Wie ein gut geschmiertes Uhrwerk

Andreas Zettler, Dr. Heinrich Zettler und Dr. Christian Zettler (von links) – mit der richtigen Einstellung sind sie für den Erfolg des Familienunternehmens verantwortlich.
Andreas Zettler, Dr. Heinrich Zettler und Dr. Christian Zettler (von links) – mit der richtigen Einstellung sind sie für den Erfolg des Familienunternehmens verantwortlich.

110 Jahre Ballistol

Eine Chemiefabrik mit rund 60 Mitarbeitern? Das klingt doch eher nach einer Geschichte aus der frühen Nachkriegszeit, oder? Nun, es gibt solche Firmen und vom 10.-13. Juli hat eine dieser Firma ihr 140-jähriges Bestehen gefeiert. Die Rede ist von der F.W. Klever GmbH, die heute schon in der zweiten Generation im Besitz der Familie Zettler ist und vor allem durch ein Label weltweit bekannt wurde: Ballistol, das Universalöl, das seit 110 Jahren nach unveränderter und immer noch geheimer Formel hergestellt wird. Ursprünglich als Wund- und Waffenöl für die kaiserlichen Soldaten entwickelt, hat sich die Ballistol-Produktfamilie heute auf ein beachtliches Portfolio von über 60 Produkten ausgewachsen. „In Einsatzbereichen, bei denen der Rostschutz nicht so wichtig ist, legen wir eben mehr Wert auf pflegende und gesundheitsfördernde Bestandteile“, sagt Andreas Zettler, der das Unternehmen seit 2006 zusammen mit seinem Bruder, Dr. Christian Zettler, leitet. Es bleibt also dabei: Wo immer Oberfläche auf Oberfläche reibt, kann Ballistol eingesetzt werden. Ein echtes Universalöl eben, das in seiner Anfangszeit um 1905 auch als „Wunder-Öl“ bezeichnet wurde.

„Gutes Vorleben und das richtige Team machen neben der Produktqualität den Erfolg aus“, so Dr. Heinrich Zettler in seiner Jubiläumsansprache. „Eine Firma soll wie ein gut geschmiertes Uhrwerk funktionieren, in dem jedes Rad und Rädchen tadellos ineinandergreifen müssen“.

Wie geschmiert läuft es bei den sympathischen Zettlers im idyllischen Aham, das zeigen schon die beständig erweiterten Produktionsstätten und neue Bauvorhaben auf dem Firmengelände.

www.ballistol.de

 

Bei Werksführungen zeigten die Ballistol-Mitarbeiter, wie die unterschiedlichen Produkte in ihre Dosen und Flaschen kommen, wie sie verpackt, gelagert und auf ihre Reise in alle Welt gehen.
Bei Werksführungen zeigten die Ballistol-Mitarbeiter, wie die unterschiedlichen Produkte in ihre Dosen und Flaschen kommen, wie sie verpackt, gelagert und auf ihre Reise in alle Welt gehen.
Traditionell und urbayerisch feierten die Gäste, die beispielsweise aus Litauen, Russland und der Schweiz angereist waren, und stießen auf 110 Jahre Ballistol an.
Traditionell und urbayerisch feierten die Gäste, die beispielsweise aus Litauen, Russland und der Schweiz angereist waren, und stießen auf 110 Jahre Ballistol an.
Erich Winkler, ein Freund der Familie Zettler, der bei einem Motorrad-Unfall ein Bein und einen Arm verlor und drei Jahre später die Bronze-Medaille bei den Paralympics im Radfahren gewann, erzählte über seinen Werdegang nach dem Unfall und die große Stüt
Erich Winkler, ein Freund der Familie Zettler, der bei einem Motorrad-Unfall ein Bein und einen Arm verlor und drei Jahre später die Bronze-Medaille bei den Paralympics im Radfahren gewann, erzählte über seinen Werdegang nach dem Unfall und die große Stüt