WM-Intern News


 

Waffenmarkt-Intern

Das Branchen Magazin für den Handel


Seit 40 Jahren unterstützt WM-Intern den Handel der Jagd-, Messer-, Schießsport- und Security-Branche. Gegründet 1978 von Karlfranz Perey, weiterverlegt und weiterentwickelt von Maggy Moldenhauer, vormals Spindler.

Seit 2013 gehört Waffenmarkt-Intern dem Verlag J. Neumann-Neudamm an, und damit hat Heiko Schwartz das Magazin als Verleger übernommen.

Mit neuer Inspiration sowie vielen Ideen geht WM-Intern in eine spannende Zukunft.

Gehen Sie mit!

In unserer November-Ausgabe:

  • Thema Sicherheit aus allen Perspektiven zu Hause, unterwegs, im Laden.
  • Neue Gesichter, neue Kooperationen, neue Möglichkeiten in der Branche.
  • Ausstattung im Geschäft: Inspiration für Präsentation und Sortiment.
  • Der Werkstatt-Insider: Erfolgsstory Remington 700 (Teil 1)

WM-Intern SzeneNews: Immer aktuell mit den neuesten Infos

Fr

24

Nov

2017

Plagiarius-Wettbewerb 2018

Unter den Plagiarius-Preisträgern 2017 war die Roll-Hundeleine „flexi Explore L“, die von diversen anonymen Online-Anbietern vertrieben wird, die über amazon.com (USA) mit Schein­identitäten und täglich wechselnden Accounts agieren. © Plagiarius
Unter den Plagiarius-Preisträgern 2017 war die Roll-Hundeleine „flexi Explore L“, die von diversen anonymen Online-Anbietern vertrieben wird, die über amazon.com (USA) mit Schein­identitäten und täglich wechselnden Accounts agieren. © Plagiarius

Anmeldung bis 30. November 2017

 

Bereits zum 42. Mal schreibt die Aktion Plagiarius e. V. den Plagiarius-Wettbewerb aus. Unternehmen, Designer und Erfinder haben wieder die Möglichkeit, ihre Originalprodukte sowie vermeintliche Nachahmungen einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler – als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen. Bevor die jährlich wechselnde Experten-Jury aus allen Einsendungen die Preisträger wählt, werden die vermeintlichen Plagiatoren schriftlich auf ihre Nominierung hingewiesen und erhalten die Möglichkeit zur Stellungnahme. Neben allgemeinen fallbezogenen Informationen fließen auch diese Reaktionen – sofern genutzt – mit in die Bewertung ein. Die Anmeldung ist bis zum 30. November 2017 möglich. Das Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen können unter www.plagiarius.com in der Rubrik „Wettbewerb“ heruntergeladen werden. Die Preisverleihung findet wieder im Rahmen einer Pressekonferenz am 9. Februar 2018 auf der Frankfurter „Ambiente“ statt. Wie in jedem Jahr werden hier im Foyer 5.1/6.1 alle eingereichten Originale und Plagiate vom 9. bis 13. Februar ausgestellt. Anschließend werden die Preisträger-Produkte unter anderem im Museum Plagiarius in Solingen sowie bei weltweiten Wanderausstellungen einem breiten Publikum präsentiert. Die Aktion Plagiarius unterstützt damit betroffene Firmen und vereint die Abschreckung der Plagiatoren (Angebot) mit der Aufklärung der Verbraucher (Nachfrage). (mvc)

www.plagiarius.de    

mehr lesen

Mi

22

Nov

2017

Kunden zahlen oder nicht

Das ist die Moral von der Geschicht'!

 

War es die letzte Sonnenfinsternis? Oder war es irgendein Tierkreiszeichen, das schlecht mit einem Aszendenten kombiniert war? Trifft die Händler jetzt eine alte Vorsehung der Maya? 

Ich weiß es nicht – aber der Auslöser muss schon ziemlich absurd sein. Denn es kommen immer mehr Kunden auf die Idee – man muss es leider deutlich so sagen – zu betrügen. Die Fantasie, die dabei aufgewendet wird, ist oft größer als die, mit der die gleichen Personen versuchen, eigenes Geld zu verdienen. Da wird behauptet, die Ware sei nie angekommen, da wird die Adresse des Nachbarn angegeben und dann der Postbote abgefangen, da werden Mahnungen ignoriert oder Einlieferungsscheine der DHL gefälscht – meine Fantasie ist gar nicht so groß, dass sie mit der Realität mithalten könnte.

Früher war es vielleicht so, dass man im stationären Einzelhandel seine Pappenheimer kannte. Aber wie machen Sie es im Versandhandel? Wie erkennen Sie den Betrüger in der anonymen Masse? Zur Absicherung gibt es Kreditüberprüfungsinstitute und vielerlei technische Warnungen, es gibt abgesicherte Zahlungssysteme die Händler UND Kunden schützen, manche Händler haben interne Plausibilitätsprüfungen – aber der Kunde, der betrügen will, geht immer neue Wege und das – leider – immer öfter. Das erhöht den Arbeitsaufwand in Retourenabteilungen, verteuert das Porto wegen Servicekosten bei Paketdienstleistern und wirkt sich so am Ende auf alle Kunden negativ aus.

Viele Händler gehen daher den Weg, die Zahlungsmethoden für die Kunden einzuschränken. Nur noch alte, gute Kunden haben die Möglichkeit, Ware gegen Rechnung zu erhalten. Alle anderen müssen vorher zahlen, einen Zahldienstleister (PayPal, DirectPay oder Ähnliche) nutzen, eine Anzahlung leisten oder dergleichen – dies gilt insbesondere immer öfter für Kunden aus dem innereuropäischen Ausland.

Dennoch scheuen einige Händler diese Einschränkungen des Zahlungsverkehrs der hohen Abbruchquote wegen oder weil sie ihre Kunden nicht verteufeln wollen. Denn oft sind es Vergesslichkeit, der Alltagsstress oder gar eine längere Erkrankung, die eine zügige Zahlung verhindern. In jedem Fall gilt: Kommunikation ist alles  – und manche Nicht-Zahler müssen die Botschaft eben öfter hören. Wenn Sie als Händler nicht bereit sind, die Kunden zum vorherigen Zahlen zu zwingen, dann müssen Sie sich eben den Mund fusselig reden: 

1. Freundliche Erinnerung, 

2. Deutliche Erinnerung, 

3. Unfreundliche Mahnung 

Das Ganze wird natürlich begleitet von Anrufen aus dem Vertrieb oder der Buchhaltung, von unzähligen verschickten E-Mails, korrigierten oder nachgesendeten Rechnungen und dergleichen Begleiterscheinungen …

Liebe Händler, wer nicht hören will, muss fühlen. Und leider, das muss ich so deutlich sagen, fühlen es nicht die Kunden, die sich zu Hause an der erschlichenen Ware freuen – sondern Sie! Sie dürfen dabei nicht so verbittert werden wie ich, aber kein Kunde darf Sie als unhöflich oder inkorrekt in Erinnerung haben. Bleiben Sie positiv, bleiben Sie freundlich, aber werden Sie deutlich – es ist Ihr Geld, Ihre Ware (bis zum vollständigen Vertragsabschluss), Ihre Arbeitszeit und vor allem … Ihre Nerven. Vergessen Sie bitte nicht, Fristen zu setzen und die Kommunikation mit dem Kunden zu dokumentieren. Geht dann gar nichts, bleibt nur der Weg zum gerichtlichen Mahnverfahren und zum Inkasso. 

„Der Hardy ist viel zu negativ und hackt auf meinen treuen Kunden herum?“, denken Sie jetzt. Mag stimmen, ja, dann gebe ich Ihnen zum Schluss noch ein paar positive Ideen mit auf den Weg. Bieten Sie Prozente für Sofortzahler an, geben Sie Gutscheine für die Ermächtigung zum Bankeinzug, machen Sie Sonderangebote nur für registrierte Kunden – seien Sie kreativ! Aber: Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen, dass der Hund die Rechnung gefressen habe und man deswegen leider nicht zahlen konnte. Ihre Kunden wollen ja auch keine Ausreden hören, wenn die Ware nicht geliefert wird!

