen geht WM-Intern in eine spannende Zukunft.

Gehen Sie mit!

In unserer April-Ausgabe:

 

  • Auf Stimmenfang – die Branche blickt auf die IWA OutdoorClassics zurück.
  • Aus den Unternehmen – neue Ansprechpartner und lange Tradition.
  • Für das Verkaufsregal – Outdoor-Equipment, Buchergänzung und Neuheiten.
  • Werkstatt-Insider – Ruger 10/22 – Objekt der Waffentuner

WM-Intern SzeneNews: Immer aktuell mit den neuesten Infos

Fr

26

Apr

2019

Kupfer, Stahl und Waffenteile

Diese Wurmrot™-Klinge wurde mit zwei Lagen pro Seite hergestellt, sodass durch den Klingenschliff zwei „Wurmwellen“ kontrastreich sichtbar werden. Sie wird im New Product Center der IWA ausgestellt. © Moorschmied
Diese Wurmrot™-Klinge wurde mit zwei Lagen pro Seite hergestellt, sodass durch den Klingenschliff zwei „Wurmwellen“ kontrastreich sichtbar werden. Sie wird im New Product Center der IWA ausgestellt. © Moorschmied

Rechtzeitig zur IWA sollen die neuesten Entwicklungen bei „Moorschmied“ vorgestellt werden: Es ist den Moorschmieden erstmalig gelungen, einen Dekordamast aus Stahl und Buntmetall herzustellen, der den Messerklingen eine überraschend bezaubernde Optik verleiht.

Ähnlich dem Mokume-Gane (aus dem Japanischen: „Holzmaserung“), bei dem Edel- und Buntmetalle unterschiedlicher Färbung verbunden und bereits im 17. Jahrhundert für die Dekoration von Schwertbeschlägen eingesetzt wurden, ist der Moorschmied-Damast farblich bereichert worden.

 

„Wurmrot™ nennen wir unsere neue Schmiedeverbundtechnik, bei welcher wir Lagen einer speziellen Kupferlegierung unserem Stahlpaket beifügen und die Metalle miteinander feuerverschweißen. Messerklingen aus diesem Material erhalten ein ästhetisch außergewöhnliches Aussehen, welches durch den Kontrast von dem roten Kupfer zu dem tiefschwarzen Klingenstahl noch verstärkt wird“, führt Moorschmied Wolf Schröppe aus. 

Der Name für diese Klingen entstand in Anlehnung an den beinahe mythischen Begriff „Wurmbunt“, der vor etwa 1.500 Jahren von dem Gotenkönig Theoderich dem Großen geprägt wurde: Es beschreibt den Effekt einer sich bewegenden Schlange, eines Wurms, der an polierten Schwertklingen mit Torsionsschweißmustern im Licht sichtbar wird. Der legendäre Meisterschmied Manfred Sachse hat vor wenigen Jahrzehnten ein solches Schwert nach historischen Vorbildern geschmiedet. Das Phänomen des sich bewegenden Wurmes auf zwei nordischen Schwertklingen wird in einem Dankesbrief von Theoderich, Gotenkönig in Ravenna (um 500 n. Chr.), an Thrasamund, König der Vandalen, beschrieben: „(...) ihre Mitte, mit schönen Vertiefungen ausgehöhlt, erscheint wie mit Würmlein gekräuselt, und hier spielen so mannigfache Schatten, dass man glauben möchte, das glänzende Metall sei mit vielen Farben verwoben. (...) Solche Schwerter möchte man in ihrer Schönheit für das Werk Vulkans halten, von dem gesagt wird, dass er mit solcher Geschicklichkeit sein Handwerk veredelt habe, dass alles, was von seinen Händen gestaltet wurde, nicht mit menschlicher, sondern mit göttlicher Kraft gefertigt zu sein schien.“ 

Der Wurmrot™-Damast kann in allen üblichen Mustern und als Torsion geschmiedet werden. Er steht nun auch für Kleinserien im Klappmesser- und Steakbestecksegment den Moorschmied-Kunden zur Verfügung. „Selbstverständlich ist die Mittellage der Wurmrot™-Klingen als Schneidlage aus hochwertigem Messerstahl geschmiedet, um die erstklassigen Schneideeigenschaften unserer Messer weiterhin gewährleisten zu können“, ergänzt Wolf Schröppe.

