Christian Oehlschläger – der Krimi-Förster

DerJagdkrimi-Autor Christian Oehlschläger. © Verlag J. Neumann-Neudamm
DerJagdkrimi-Autor Christian Oehlschläger. © Verlag J. Neumann-Neudamm

 

Christian Oehlschläger, 1954 in Hannover geboren, war mehrere Jahre als forstlicher Berater in Mittel- und Südamerika tätig, bevor er die Bezirksförsterei Burgwedel übernahm.

Er wurde als Autor zahlreicher Beiträge für die Fachpresse und diverser Kurzgeschichtenbände wie „Wildwechsel“ und „Wo Hirsch und Has‘ …“ bekannt. Den großen Durchbruch feierte er mit seinen Kriminalromanen. Sein jüngst erschienener Band „Der Neunwürger“ ist inzwischen der sechste Fall für sein ungleiches Protagonisten-Duo Robert Mendelski und Maike Schnur von der Polizeiinspektion Celle. Die farbig beschriebenen Charaktere erwecken Sympathie, wobei diese jagdlichen Krimis, die durch den Bezug zu realen Orten rund um Celle eine besondere Authentizität bekommen, jeden Leser in ihren Bann ziehen.

 

WM-Intern: Herr Oehlschläger, wann und wie entstand die Idee zu Ihren Jagdkrimis?

Christian Oehlschläger: Als Forststudent in Göttingen begann ich in den Achtzigerjahren Kurzgeschichten zu schreiben. Inspiriert wurde ich durch Erzählungen und Erlebnisberichte, die mir während und insbesondere nach Gesellschaftsjagden beim Lagerfeuer oder Schüsseltreiben zuteilwurden. Dass dabei oft übertrieben oder gar geflunkert wird, also Jägerlatein verzapft wurde, ist kein Geheimnis. Neben lustigen oder kuriosen Begebenheiten wurde mir nicht selten von kriminellen Machenschaften wie Wilddieberei, Holzdiebstahl und dergleichen berichtet, nach dem Motto: Im Wald, da sind die Räuber … Auch Mord und Totschlag kamen in einigen Erzählungen vor. Da diese den Rahmen der Kurzgeschichten sprengten, entstand bei mir die Idee, Jagdkrimis zu schreiben.

 

WM-Intern: Dann haben Ihre Krimis einen wahren Kern?

Christian Oehlschläger: Nein, die Krimis haben keinen realen Kern. Dabei handelt es sich um reine Fiktion. Aber Sie haben recht, meine Kurzgeschichten basieren zuweilen auf wahren Begebenheiten.

 

WM-Intern: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Krimi aus?

Christian Oehlschläger: Ein gelungener Krimi sollte den Leser in erster Linie fesseln. Dazu gehören ein guter Plot, eine nachvollziehbare, logische Geschichte, liebenswerte Ermittler, überraschende Wendungen und ein flüssiger Schreibstil. Die Auflösung des Falls sollte erst auf den letzten Seiten geschehen. 

 

WM-Intern: Was ist das Besondere an Ihren Krimis?

Christian Oehlschläger: Das Besondere an meinen Romanen ist, dass es sich um Wald- und Wiesen-Krimis handelt, die von einem Förster geschrieben werden. Also von einem Fachmann in Sachen Natur, Jagd und Wild. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Daher auch der Spitzname ‚Krimi-Förster‘.

 

WM-Intern: Welche Lesermeinung ist Ihnen am besten im Gedächtnis geblieben?

Christian Oehlschläger: Da hätte ich zwei Beispiele: Zum einen wird mir oft berichtet, dass ich es hinkriege, mit wenigen Worten die Natur und deren Stimmung zu beschreiben. Ich nehme den Leser quasi mit in den Wald, auf die Pirsch, auf einen Hochsitz …

Zum anderen habe ich nach Lesungen folgendes Zitat schon mehrmals von Frauen gehört: „Eigentlich liest mein Mann keine Bücher. Bis auf Ihre. Das letzte hat er in einer Nacht durchgelesen …“   

 

WM-Intern: Wie sieht die Zukunft der Serie aus?

Christian Oehlschläger: Bei Lesungen habe ich stets verkündet, dass es eine Serie von mindestens sieben Kriminalromanen werden soll. Also fehlt noch einer. Dazu der ganz unbescheidene Vergleich: 

Joanne K. Rowling hatte auch sieben Harry-Potter-Bücher geplant. Und jetzt schreibt sie weiter … Schauen wir mal. Ideen und Energie habe ich zum Glück genug. Ein Buch mit Jagdkurzgeschichten wäre aber auch mal wieder an der Reihe. (hb)

 

www.neumann-neudamm.de   

 

Der Neunwürger

Der erste Oehlschläger-Krimi „Der Schwanenhals“ erschien 2005. Im Oktober 2016 erschien der sechste Band „Der Neunwürger“. Die Jagdkrimis von Christian Oehlschläger erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit in einem weiten Leserkreis. Mehrere Bände sind inzwischen erfolgreich in die dritte Auflage gegangen.

 „Der Neunwürger“ 

Hardcover, 400 Seiten

Format: 13,2 x 21 cm

ISBN 978-3-7888-1800-5

 

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Er ist in der Dezember-Ausgabe 2016 in WM-Intern erschienen.