 

mehr lesen

Mo

20

Nov

2017

Messerportrait: Spuren der Vergangenheit – Puma Scout

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.vienna-suiseki.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein kunstvoller Eingriff: Das letzte Paar Pins im Griff stammt aus Lager-Bauteilen einer Moto Guzzi, die Anordnung der Pins wurde analog zur Zylinderanordnung des V2-Motors modifiziert, da der Besitzer begeisterter Guzzi-Fahrer und Sammler ist.
Ein kunstvoller Eingriff: Das letzte Paar Pins im Griff stammt aus Lager-Bauteilen einer Moto Guzzi, die Anordnung der Pins wurde analog zur Zylinderanordnung des V2-Motors modifiziert, da der Besitzer begeisterter Guzzi-Fahrer und Sammler ist.

Diese Folge des Messerporträts ist gewissermaßen eine Ausnahme: Sie beschäftigt sich zum ersten Mal mit einem – allerdings ziemlich alten – Serienmesser. Es handelt sich um ein mittlerweile unansehnlich gewordenes, über 40 Jahre altes Puma Scout mit „Jigged Bone“-Griffschalen. Eine von ihnen ist zerbrochen. Das Messer fiel dann auch noch einem unsachgemäßen Reparaturversuch zum Opfer. Es braucht also einen neuen, stilistisch passenden Griff. Als ein Restaurierungsprojekt erfordert es allerdings den gleichen Aufwand an Handarbeit und Planung wie jedes andere meiner vorgestellten handgemachten Messer. Daher möchte ich einige Überlegungen zu dieser Restaurierung anstellen:

Eine der wichtigsten Fragen dazu ist immer, wie weit eine Wiederherstellung gehen soll oder wann es „zu viel des Guten“ ist. Welche Spuren der Vergangenheit sollen oder müssen sogar bewahrt werden? Wo ist die Grenze zwischen Patina und simplem Dreck? Zweifellos muss angesichts eines zerbrochenen Griffs auch die einwandfreie Funktion wieder hergestellt werden. Aber ein restauriertes Objekt, ganz gleich, ob es sich um eine Waffe, eine Antiquität oder ein Fahrzeug handelt, soll in den meisten Fällen eben nicht wie „frisch aus dem Laden“ aussehen – es sei denn, der Besitzer besteht darauf.

www.pumaknives.de


Fr

17

Nov

2017

Wildunfälle – Dunkelziffer ist immens

Tierschutz ist in aller Munde, doch die vielen verunfallten Wildtiere auf unseren Straßen werden dabei anscheinend ausgenommen. Dabei sehen wir nur die Kadaver des Wildes, das sofort und noch am Unfallort verendet. Wie viele Wildtiere sich nach der Kollision mit Fahrzeugen aller Art noch schwer verletzt davonschleppen, bleibt meist um Dunkeln. 

Mit der Allianz gegen Wildunfälle wird nun ein Versuch gemacht, die Unfallschwerpunkte auszumachen und die Sicherheit im Straßenverkehr für Mensch und Wildtier zu verbessern.

DJV unterstützt Allianz gegen Wildunfälle

Eine interdisziplinäre Forschergruppe will Verkehrs-, Unfall- und Umweltdaten auswerten und ein dynamisches Warnsystem entwickeln. Daten aus dem Tierfund-Kataster fließen mit ein.

Alle 2,5 Minuten passiert in Deutschland ein Wildunfall mit Reh, Wildschwein oder Hirsch, 99 Prozent enden mit Blechschäden. Bundesweit gesehen erfasst die Polizei nur einen Bruchteil als Wildunfälle. Damit fehlt die Datengrundlage, um Schwerpunkte zu ermitteln und zu entschärfen. Das Projekt „Wildunfälle und Daten (WilDa)“ soll Abhilfe schaffen. Partner aus verschiedenen Fachbereichen haben sich zusammengeschlossen, um die Methoden und Systeme zur besseren dynamischen Warnung vor Wildunfällen zu erforschen und entsprechend zu verwerten. Der Deutsche Jagdverband wird als assoziierter Partner das Projekt unterstützen: Anonymisierte Meldungen aus dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) zu Wildunfällen fließen künftig ein, über 40.000 Datensätze haben Verkehrsteilnehmer bereits eingegeben. Autofahrer können über die kostenlose Tierfund-App verunfallte Tiere an der Straße in Echtzeit melden. Auf der Internetseite können Nutzer alle Tierfunde auf einer Karte mit Zoom-Funktion sehen. Im 

WilDa-Projekt werden zusätzlich auch amtliche Daten berücksichtigt.

