WM-Intern News


 

Waffenmarkt-Intern

Das Branchen Magazin für den Handel


Seit fast 40 Jahren unterstützt WM-Intern den Handel der Jagd-, Outdoor-, Messer-, Schießsport- und Security-Branche. Gegründet 1977 von Karlfranz Perey, weiterverlegt und weiterentwickelt von Maggy Moldenhauer, vormals Spindler.

Seit 2013 gehört Waffenmarkt-Intern dem Verlag J. Neumann-Neudamm an, und damit hat Heiko Schwartz das Magazin als Verleger übernommen.

Mit neuer Inspiration sowie vielen Ideen geht WM-Intern in eine spannende Zukunft.

Gehen Sie mit!

In unserer Mai-Ausgabe:

  • Rund ums Messer – Neuheiten, Messer-machen & Literatur zur scharfen Klinge.
  • Aus den Unternehmen – Personalia, Jubiläen & Historisches aus der Branche.
  • Rückschau IWA OutdoorClassics – so war der Marktplatz der Büchsenmacher.
  • Der Werkstatt-Insider: Die Sache mit dem Mindestimpuls.

WM-Intern SzeneNews: Immer aktuell mit den neuesten Infos

Mi

24

Mai

2017

Der KGB lässt grüßen!

Sieht aus wie ein ganz normaler, simpler Einkaufswagen-Chip, ist aber ein ultra-kleines Geheimversteck: die Spy-Coin von Vanrode. Der Münzensafe ist ein ideales Versteck für microSD-Karten und kleine Zettel mit vertraulichen Informationen wie Pins oder Passwörter. Der KGB benutzte bereits in den 50er Jahren Spy-Coins, um Mikrofilme oder geheime Botschaften zu transportieren. CIA-Agenten versteckten in ihnen Giftnadeln, mit denen sie sich im Notfall ihrer Ergreifung entziehen sollten. Wie es sich für ein hochwertiges Agenten-Tool gehört, ist dieser Spezial-Chip so raffiniert verarbeitet, dass er sich mit bloßem Auge nicht von einem gewöhnlichen Einkaufswagen-Chip unterscheiden lässt. Selbst im Röntgenbild sind nur geringfügige Unterschiede zu erkennen. Anders als Spionage-Münzen früherer Generationen hält der intelligente Datensafe auch großen Kräften stand und zerspringt nicht, wenn er mit Wucht auf dem Boden aufprallt. Um ihn zu öffnen, braucht man ein spezielles Werkzeug, das im Lieferumfang enthalten ist. Doch auch wer nicht unbedingt sensible Daten vor dem Zugriff Unbefugter schützen muss, sondern einfach nur ein Faible für clevere, originelle Gadgets hat, der wird an diesem Miniatur-Utensil seine Freude haben.  www.vanrode.com

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Mo

22

Mai

2017

Wenn Silhouetten verschwinden

Was wir sehen, entspricht nicht dem, was unser Wild sieht. Schalenwild sieht Rottöne im grünen Bereich. Dadurch bleibt trotz Warnorange die Tarnfunktion erhalten.  © Martin Otto
Was wir sehen, entspricht nicht dem, was unser Wild sieht. Schalenwild sieht Rottöne im grünen Bereich. Dadurch bleibt trotz Warnorange die Tarnfunktion erhalten. © Martin Otto

 

Inzwischen gibt es auf dem Markt zahlreiche Camouflage-Muster. Ob schlicht gemustert, mit Blättern oder gar vollkommen als Baum-Look, sommerlich, herbstlich, winterlich – da verliert man schnell den Überblick. Was ist denn nun eigentlich wirklich das sinnvollste Muster?

 

Gibt es das überhaupt?

