Ins rechte Licht gerückt

Wer auf einige wenige Kniffe beim Fotografieren achtet, wird mit tollen Jagdbildern belohnt.
Wer auf einige wenige Kniffe beim Fotografieren achtet, wird mit tollen Jagdbildern belohnt.

Bei einem Erlegerbild, besonders im Ausland, muss jedes Detail stimmen, denn solche Fotos lassen sich nicht nachstellen. Zwar kann man die Bilder bei den heutigen Digitalkameras gleich auf Bildausschnitt, Schärfe und Helligkeit kontrollieren, trotzdem sollte man sich im Voraus an einige Grundregeln halten. Hier kommen sieben Tipps:

 

  1. Die Sonne: Bilder mit Gegenlicht werden meist falsch belichtet. Die Sonne sollte also im Rücken der Kamera stehen und das Gesicht des Erlegers beleuchten. 
  2. Schalten Sie den Blitz ein: Damit Schirmmützen keine Schatten auf die Augen des Schützen werfen, schalten Sie gerade auch bei bestem Wetter und herrlicher Sonne den Blitz ein. So werden Schattenstellen optimal ausgeleuchtet.
  3. Der Hintergrund: Versuchen Sie, das Erlegerfoto in der natürlichen Umgebung des Wildes zu schießen. Häuser, Autos oder Menschen gehören nicht mit in den Bildhintergrund.
  4. Der Vordergrund: Befreien Sie den Vordergrund, so gut es geht, von Gräsern, Ästen oder Sträuchern. Auch zu viel Schweiß macht sich auf einem Bild nicht gut.
  5. Die Position des Tieres: Versuchen Sie, das erlegte Tier möglichst in einer natürlichen Position abzulichten. Die Hinterläufe werden dazu unter dem Wild angewinkelt, das Haupt im 90°-Winkel zur Kamera geneigt (bei Horn- oder Geweihträgern). Gegebenenfalls kann das Haupt unauffällig von hinten mit einem Stock oder Stein fixiert werden. Wenn möglich, sollten sich Geweih oder Gehörn gegen den Horizont absetzen.
  6. Die Position des Schützen: Postieren Sie den Schützen mittig hinter dem Tier. In keinem Fall sollte er direkt hinter dem Gehörn oder Geweih sitzen. Sitzt er ca. einen halben Meter hinter dem Tier, wirkt dieses größer.
  7. Die Position der Kamera: Halten Sie die Kamera so tief wie möglich. Aus dieser Perspektive wirkt das Wild mächtiger.

 

Der Autor

Magnus Pelz ist Jäger, Autor, Globetrotter. Als freier Mitarbeiter bei Jagdzeit International, des „Universal Hunter Magazine“ und Miteigentümer von HuntInMotion ist er jagdlich gleichermaßen in Amerika, Afrika und Europa zu Hause. Sein Steckenpferd ist die Ruflockjagd auf Raubwild aller Kontinente. www.huntinmotion.com