Botschafter für die Jagd

Eine Organisation geht in die Offensive. Aktive Jäger starteten wegen

unsachlicher und manipulativer Hetze gegen das deutsche Waid-werk

die Initiative „Für Jagd in Deutschland” (FJD). Falk Trompeter, neben

Dr. Antje Wutzke, Boris Eichholz und Adrian Höber, einer der Mitbegründer,

erläutert im Interview mit WM-Intern-Redakteurin Anna Lena Kaufmann

Konzept, Hintergründe und Ziele der Interessengemeinschaft.

 
Boris Eichholz
Boris Eichholz
Adrian Höber
Adrian Höber
Falk Trompeter
Falk Trompeter
Dr. Antje Wutzke
Dr. Antje Wutzke

Was hat Sie veranlasst, FJD zu ins Leben zu rufen? 

Durch eine immer massiver werdende Front von organisierten und nicht organisierten Jagdgegnern und deren uninformierten Mitläufern wird die Jagd generell in Frage gestellt. Das erklärte Ziel ist die komplette Jagdabschaffung und wird mit unlauteren Mitteln, Lügen, Verbreitung von bearbeiteten oder gestellten jagdnegativen Fotos, Polemik, Aufruf zu Straftaten und Verleumdung verfolgt. Auch die Politik lässt sich bei aktuellen Entscheidungen von ideologisch geprägten Natur- und Tierschutzverbänden manipulieren. Dies hat uns als aktive Jäger dazu gebracht, uns mit Freunden zusammenzuschließen, um dieser Bewegung etwas entgegenzustellen. 

Wer steht hinter FJD?

Hinter der Gruppe „Für Jagd in Deutschland“ steht ein großes Team von JägerInnen und NichtjägerInnen, die sich ehrenamtlich für eine sichere Zukunft der Jagd in Deutschland engagieren. Namentlich repräsentieren Boris Eichholz, Falk Trompeter, Dr. Antje Wutzke und Adrian Höber die Gruppe.

Inwiefern unterscheidet sich Ihre Initiative von anderen Pro-Jagd-Initiativen? 

Unsere Initiative wird von einem starken Willen und unserem Rückhalt in der Jägerschaft getragen, den wir weiter ausbauen werden. Wir zeigen den Jagdgegnern das Stoppschild und wir werden nicht aufgeben. Wir arbeiten tagesaktuell und sind immer „dran“ an brisanten Themen. Wir werden in einem weiteren Schritt auch die nicht jagende Bevölkerung ansprechen, unsere Themen offen und verständlich nach außen tragen und gesellschaftliche wie politische Verantwortung übernehmen. Wir möchten die Schwingungen der modernen Jägerschaft erfassen und sind auch für Veränderungen offen, sofern sie wirklich faktenbasiert – nicht ideologisch – Sinn machen. Vor allem sind wir aber auch unabhängig von den Strukturen, welche sich in einem diplomatischen Korsett befinden. Nachvollziehbar, aber genau diesen Kuschelkurs, den diese Art von Diplomatie abverlangt, möchten wir nicht mehr fahren. Wir wollen mit offenem Visier denen die Stirn bieten, die uns angreifen: Mit Fakten!

Sie stehen für eine nachhaltige Jagd – wie definieren Sie eine nachhaltige Jagd?

Nachhaltige Jagd bedeutet zunächst, im Einklang mit der Natur handeln. Wir wollen die Artenvielfalt mithilfe von Schutz und Nutzung erhalten und verbessern. Dazu gehört immer, im Auge zu behalten, dass die natürliche Regenerationsfähigkeit, eine breite genetische Basis und die Wildlebensräume bejagter Arten erhalten bleiben, wovon die gesamte Tier- und Pflanzenwelt in diesem Lebensraum profitiert. Es bedeutet, Tiere nicht auszubeuten und jenen Arten zu helfen, die Bestands- oder Entwicklungsprobleme haben. Ein weiteres Ziel ist die Nutzung der Synergie mit anderen nachhaltigen Wirtschaftszweigen, beispielsweise der Waldwirtschaft, einer Bauwirtschaft, bei der natürliche Rohstoffe im Vordergrund stehen und Landwirtschaft. Ein weiterer Aspekt ist die Schaffung einer breiten Akzeptanz bei der Bevölkerung und die Produktion eines hochwertigen Lebensmittels.

Wie lauten die Ziele Ihrer Initiative? 

Unser erklärtes Ziel ist es, die Jagd als uraltes Kulturgut wieder in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Ohne Jagd wären wir als Menschen nicht da, wo wir jetzt sind. Dies wollen wir verstärkt nach außen tragen und falsche Bilder richtigstellen. Wir wollen die Jagd nicht auf den Moment der Schussabgabe reduziert sehen. Außerdem suchen wir die Konfrontation mit Jagdgegnern, wollen ihre Lügen aufdecken, die Machenschaften von Tierrechtsorganisationen anprangern und dafür sorgen, dass die Praktiken dieser Organisationen allgemein bekannt werden. Wir werden dafür kämpfen, dass unsere Jagdgesetze keiner ideologisch geprägten Politik zum Opfer fallen.

Mit welchen Mitteln wollen Sie diese Ziele erreichen?

Mit Offenheit. Mit Transparenz. Mit der Wahrheit. Wir zerlegen jede Lüge der Jagdgegner, wir halten mit Fakten dagegen. Dabei bleiben wir immer für den konstruktiven Dialog offen. Mit unseren hervorragenden Kontakten in Medien und Wirtschaft, zu hochrangigen Fachleuten und Wissenschaftlern sowie erfahrenen und anerkannten Jägern haben wir beste Möglichkeiten, unsere Ziele erfolgreich zu erreichen. Wir nehmen uns brisanter, aktueller Themen an und begründen unsere Meinung dazu. Unsere Wege werden nicht immer konventionell, unsere Methoden vielleicht nicht üblich sein. Wir sind fair im Umgang, aber erbarmungslos in der Sache.

www.fuer-jagd.de