Wie so oft gibt es das eine ultimative Muster natürlich nicht. Die Wahl des Camo-Looks hängt zunächst einmal davon ab, welche Wildart bejagt werden soll, denn jede bringt ihre eigenen Eigenschaften, die eigene Umgebung und damit eigene Ansprüche an das Tarnmuster mit. Wenn der Kunde nicht Unsummen für Jagdbekleidung ausgeben möchte, weil er genau genommen für jede Wildart eigene Tarnkleidung anschaffen müsste, sollte sich der Verkäufer auf die Hauptwildart(en) des Kunden konzentrieren.

Schalenwild beispielsweise ist teilweise farbenblind. Es nimmt zwar Blau gut wahr, Rottöne erscheinen für das Wild allerdings auch im grünen Bereich und können damit von diesem nicht unterschieden werden. Hier spielt es also keine Rolle, ob das Camo nun orange oder grün ist. Der häufig gewählte Orangeton „Blaze orange“ liegt farblich in einer Wellenlänge von rund 600 Nanometern und ist damit als Farbe für unsere Schalenwildarten nicht wahrnehmbar. Die Tarnung funktioniert aber nur dann, wenn das Tarnmuster an die natürliche Umgebung des Waldes angepasst ist. Die einfarbige Fläche einer einfachen Warnweste ist ein einfarbiger Fleck in der Natur und damit auffällig. Ein Aufdruck mit dunklen Ästen auf der Jacke dagegen harmoniert mit dem Hintergrund und lässt die Silhouette für das Wild verschwinden, während der Jäger für andere Jagdteilnehmer gut sichtbar bleibt. 

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Mi

17

Mai

2017

Minox stellt vor …

© Minox
© Minox

 

Wild- und Beobachtungskamera Minox DTC

Die neue Wild- und Beobachtungskamera Minox DTC 390 des Wetzlarer Optikherstellers besticht durch eine intuitive Handhabung und eine schnelle Bedienung. Das macht die in Camouflage, Grau und Braun erhältliche Kamera zu einem zuverlässigen Begleiter im Revier oder für den diskreten Objektschutz, um beispielsweise im Innenbereich unbefugtes Eindringen zu dokumentieren. Durch das robuste, wetterbeständige Kunststoffgehäuse wird das Eindringen von Wasser und Staub wirkungsvoll verhindert, sodass sie gleichermaßen in- und outdoorgeeignet ist.

Ausgestattet mit einem 5 Megapixel starken Sensor und einer Auslöseverzögerung von unter einer Sekunde, liefert sie bei Tag und Nacht eine herausragende Bildqualität mit bis zu 12 Megapixel in detailgetreuer Schärfe, gutem Kontrast und mit einer natürlichen Farbwiedergabe. Möglich sind am Tag farbige, in der Nacht schwarz-weiße Einzelbilder sowie Videoaufnahmen in HD-Auflösung. Der leistungsstarke „Black Light“-Infrarot-Blitz mit >940 nm sorgt sowohl unter ungünstigen Lichtverhältnissen als auch in der Dunkelheit für verlässliche Aufnahmen bis in einen Bereich von über 10 Meter Entfernung. Der Infrarot-Blitz ist für Mensch und Tier komplett unsichtbar. Die Aufnahmen werden auf einer SD-Karte gespeichert und können direkt auf dem integrierten 2,4-Zoll-Monitor abgelesen oder per USB-Anschluss auf den PC übertragen werden. Die Lieferung erfolgt inkl. Befestigungsgurt, Wandhalterung und USB-Kabel. 

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Mo

15

Mai

2017

Messerportrait: Pickmesser, Pittermesser, Schnippelmesser

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.vienna-suiseki.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Kleines Küchenmesser (18 cm) von Jan Hebach aus rostfreiem Niolox-Stahl geschmiedet. Griffmaterial: Honduras-Palisander. © Christoph Daim
Kleines Küchenmesser (18 cm) von Jan Hebach aus rostfreiem Niolox-Stahl geschmiedet. Griffmaterial: Honduras-Palisander. © Christoph Daim

