Lesestoff für Führungspersonal

Fehler erlaubt

Aus Fehlern lernen statt Schuldige zu suchen

Autoren: Gabriele Cerwinka & Gabriele Schranz


Fehler gehören zum menschlichen Leben und das Arbeiten ebenso wie der Fortschritt. Die Frage ist nur, wie ein Unternehmen damit umgeht.

Gabriele Cerwinka und Gabriele Schranz erläutern in ihrem Buch „Fehler erlaubt“ eindrucksvoll, dass eine positive Fehlerkultur kein ‚Kuschelkurs‘ ist, sondern harte Arbeit für alle Teammitglieder, im Besonderen allerdings die Führungskräfte. Darin liegt aber auch der Erfolg einer solchen Politik, wenn sie richtig etabliert und fortgeführt wird.

Von den Grundlagen einer Definition von Fehlern über das notwendige anonyme Meldesystem, das der frühzeitigen Erkennung und Behebung wie auch dem Lerneffekt für alle dient, bis hin zur ständigen Weiterbildung, die das notwendige persönliche und fachliche Wissen bereitstellt, zeigen die Autorinnen zahlreiche wichtige Komponenten auf.

Zentrale Basis ist eine vertrauensvolle Atmosphäre, eine Zusammenarbeit, in der die Entdeckung von Fehlern nicht dazu genutzt wird, den betroffenen Mitarbeiter bloßzustellen oder vor anderen schlechtzumachen, sondern dazu, solche Fehler künftig zu vermeiden oder bestimmte Abläufe zu optimieren. 

Das Kapitel über die interne und externe Kommunikation von Fehlern liest sich besonders spannend, weil hier die Anwendung transparenter wird. Nicht zuletzt wird die Theorie anhand von Beispielen aus der beruflichen Praxis im Anhang lebendig.

Verlag: Linde Verlag, www.lindeverlag.de

Mach sie fertig!

Autor: Peter Haupt


Spritzig und originell informiert uns der Autor über alle Fallen beim Arbeitsmanagement und deren Scheinbekämpfung, die wir immer wieder selbst im Berufsleben antreffen. Die verschiedenen Fehlertypen, der Hans-Dampf, der überall mitmischen will, der Typ, der alles sofort erledigen will und der, der sich immerzu rückversichert aus Furcht vor Fehlern und daraus resultierenden Konsequenzen.

Als ersten Schritt empfiehlt Haupt die Reflexion der zeitfressenden Tätigkeiten aus einer Distanz zur Situation. Destruktive Verhaltensmuster und Aktivitäten, die zeitintensiv sind, aber nicht zum Ziel führen, sollen erkannt werden. Für die auftauchenden Probleme sollen dauerhafte statt kurzlebige Lösungen gefunden werden.

Lösungsansätze können beim Durchspielen der Faktoren Zeit, Ort, Geld, Material und Personen entwickelt werden. Die entstehende Auswahl wiederum soll durchdacht reduziert werden. Für den Erfolg müssen abschließend die Kollegen davon überzeugt werden, dass die Arbeit mit der Umsetzung der neuen Ansätze effektiver ablaufen wird.

Wer das Buch liest, spart sich nicht nur teure Seminare, sondern kann darüber hinaus auf kurzweilige Art etwas über sinnvolles Zeitmanagement lernen.

Verlag: Linde Verlag, www.lindeverlag.de