 

Waffenschmied trifft Messerschmied

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Mi

24

Apr

2019

Messerporträt: Eine runde Sache

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein Pizzaschneider aus Damasteel von Christoph Daim. Der Durchmesser des Rades beträgt  52 mm, die Gesamtlänge des Werkzeugs, das komplett aus Edelstahl besteht, ist 22 cm. © Christoph Daim
Ein Pizzaschneider aus Damasteel von Christoph Daim. Der Durchmesser des Rades beträgt 52 mm, die Gesamtlänge des Werkzeugs, das komplett aus Edelstahl besteht, ist 22 cm. © Christoph Daim

Fast immer ist unser erster Gedanke, wenn wir „Messer“ hören, die Idee einer Klinge aus Metall mit einer Griffmöglichkeit. Dabei vergessen wir meistens, dass es sich dabei um eine deutliche Vereinfachung handelt und nicht alles, was schneidet, auch ein Messer ist. Fast jeder wird sich schon einmal an einem Papier, an einer Plastik- oder Metallfolie geschnitten haben. Es gibt sogar Schneidevorrichtungen, die nur mit einem gespannten Metalldraht, ganz ohne eine Klinge arbeiten und zum Beispiel für Weichkäse geeignet sind. Andererseits gibt es in technischen Bereichen „echte“ Messer mit Klingen, die auf den ersten Blick so gar nicht unserer Vorstellung von einem Messer entsprechen. Ich denke da zum Beispiel an Papierschneide-Vorrichtungen. Ein Teil dieser Geräte arbeitet mit einem fixierten Messer an einem Hebel, während andere ein rotierendes Messer verwenden. Und damit sind wir beim Thema: Wir wissen nicht, wer wann den ersten Pizzaschneider mit einem runden Messer erfunden hat und ob er vielleicht von einem solchen Papierschneider dazu inspiriert wurde. Aber ich möchte Ihnen hier den vermutlich ersten Pizzaschneider mit einer Damastklinge vorstellen. Das komplette Gerät inklusive Klinge ist aus Edelstahl und spülmaschinentauglich. Zu besichtigen war es auf dem Stand von WM-Intern zur der IWA 2019.


Mo

22

Apr

2019

Exklusive Einzelfertigung: Repetierer „Alsace“

© Frankonia
© Frankonia

Die Werkstatt von Frankonia bietet ihren Kunden den Repetierer „Alsace“ als exklusive Einzelanfertigung an. Er basiert auf dem klassischen 98er System und wird nach alter Büchsenmacherart bunt eingesetzt. Bei dieser prächtigen aber anspruchsvollen Oberflächenbearbeitung werden die Eisenteile in verkohltes Leder gelegt. Beides zusammen kommt zum Glühen für mehrere Stunden bei rund 820 Grad in einen Ofen. Ziel dabei ist es, dass die Kohlenstoffatome in das Atomgitter des zu härtenden Stahls eindringen. Je länger die Glühzeit dauert, desto tiefer dringen die Kohlenstoffatome in das Metall ein. Sinn des Bunthärtens ist nicht nur das Erschaffen einer auffälligen Optik, sondern auch das Erhalten einer harten und verschleißfesten Oberfläche, wobei jedoch der Kern des Materials weich und flexibel bleiben soll, damit dieser seine schlagdämpfenden Eigenschaften beibehält. Es gibt nur noch sehr wenige Hersteller, die diese Art der Oberflächenbehandlung beherrschen. Frankonia schätzt sich glücklich, mit einem Zulieferer zusammenzuarbeiten, der diese Technik kunstvoll einzusetzen vermag.

Bei jeder einzelnen „Alsace“ kann sich der Kunde die Visierung aussuchen und entscheiden, ob er den Bunteinsatz rot, gelb oder schwarz haben möchte. Des Weiteren steht zur Wahl, ob die Waffe mit Basen von EAW oder mit der neuen Stahlschiene von APEL ausgestattet werden soll. Auch beim Schaft gibt es mehrere Möglichkeiten, entweder klassisch, mit Bayerischer Backe, mit Falz-Fischhaut oder völlig nach Kundenwunsch. Jede Waffe wird einzeln gefertigt. ali

www.frankonia.de

© Frankonia
© Frankonia
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Fr

19

Apr

2019

Jagderinnerungen konservieren

Schuss- und Jagdtagebuch – Erinnerungen auf Papier. © Anna Kaufmann
Schuss- und Jagdtagebuch – Erinnerungen auf Papier. © Anna Kaufmann

Jeder Jagdtag an sich ist ein Erlebnis, ganz gleich, ob er von Erfolg gekrönt ist oder nicht. Dabei gibt es prinzipiell unzählige Möglichkeiten, jenen Erfolg und die unvergessliche Erinnerung, die unabweislich dazugehört, festzuhalten.

