Spezifikation SAUER 404

© Sauer
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Ganz schön selbstbewusst sagt der Hersteller: „Die beste SAUER aller Zeiten“, über die neue S404. Die elegante Neuheit aus dem Hause Sauer soll höchste Sicherheit mit maximaler Abzugs- und Schieß-Ergonomie verbinden. Dabei scheint den Konstrukteuren die Entwicklung der eierlegenden Woll-Milch-Sau gelungen zu sein. Denn die kompromisslos nach allen denkbaren praktischen Anforderungen konzipierte S404 soll die richtige Lösung für alle jagdlichen Situationen sein. 

Die Messlatte liegt mit diesen vollmundigen Ankündigungen ganz schön hoch und es wird spannend zu beobachten, was der Einsatz im realen Reviereinsatz davon bestätigt und wo die Grenzen des neuen Repetierers liegen werden. Präzision und eine optimale Balance erwarten wir von einer Sauer ohnehin und die Flexibilität für Einsätze von der Großwildjagd bis zum Rehwildansitz – dafür ist das Konzept S404 tatsächlich gut durchdacht. So sind alle lieferbaren Kaliber in ein und derselben Waffe montierbar und der Jäger hat eine reiche Auswahl von .243 Win. über 6,5x55, .270 Win., 7x64, .308 Win., .30-06, 8x57 IS, 9,3x62, 7 mm Rem. Mag., .300 Win. Mag., 8x68 S, .338 Win. Mag. bis zur .375 H&H Mag. Da die Waffe – so der Hersteller – auch ein Zerlegen / Zusammensetzen ohne folgenden Probeschuss zulassen soll und absolut handhabungssicher ist, denn ein falscher Zusammenbau soll unmöglich sein, wäre sie in der Tat eine geeignete Begleitung auf Jagdreisen. Je nach Lauflänge verringert sich das Packmaß erheblich und lässt sich mit abgenommenem Hinterschaft auf handliche 69 cm bei Lauflänge 51 cm, 74 cm bei Lauflänge 56 cm und 80 cm bei Lauflänge 62 cm reduzieren.

Durch das nach streng geheimer Zusammensetzung hergestellte Gehäuse aus hochlegiertem Luftfahrt-Aluminium bleibt die S404 in beiden Schaftvarianten unter 3,5 kg Gewicht (ohne Zieloptik) und besticht durch ihren in Isny aus Spezial-Laufstahl geschmiedeten kalt gehämmerten Lauf. Sauer setzt hier auch auf bewährte Komponenten, wie dem bei der S303 verwendeten Nitrobond X zur Veredelung der Laufoberfläche. 

Die Magazinsperre „Maglock“ schützt das Magazin vor Verlust ohne einen schnellen und ungehinderten Magazinwechsel zu behindern: 

1. Knopf-Oberteil nach vorne schieben = Magazinknopf ist gegen Eindrücken gesperrt.

2. Knopf-Oberteil nach hinten ziehen = Magazinknopf kann gedrückt und das Magazin herausgenommen werden.

Sicherheit bietet das Handspannersystem, das im entspannten Zustand auch wirklich „entspannt“ ist. Der Repetierer kann mit seinem ergonomisch angebrachten Entriegelungsknopf im hinteren Drittel des Schiebers nahezu geräuschlos entspannt werden. Der Knopf ist so angebracht, dass der Schütze beim Entspannen immer automatisch den Daumen hinter dem Schieber hat. Einem unkontrollierten „Zurückschnappen“ des Spannschiebers wird so vorgebeugt. Darüber hinaus gibt es eine interne automatische Schlagbolzen-Sicherung, die den Schlagbolzen nur dann freigibt, wenn 100 Prozent verriegelt ist.


„SUM“ für sicheres Treffen

Neu berechnet und konstruiert wurde die SAUER Universal Montage „SUM“. Mit einer „Okular-Höhe“ von 57,15 mm mit 30er Ringen tief und 59 mm mit VR/SR-Schiene sowie einer „Objektiv-Höhe“ von 45,5 mm mit 30er Ringen tief und 47,35 mm mit VM/SR-Schiene ist sie eine der tiefsten ZF-Montagen auf dem Markt. Positiv in Sachen Schussfestigkeit und Wiederkehrgenauigkeit getestet, wurde sie mit mehreren tausend Schuss .375 H&H und schwerem ZF, sagt Sauer. Die S404 bietet noch weitere interessante Eigenschaften wie den Abzug „SAUER Quattro“ mit seinen vier einstellbaren Abzugsgewichten von 550 g, 750 g, 1000 g und 1250 g. Oder den leicht entnehmbaren Verriegelungskopf, ohne den die Waffe unbrauchbar ist und der zum Beispiel beim Schüsseltreiben leicht in der Jackentasche untergebracht werden kann. Alles in allem stellt sich die neue Sauer als hochinteressante Waffe dar, in die ganz offensichtlich Erfahrungswerte und ein gehöriges Maß an Entwicklungsarbeit investiert worden sind, um die vom Hersteller anvisierte Zielgruppe bedienen zu können: 

„Anspruchsvolle Jägerinnen und Jäger, die nach dem ‚maximalen Werkzeug mit Stil‘ für sicheres und erfolgreiches Jagen suchen. Sprich, die eine hochpräzise und ultra-verlässliche Jagdbüchse fordern, die nicht nur mit allen oben genannten Attributen glänzt, sondern sich auch noch individuell auf die persönlichen schieß-physiologischen Gegebenheiten optimal anpassen lässt.“

Wir sind, wie schon erwähnt, gespannt auf die ersten S404-Praxiserfahrungen.

www.sauer.de

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