Der Lektor

 

... schreibt über handgemachte Messer.

Christoph Daim ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.vienna-suiseki.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Jagdmesser aus Mammut-Elfenbein, Gold und Damasteel von Stefan Gobec, Gravur durch Firma Scheiring in Ferlach.
Jagdmesser aus Mammut-Elfenbein, Gold und Damasteel von Stefan Gobec, Gravur durch Firma Scheiring in Ferlach.

Ein Messer, wie man es nicht so oft in natura sieht: Es ist gleichzeitig ein funktionelles Jagdmesser aus widerstandsfähigem und rostfreiem Damaststahl und ein exklusives Sammlerstück. Es vereinigt Handwerkskunst auf höchstem Niveau und kostbare Materialien, wie die Griffeinlage aus fossilem Mammut-Elfenbein, mit einer ausgefallenen Optik. Allerdings ist in diesem Fall auch der Preis ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist, er stellt nämlich in etwa den Gegenwert eines Mittelklasse-Automobils dar …

Man kann dieses Messer auch als eine dreifache Würdigung des Handwerks verstehen: 

Des Handwerks des Messermachers natürlich, der diese prägnante und gleichzeitig typische Form geschaffen hat. 

Außerdem der Kunst des Waffen-Graveurs, der hier eine aufwendige plastische Gravur perfekt gearbeitet hat, in die mit den Trauben auch noch Zierelemente aus echtem Gold eingefügt worden sind. 

Und es erinnert nicht zuletzt an eine andere arbeitsintensive Handarbeit, nämlich an die der Winzer, die beispielsweise besonders in den Steillagen der Wachau oder der Mosel Großartiges leisten. So tragen Weinbauern nicht nur zum Erhalt einer schützenswerten Kultur- und Naturlandschaft bei, die ohne Weinbau in dieser Form gar nicht mehr existieren würde, sondern lassen uns diese in ihren Weinen auch noch schmecken, riechen und genießen. Damit: „Zum Wohl!“