Gebühren für Stimmungsmache

 

Die Ausstrahlung der ZDF Dokumentation "Jäger in der Falle" am 19. Januar sorgte in der deutschen Jägerschaft für Empörung. Wie auch andere Fernsehbeiträge öffentlich rechtlicher Sender, zum Beispiel zum Thema Waffen, ist der Ärger der Betroffenen durchaus nachvollziehbar, denn die Berichterstattung des Beitrages ist tendenziös und in weiten Teilen unsachlich. So behauptet der Hauptprotagonist, der Förster Peter Wohlleben, ohne jeglichen Widerspruch, dass die Jagd - die dann natürlich in einem Atemzug mit Göring und dem Nazi-Regime genannt wird - schuld daran sei, dass in Deutschland kein Laubwald mehr wachse. Zahlreiche weitere, im Beitrag unwidersprochene Falschdarstellungen lassen jegliche journalistische Seriosität vermissen. Im Privatfernsehen ist die Tendenz schlechter Berichterstattung zu bedauern, im bürgerfinanzierten Fernsehen der öffentlich-rechtlichen ist es ein nicht hinnehmbarer Prozess, gegen den Jäger nun zu Recht sturmlaufen.