IPSC weiter auf dem Vormarsch

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Immer mehr Schießsportler begeistern sich für das dynamische IPSC-Schießen, das hierzulande unter dem Dachverband des BDS (dem Bund Deutscher Sportschützen), und nur unter diesem, stattfindet. Das bedeutet im Umkehrschluss zwar, dass jeder, der in Deutschland nach dem Regelwerk der IPSC schießen will, Mitglied im BDS sein muss. Doch stellt die Mitgliedschaft (oder eine Zweitmitgliedschaft) in diesem Verband wohl niemanden vor eine allzu große Hürde. Laut BDS wächst die Zahl der Mitglieder im Bereich IPSC um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr. Das ist eine Menge. Und IPSC-Schützen lassen sich ihren Sport auch gern etwas kosten. Schon der hohe Munitionsverbrauch für das regelmäßig obligatorische Training ist kostenintensiv. Und die zumeist bestens getunten Waffen gibt es auch nicht unbedingt zum Schnäppchenpreis. Die Wenigsten sind dabei von Anfang an so gut, dass sie gleich einen Sponsor finden werden, der sie mit Waffen, Munition und Ausrüstung unterstützt. Wer sich für den IPSC-Schießsport entschieden hat, hat sich also in der Regel entschieden, sich sein Hobby etwas kosten zu lassen: Und das ist neben Zeit auch Geld. 

Grund genug diesen Kundenkreis nicht außen vor zu lassen und IPSC-Ausrüstung und Zubehör ins Sortiment aufzunehmen. Dinge, die jeder IPSC-Schütze braucht, wären Timer, Geschwindigkeitsmessgerät, Schutzbrillen, elektronischer Gehörschutz, Gürtel mit Holster und Magazinhaltern, Speedloader oder auch nur geeignete farbenfrohe Bekleidung, denn Tarn- oder Police-Optik ist in IPSC-Kreisen nicht nur verpönt, sondern sogar verboten. Damit allein ist es aber nicht getan. IPSC zu verkaufen, heißt nämlich auch, sich Fachwissen zu dieser Sportart und ihren Disziplinen anzueignen, um den zahlungskräftigen Kundenkreis kompetent beraten und bedienen zu können. Und das Regelwerk ist komplex und bedingt teils sehr spezifische, modifizierte Waffen. 

Es gibt Disziplinen für Pistolen und Revolver sowie Gewehre und Flinten, jeweils unterteilt in verschiedene sogenannte Divisions. Das gesamte IPSC-Regelwerk hier auch nur annähernd vollständig zu erläutern, würde den Rahmen dieses gesamten Heftes sprengen, weshalb hier nur kurz auf die deutsche Internetpräsenz der IPSC verwiesen sei, wo das komplette deutsche IPSC-Regelwerk zum Download bereitsteht: 

www.ipsc.de 

Die Schießsportdisziplin der International Practical Shooting Confederation, wofür das Kürzel IPSC steht, umschreibt der BDS kurz und bündig mit „sportlichem Bewegungsschießen“ und kürt sie dann sogleich zur Königsdisziplin des Schießsports. Damit hat man sicherlich nicht unrecht, müssen doch von Turnier zu Turnier sich ständig ändernde Parcours absolviert werden. Der Schütze muss hier hochkonzentriert aus verschiedenen Positionen heraus diverse Ziele mit normalerweise großkalibrigen Waffen mit einem gewissen Mindestimpuls unter Beschuss nehmen. Dabei hat er stets die Zeit als wichtigsten Wertungsfaktor sprichwörtlich im Nacken sitzen. Kein Parcours ist wie der andere. Jedes Mal steht der Schütze vor einer neuen, nervenzerreißenden Herausforderung. Das macht diese Art des Wettkampfes nicht zuletzt auch für Zuschauer zu einer spannenden Sache. dg   

www.bdsnet.de

 

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß