Optik-Hersteller setzen auf digital (2/2)

© Minox
© Minox

 

Die Wildkameraspezialisten von Minox haben zum Frühjahr ihr Sortiment um eine neuen Flagship-Kamera, dem Modell DTC 550, bereichert. Neben einem 5-MP-Sensor, einer Videofunktion in Full-HD und einem leistungsstarken Infrarot-Blitz glänzt die DTC 550 mit einer interessanten Neuerung: einer variabel einstellbaren Zeitrafferfunktion. Dies ist eine filmische Methode zur Beschleunigung der Langzeitaufzeichnung von Bewegungsabläufen. Hierzu zählt beispielsweise die Dokumentation von Baufortschritten, des Pflanzenwachstums etc. Neben der Wildkamera hat Minox noch ein neues Spektiv (MD ZR), zwei Zielfernrohrserien (ZX5 und ZP5) sowie zwei Fernglasserien (BL 8 x 56 HD und BV 8 x 33) auf den Markt gebracht. www.minox.de

© Noblex
© Noblex

Ein Reflexvisier in geschlossener Bauform: Das ist das Docter QuickSight von Noblex. Dabei wird auf die sonst übliche Röhrenkonstruktion verzichtet. Das QuickSight ist speziell für den Einsatz auf Flinten mit ventilierten Schienen entwickelt worden. Die innovative Konstruktion erlaubt eine extrem flache Montage. Mit einer Visierachse von gerade mal 8,5 mm über der Laufschiene ist es das laut Docter am niedrigste bauende Reflexvisier der Welt. Der rote Visierpunkt ist parallaxefrei, so kann sich der Schütze absolut sicher sein, dass dort, wo der rote Punkt zu sehen ist, das Ziel getroffen wird.

www.docter-germany.de 

www.waimex.com

www.dschulnigg.at

www.waffenmarkt.ch

© Opticron
© Opticron

Die Firma Opticron bringt ein neues Spektiv mit Bildstabilisator auf den Markt, das MMS 160. Diese als Reisespektiv konzipierte Optik bietet Nutzern die Möglichkeit, Naturbeobachtungen aus der Entfernung bei hoher Vergrößerung mit nur einem Handgerät durchzuführen. Der Bildstabilisator gleicht bei Vergrößerung größer als zehnfach das Bildwackeln und Händezittern aus. Das Ergebnis ist ein stabiles, klares Bild. Das MMS 160 ist ideal für unterwegs, wenn kein Stativ mitgenommen werden kann oder es schnell gehen soll und es zu lange dauern würde, Stativ und Spektiv aufzubauen. Der Bildstabilisator lässt sich einfach ein- und ausschalten, das Gehäuse ist spritzwassergeschützt.

www.opticron.co.uk

www.vendemos.eu

© Schmidt und Bender
© Schmidt und Bender

Für viele seiner PM II-Optiken hat Schmidt + Bender mehrere Neuerungen im Programm, so zum Beispiel ein neues Absehen, das LRR-MIL. Es besteht aus einem ultrafeinen, freistehenden Punkt mit einer Abdeckung von 1,6 cm auf 1.000 Metern. Außerdem gibt es eine erweiterte Version der Multi-Turn-Absehenverstellung als „Multi Turn II“. Diese zeigt die Umdrehungsposition der Höhenverstellung klar sowohl durch Zahlenwerte als auch fühlbar durch haptische Indikatoren an. Klickwerte in 0,5 cm (0.05 mrad) erlauben feineres Nullen und größere Präzision bei Schüssen auf lange Distanz. Auch der neue „Throw Lever“ lässt sich für einen noch schnelleren Vergrößerungswechsel nachträglich auf verschiedenen PM II-Modellen anbringen. Er dient zusätzlich als visueller Indikator für die Vergrößerungsstufe. www.schmidt-bender.de

© Simbatec
© Simbatec

Mit der Marke Lensolux bietet Simbatec aus Solingen schon seit vielen Jahren qualitativ hochwertige Optiken an. Neu in der Familie der Grand Serie sind jetzt die ED+Weitwinkel-Ferngläser. Die verbauten Linsen sind mit einer dialektischen Beschichtung bearbeitet. Die offene Brücke ermöglicht, dass das Fernglas bequem mit einer Hand gehalten und gleichzeitig bedient werden kann. Ergonomisch geformte Daumenmulden und eine robuste Gummiarmierung mit griffiger Struktur erhöhen das bequeme Handling. 

Seit Anfang des Jahres tragen die Lensolux-Optiken ein unverwechselbares Merkmal: ein Emblem mit einem stilisierten Luchskopf, um den Markennamen Lensolux zu visualisieren. Man soll also mit den Optiken sprichwörtlich „wie ein Luchs“ sehen können. www.simbatec.de

© Swarovski
© Swarovski

Im neuen dS-Zielfernrohr integriert Swarovski Optik digitale Intelligenz, denn diese Optik zeigt neben dem korrekten Haltepunkt die wichtigsten ballistischen Informationen ablenkungsfrei und in Echtzeit im Head-up-Display an. Der korrekte Haltepunkt wird sofort und automatisch eingeblendet. Dafür misst das dS die exakte Entfernung per Knopfdruck unter Miteinbeziehung der eingestellten Vergrößerung, des Luftdrucks, der Temperatur und des Winkels. Für die Berechnung werden außerdem die individuellen ballistischen Daten der persönlichen Waffen-Munitions-Kombination verwendet, die beim Einschießen ermittelt wurden. Die Abstände der Windmarken ergeben sich aus der gemessenen Distanz, den eingestellten Windstärken und den ballistischen Werten. Durch die Vernetzung von Smartphone und Zielfernrohr können Einstellungen bequem über eine App vorgenommen werden. www.swarovskioptik.com

 

© Vixen
© Vixen

Vixen hat ein Zielfernrohr für die Jagd in den weiten Steppen Afrikas entworfen, das Artes 5-30 x 56 ED, ein Spezialist für Ziele auf 1.000 Meter und darüber hinaus. Vixen spendierte dem Artes einen Mittelrohrdurchmesser von 34 mm, um ausreichend Platz für einen großen Verstellweg zu haben (100 MOA für Höhen- und Seitenverstellung). In der Wüste zu schießen bedeutet oft, sich in einer von Beige- und Rottönen dominierten Umgebung zu befinden. Ein Rot-Punkt ist hier nicht unbedingt die beste Lösung. Beim Artes 5 sind daher der Punkt beziehungsweise das Kreuz (je nach Modell) zwischen Rot und Grün umschaltbar.

www.vixen-europe.de

www.bilora.de

Die Autorin dieses Artikels ist Adina Lietz (ali).

Er ist in der Juni-Ausgabe 2017 in WM-Intern erschienen.