Inspiriert wurde das Projekt durch „wuidi“, ein junges und dynamisches Start-up, das eine erste mobile Anwendung entwickelt, die Autofahrer vor einer erhöhten Wildunfallgefahr warnt und bei der Abwicklung von Wildunfällen unterstützt. Mit „wuidi“ arbeitet der DJV künftig eng zusammen: Mit dem Austausch von anonymisierten Daten soll die bundesweit einheitlichen, Erfassung von Wildunfällen vorangetrieben werden. Nur so lassen sich Schwerpunkte erkennen und entschärfen. Die Wuidi-Wildwarner-App (www.wuidi.com) soll künftig bundesweit Autofahrer dynamisch vor erhöhter Wildunfallgefahr warnen. z

www.jagdverband.de

© DJV
© DJV

Von links: Dr. Marco Heurich (Vertreter der Universität Freiburg und assoz. Partner des Nationalparks Bayerischer Wald), Prof. Dr. Wolfgang Dorner  (Projektleiter WilDa, Institutsleiter Technologie Campus Freyung) , Raphaela Pagany (Projektleiterin WilDa), Susann Krüger (DJV), Alfons Weinzierl (Gründer wuidi), Alexander Böckl (Gründer wuidi), Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba (Vizepräsident Forschung und Wissenstransfer, Technische Hochschule Deggendorf) 


mehr lesen

Mi

15

Nov

2017

Waffen Kästel in neuen Händen

Markus Peter (links) und Karsten Semlinger führen den Traditionsbetrieb weiter. © Waffen Kästel
Markus Peter (links) und Karsten Semlinger führen den Traditionsbetrieb weiter. © Waffen Kästel

Nach mehr als 60 Jahren in Familienbesitz hat das Fachgeschäft Waffen-Kästel im Nürnberger Ortsteil Schweinau seit August dieses Jahres einen neuen Inhaber. Markus Peter hat das Unternehmen von Klaus Kästel übernommen und wird das Geschäft künftig gemeinsam mit Büchsenmacher Karsten Semlinger aus Cadolzburg weiter betreiben. Markus Peter hat als Händler und VDB-Mitglied seit vielen Jahren Erfahrung in der Branche und ist bei Waffen-Kästel für Einkauf, Verkauf und die Beratung zuständig, während Karsten Semlinger sich um die Werkstattaufträge kümmert. 

Im Dezember 1950 von Jakob Kästel in Nürnberg / Gostenhof gegründet, hat sich Waffen-Kästel im Laufe der Jahre stets weiterentwickelt. 1960 wurden neue Geschäftsräume bezogen. 1962 übernahm Karl Kästel die Firma. Er gestaltete 1979 die Ladenräume neu und erweiterte die Produktpalette des Betriebes. Ab 1982 führte Klaus Kästel die Firma und verlagerte den Betrieb 1994 in die neuen Räumlichkeiten in Nürnberg / Schweinau. Zum Produktportfolio gehörten seitdem neben Waffen und Munition auch Optik, Jagdbekleidung und Schuhwerk, des Weiteren Futterale und Waffenkoffer sowie Reinigungs- und Pflegeartikel, außerdem Fach- und Unterhaltungsliteratur rund um die Themen Jagd und Schießsport. Zu den Werkstattleistungen zählten Reparaturen, Schaftarbeiten, Zielfernrohrmontagen usw. Auch individuelle Einzelstücke wurden auf Wunsch angefertigt. „Im Rahmen des Inhaberwechsels wird sich die Jagdbekleidung allerdings verkleinern. Hinzu kommen künftig jedoch Messer, Wiederlade- und Sportschützenartikel sowie Böller und deren Zubehör“, erläutert Markus Peter seine Pläne für das Waffenfachgeschäft mit seinen etwa 100 Quadratmetern Verkaufsfläche und der 30 Quadratmeter großen Werkstatt. 

mehr lesen