Zubehör für Ferngläser und Zielfernrohre

© AKAH, © Hornady, © Niggeloh
© AKAH, © Hornady, © Niggeloh

Optische Produkte wie Zielfernrohre, Ferngläser und Spektive sind teure und hochempfindliche Präzisionsgeräte. Ein beschädigtes Coating oder gar ein Kratzer im Glas sind nicht nur ärgerlich, sondern beeinträchtigen auch die Leistung ganz maßgeblich. Durch einen Sturz können sich die Linsen im Innern lösen – und sei es nur um einen Bruchteil eines Millimeters, schon ist die ganze schöne Lichtberechnung dahin. Daher gibt es von der Optik-Herstellern auch jede Menge nützliches Zubehör, das die guten Stücke vor allem schützen soll. 

 

Hüllen und Cases

Wenn es um den Schutz vor äußeren Einflüssen geht, hat der Schütze oder Naturbeobachter die Qual der Wahl. Fast jeder Hersteller hat mehrere Produkte im Portfolio, sie unterscheiden sich vor allem im Material. So gibt es von AKAH Zielfernrohrköcher aus Leder, eine dicke Filzpolsterung am Boden und im Deckel sorgt für zusätzlichen Schutz des wertvollen Inhalts. Neben dem Lederköcher bietet AKAH auch noch eine Zielfernrohrtasche aus braunem Pischl-Loden mit Einfassungen aus Elch-leder. Die Tasche hat einen langen Reißverschluss und ist dick wattiert. 

Wie von Niggeloh gewohnt, ist hier das hausintern bevorzugte Material Neopren verwendet worden, und zwar in Verbindung mit einem speziellen bi-elastischen Obermaterial, das besonders strapazierfähig sein soll. Auch die Zielfernrohrabdeckungen von Leupold und Hornady setzen auf dämpfendes Neopren.

Für die empfindlichen Oberflächen der Linsen macht es Sinn, die Optik mit Schutzkappen zu versehen, zum Beispiel von Schmidt+Bender, Swarovski Optik, Nikon oder Zeiss. Die Alumina-Kappen von Leupold bestehen aus präzisionsgefertigtem Aluminium.

© Niggeloh
© Niggeloh

 

Am Hals und vor der Brust

Die mitgelieferten Gurte von Ferngläsern sind nicht immer jedermanns Sache. Besonders breite und gut gepolsterte Riemen gibt es zum Nachrüsten von vielen Herstellern. Wenn es weniger um die Polsterung geht als darum, das Baumeln des Glases vor der Brust zu verhindern, empfiehlt sich eine Art Halfter, zum Beispiel von Leupold (Go Afield) oder von Hornady (Bino Harness). Auch für Leute, die ihr Fernglas lieber seitlich tragen, gibt es eine Lösung: den Vario-Gurt von Niggeloh. Die Fernglastasche Bino Pouch von Hornady kann ebenfalls seitlich getragen werden. Der Schwimmtrageriemen von Swarovski soll das Versinken des Fernglases bremsen, falls es ins Wasser fällt.

© Swarovski
© Swarovski

 

 

Entspannter schauen

Verschiedene Aufsätze für Okulare können den Blick durch eine Optik deutlich angenehmer machen, wie beispielsweise das neue BTX Okularmodul von Swarovski für Spektive. Mit seiner Hilfe lässt sich ein Spektiv mit beiden Augen gleichzeitig nutzen wie ein Fernglas. Eine integrierte Stirnstütze ermöglicht langen, entspannten Beobachtungskomfort.

© Leupold
© Leupold

Apropos Spektive: Durch spezielle Zwischenringe, Extender genannt, lässt sich die Brennweite verlängern. Extender werden zwischen dem Objektiv- und dem Okularmodul mithilfe eines Bajonettverschlusses eingesetzt, zum Beispiel von Leica.

Spektive werden grundsätzlich auf Stativen verwendet – aber wie sieht es mit Ferngläsern aus? Auch diese lassen sich auf Stative setzen. Dafür benötigt man einen Stativadapter, zum Beispiel von Leupold oder Swarovski. Dieser wird mit dem Fernglas verschraubt. Mehr Flexibilität (bei weniger Stabilität) bietet eine Fernglas-Stativhalterung mit Klettverschluss, ebenfalls von Leupold. 

Auf Zielfernrohrokulare lassen sich Lichtschutzblenden anbringen, zum Beispiel von Sutter oder die Leupold-Serie Alumina, die dabei helfen, Reflektionen und unerwünschtes Streulicht zu verhindern. Nebenbei können sie, je nach Modell, bei rückstoßstarken Waffen auch als Verletzungsschutz dienen.

© Schmidt und Bender
© Schmidt und Bender

 

 

 

 

Reinigung und Pflege

Für die sachgemäße Reinigung der empfindlichen Linsen – egal welcher Optik – bieten die Hersteller spezielle Reinigungs-Sets an, zum Beispiel Swarovski und Schmidt+Bender. Enthalten sind Reinigungstücher, -pinsel und -flüssigkeit sowie ein Mikrofasertuch.

Die Autorin dieses Artikels ist Adina Lietz (ali).

Er ist in der Juni-Ausgabe 2017 in WM-Intern erschienen.