Wissenswertes zur Jagd in Deutschland

Aufmerksamkeitsstark und sympathisch: die Image-Kampagne „Fakten statt Vorurteile“ des Deutschen Jagdverbandes. (Bild: Deutscher Jagdverband)
Aufmerksamkeitsstark und sympathisch: die Image-Kampagne „Fakten statt Vorurteile“ des Deutschen Jagdverbandes. (Bild: Deutscher Jagdverband)

Mit der bundesweiten Kampagne „Fakten statt Vorurteile“ liefert der Deutsche Jagdverband (DJV) schlagfertige Antworten und fundierte Hintergrundinformationen zur Jagd in Deutschland. Nachfolgend sieben Fakten über Wild, Jagd und Jäger.


Die Jagd steht heute mehr denn je im Fokus der kritischen Öffentlichkeit. Um Vorbehalten entgegenzuwirken und um eine höhere Akzeptanz zu erreichen, ist eine fakten- und praxisorientierte Aufklärungsarbeit unabdingbar. Hier ist jeder einzelne Jagdscheininhaber gefragt. 

Fakt 1: Jagd ist aktiver Naturschutz

Jägerinnen und Jäger pflanzen und pflegen jährlich Hecken in der Länge der Chinesischen Mauer – das entspricht fast 6.000 Kilometern; sie legen jedes Jahr neue Teichflächen an, deren Größe in etwa der der Nordseeinsel Amrum entspricht – circa 1.700 Hektar; und sie schaffen jährlich ökologisch wertvolle Flächen so groß wie 2.000 Fußballfelder – das macht 6.300 Feldholzinseln und 5.700 Streuobstwiesen. 

Fakt 2: Zahl der Jäger steigt

361.557 Menschen verfügen 2013 über einen Jagdschein. Das sind knapp 4.500 Jagdscheininhaber beziehungsweise 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Seit der Wiedervereinigung steigt die Zahl der Jäger in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren es 13,5 Prozent mehr Waidfrauen und Waidmänner als 1991.

Fakt 3: Immer mehr Frauen auf der Pirsch

Wussten Sie, dass zehn Prozent aller Jäger in Deutschland weiblich sind? Tendenz steigend. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag der Anteil sogar bereits bei 20 Prozent. Vor 20 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen. 

Fakt 4: Wildbret steht hoch im Kurs 

Etwa 28.000 Tonnen heimisches Wildbret von Sau, Hirsch und Reh verspeisten die Deutschen in der Jagdsaison 2012/2013. 400.000 Wildenten, 150.000 Fasanen, mehr als 300.000 Hasen und 250.000 Wildkaninchen landeten ebenfalls auf dem Teller.

Fakt 5: Alle 2,5 Minuten passiert ein Wildunfall

Seit 1975 hat sich die Verkehrsdichte auf deutschen Straßen vervierfacht. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Wildunfälle verfünffacht. Täglich rollen 48.000 Fahrzeuge über deutsche Autobahnen. Auf Bundesstraßen sind es bis zu 9.000.

Fakt 6: Putzen ist gefährlicher als Jagen

Die Wahrscheinlichkeit, als Jagdbeteiligter tödlich zu verunglücken, liegt auf Basis der dpa-Zahlen bei 0,00085 Prozent. Hingegen lag 2010 das Risiko, im Hausbereich tödlich zu verunglücken, bei etwa 0,009 Prozent (7.500 tödliche Unfälle bei 81 Millionen Deutschen).

Fakt 7: Schwarzkittel fühlen sich sauwohl

Die Anbaufläche für Raps und Mais in Deutschland hat sich aufgrund der wirtschaftlichen Nutzung innerhalb der letzten 40 Jahre um das 26-fache erweitert. Seitdem verfügt das Schwarzwild über ein unerschöpfliches Nahrungsangebot. Die Reproduktionsrate ist stetig angestiegen und liegt laut der Tierärztlichen Hochschule Hannover gegenwärtig bei 230 Prozent. 

www.jagdverband.de