Historische Fechter organisieren sich …

… auch in Deutschland. 

Am 14. Dezember trafen sich Vertreter der größten deutschen Vereine für historisches Fechten, um die Grundlage für einen gemeinsamen Dachverband zu schaffen. Die vertretenen Vereine Ochs, Hammaborg, Zornhau, Bloßfechter zu Chemnitz und Schwertfechten Nordhessen rufen alle Vereine, Gruppen, Verbände und Privatpersonen mit Interesse an historischen europäischen Kampfkünsten auf, der Interessengemeinschaft beizutreten. Gemeinsame Basis für die Interessenvertretung ist die Definition die ähnlich auch durch die Historic European Martial Arts Coalition (HEMAC) vertreten wird. Danach wird historisches Fechten wie folgt definiert: Historisches Fechten beschäftigt sich mit der möglichst quellennahen Rekonstruktion von europäischen Kampfkünsten, deren Tradition unterbrochen war und für die es eine wissenschaftlich vertretbare Quellenlage gibt. Dazu zählen Künste, deren Quellen vor 1918 veröffentlicht wurden.

Die vertretenen Vereine bieten auf dieser Grundlage zahlreiche Kampfsportarten vom Fechten mit dem langen Schwert, Bidenhänder, Schwert und Buckler, Kampf- und Kriegsringen, Militärsäbel-Fechten, Kampf mit Stangenwaffen und vielem mehr. 

 

Der neue Verband wird den Namen „Deutscher Dachverband Historische Fechten, DDHF“ tragen. Nötig ist der Dachverband aus Sicht der Vereine geworden, um die Interessen der wachsenden Zahl historischer Fechter zu vertreten. Dies beginnt bei der Anerkennung der verschiedenen Kampfsportarten und endet nicht zuletzt bei den waffenrechtlichen Interessen der Fechter, die zwar bislang durch das Waffenrecht nicht eingeschränkt sind, aber insbesondere bei öffentlichen Veranstaltungen immer wieder durch unterschiedliche Auslegungen örtlicher Behörden und Amtspersonen verunsichert werden. Die feierliche Gründungsveranstaltung des Verbandes soll im Sommer diesen Jahres stattfinden – WM-Intern wird berichten.