 

Die einfachste und persönlichste Form, Jagderinnerungen zu konservieren, ist das Führen eines Jagdtagebuches, egal ob klassisch auf Papier oder digital. Hier kann alles festgehalten werden: jeder Reviergang, jeder Anblick, jede Erlegung. In den geschriebenen Worten spiegelt sich die Erfahrung und Wahrnehmung des Schreibers wider. 

Im Zeitalter der Smartphones ist es leicht – sofern die Licht- und Witterungsverhältnisse es erlauben – schnell mal ein Foto zu schießen. Jagd- und Natur­erlebnisse können so mit wenig Aufwand in einem digitalen Fotoalbum festgehalten werden. Wer lieber etwas in den Händen hält oder Hochwertiges schätzt, der erstellt sich ein Fotoalbum oder lässt sich eine besondere Momentaufnahme auf Leinwand drucken.

 

Ich kam schon oft mit leeren Händen von der Jagd zurück – doch noch nie mit leerem Herzen.

 

Trophäen, in welcher Form auch immer, sind Andenken an einen einmaligen Jagderfolg. Wie diese in Szene gesetzt werden, obliegt dem individuellen Geschmack und den räumlichen Möglichkeiten: ob als Wanddekoration, traditionell aufgesetzt (inzwischen gibt es neben Brettchen aus Holz auch welche aus Schiefer, Glas, Gusseisen und sogar Silber), als Kunstobjekt in Form eines Ganz- oder Teilpräparats, als Bodenbelag oder Möbelstück – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Trophäenverarbeitung zu Schmuck und Accessoires. Nicht nur aus Hirschhorn lassen sich Unikate für die Ewigkeit fertigen, sondern auch aus Fuchshaken, Fellen bzw. Decken können schmucke Mode- und Wohnaccessoires hergestellt werden.    

Rehgehörn klassisch aufgesetzt aufs Holzbrett. © Anna Kaufmann
Rehgehörn klassisch aufgesetzt aufs Holzbrett. © Anna Kaufmann
Dekorative Tasche mit Applikation (Damwilddecke). © Anna Kaufmann
Dekorative Tasche mit Applikation (Damwilddecke). © Anna Kaufmann

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Mi

17

Apr

2019

Medienecke

Fürs Verkaufsregal

Rehwild. Vom Lebewesen zum Lebensmittel

Autor: Fabian Grimm / haut-gout.de

Das Reh lebt frei und artgerecht in Wald und Feld, bis ein gezielter Schuss es unvermittelt tötet. Aufgebrochen, ohne Decke und Knochen, bleiben vom Reh etwa sechs Kilo Wildbret von höchster Qualität. Ein Tier zu zerteilen, ist eine der ältesten Aufgaben des Menschen. Jäger erleben sie noch Tag für Tag, wenn sie Beute gemacht haben, und können sich so beim Erlegen, Verarbeiten, Aus-der-Decke-Schlagen und Zerwirken ganz intensiv mit dem Leben, dem Tod und der eigenen Ernährung auseinandersetzen. Mit der Jagd, der Aufbereitung und Vermarktung des Wildbrets leisten sie einen wichtigen Bestandteil der nachhaltigen Naturnutzung. Dieses Buch ist die Anleitung, um aus dem Lebewesen Reh ein Lebensmittel zu machen. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen geht es vom erlegten Stück bis zum vakuumierten Braten, wobei die reichhaltige Bebilderung und die nachvollziehbare Erklärung jeden Schnittes alle Schritte auch für Anfänger leicht nachvollziehbar machen. Ein Praxisbuch, das in keiner Wildkammer fehlen darf. 

Hardcover, 176 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Verlag J. Neumann-Neudamm, Vertrieb über JANA Jagd + Natur, Melsungen 2018, 

ISBN 978-3-7888-1947-7 

www.neumann-neudamm.de 

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