Nachdem ich in der letzten Ausgabe das prachtvolle Küchenmesser von Hebach & Kloess vorgestellt habe, möchte ich ein auf den ersten Blick eher unspektakulär wirkendes Messer zeigen und eine interessante Geschichte zu Ende erzählen: Bei der Recherche und im Gespräch mit Jan Hebach hat sich herausgestellt, dass sein Bezug zum Messermachen eigentlich drei Generationen zurückreicht. Sein Urgroßvater war Direktor der Firma „Gebrüder Heller“ in Schweina/Marienthal. Dort wurden unter anderem Messer hergestellt, die heute noch bei Sammlern und Messerkundigen einen guten Ruf besitzen. Dazu gehört die alte Marke „Himmel Messer“, aber auch (unter dem Namen Gebrüder Heller) Dolche und Militärmesser, die im 3. Reich Uniformen verschiedenster Bereiche und Dienstgrade zierten.

Nun zum Messer: Es handelt sich um ein kleines Küchenmesser aus Niolox, das genauso schön und aufwendig wie das Exemplar der letzten Ausgabe in Form geschmiedet wurde. Solch ein Messer zählt zu den häufig verkannten „Helden des Alltags“ – jeder kennt es, hat es und benutzt es, aber nur selten wird ihm die Genugtuung zuteil, so hochwertig angefertigt zu werden. Dieses Messer aus der „Belle“-Serie führt uns auch zu der Frage, welchen Namen das kleine Küchenmesser eigentlich hat beziehungsweise wie viele verschiedene regionale Namen es haben kann. Das wäre einen eigenen Artikel wert, sich mit den vielen Varianten und deren Namensherkunft zu befassen.

www.hebach-kloess.de


Fr

12

Mai

2017

Messerportrait: Die Schöne der Küche

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.vienna-suiseki.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Küchenmesser von Hebach & Kloess, Gesamtlänge 29 cm, aus Stahl und Ebenholz. Dieses Messer und weitere Arbeiten können auch auf der „MKG-Messe Kunst und Handwerk“ vom 25. November bis 4. Dezember 2016 in Hamburg bewundert und gekauft werden.
Küchenmesser von Hebach & Kloess, Gesamtlänge 29 cm, aus Stahl und Ebenholz. Dieses Messer und weitere Arbeiten können auch auf der „MKG-Messe Kunst und Handwerk“ vom 25. November bis 4. Dezember 2016 in Hamburg bewundert und gekauft werden.

Dieses besondere Küchenmesser namens „Belle“ stammt aus der Werkstatt Hebach & Kloess und wurde vom Schmied und Designer Jan Hebach aus eigenem Torsionsdamast hergestellt. Dazu hat er einen Damast aus den Stahlsorten 1.2842 und 75Ni8 hergestellt und fünf gegeneinander verdrehte Stäbe zusammengeschmiedet. Die Klinge wurde dann „in Form geschmiedet“, das bedeutet, dass dadurch die Musterung auf Klinge und Griff besonders schön zur Geltung kommt. Hätte er das Messer nicht geschmiedet, sondern geschliffen, wäre viel vom ursprünglichen Muster verloren gegangen. Der verwendete Stahl ist nicht rostfrei und nicht für die Spülmaschine geeignet. Aber er ermöglicht eine hohe Härte und ist, so dünn ausgeschliffen wie hier, besonders scharf. Allerdings erfordert ein so edles, teures und schönes Schneidwerkzeug auch umsichtige Anwender: Damit in feste Knorpel oder gar Knochen zu schneiden, kann bei solchen Messern Ausbrüche oder Beschädigungen im Schneidenbereich verursachen. Dafür bietet es, richtig benutzt, ein unvergleichliches Schnitt-Erlebnis.

Auch die besondere, fließende Form des Messers ist bemerkenswert; hier hat Jan Hebach versucht, die oftmals störende Teilung zwischen Griff und Klinge aufzuheben. Beides geht nun organisch ineinander über und ermöglicht es, das Messer sehr weit vorne anzufassen und bis auf die Klinge zu greifen.

www.hebach-kloess.de