Schützenhilfe für Büchsenmacher-Azubis

Die neuen Büchsenmachergesellen der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure in Suhl. In der Mitte: VDB-Geschäftsführer Ingo Meinhard und Schulleiterin Ina Stade. © Umarex
Die neuen Büchsenmachergesellen der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure in Suhl. In der Mitte: VDB-Geschäftsführer Ingo Meinhard und Schulleiterin Ina Stade. © Umarex

 

Eine Delegation von 24 leitenden Angestellten des Ulmer Waffenfabrikanten Carl Walther reiste am letzten Juni-Wochenende nach Suhl, um gleich mehrere Termine wahrzunehmen: eine mehrstündige Strategietagung zur Planung der nächsten Monate stand an, ebenso aber auch das Anfeuern der mit Walther-Sportwaffen ausgestatteten Sportler auf der Doppelweltmeisterschaft Target Sprint sowie Gewehr und Pistole nach olympischen Regeln (für beide Veranstaltungen war Walther neben RWS Hauptsponsor).

Walther-Geschäftsführer Alexander Lenert brachte aus Ulm konkrete Ideen mit: Bei der Freisprechung der frischgebackenen Gesellen in der Suhler Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure am letzten Schultag kündigte er gemeinsam mit Wulf-Heinz Pflaumer an, künftig „Schützenhilfe“ für die Büchsenmacher-Ausbildung zu leisten. Denn auch in der industriellen Fertigung werden Kenntnisse des alten Handwerks benötigt, und einige Suhler Absolventen arbeiten heute schon mit Erfolg im Konzern. Angedacht ist etwa, Praktikumsplätze samt Unterbringung in den Werken Ulm oder Arnsberg anzubieten. Ingo Meinhard, der Geschäftsführer des Verbandes der Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V. (VDB), hielt die Laudatio auf die neuen Büchsenmacher, und auch Schulleiterin Ina Stade freute sich über die künftige Kooperation mit Walther und Umarex.

Die Walther-Delegation vor der Alten Beschussanstalt in Zella-Mehlis. © Umarex
Die Walther-Delegation vor der Alten Beschussanstalt in Zella-Mehlis. © Umarex

Ingo Meinhard stellt nach der Veranstaltung fest: „Es ist schade, dass das Land Thüringen die Berufsfachschule nicht wertschätzt. Am Schulgebäude sieht man den Investitionsstau der vergangenen Jahre. Das zweitälteste Gewerbe der Welt, die Büchsenmacherei, ist auch in der heutigen Zeit unverzichtbar – trotz Industriealisierung. Denn der Büchsenmacher hat das Verständnis und die Kenntnisse der unterschiedlichen Gewerke, die in diesem traditionellen Beruf gelehrt werden.

Positiv zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen wieder ansteigt.

Gerade in der heutigen Zeit ist unser Berufszweig sehr wichtig. Neben dem zivilen Bereich ist jedoch auch der Behördenbereich immer wichtiger. Denn ohne Waffen keine Sicherheit durch Polizei. Mein Fazit: Der VDB ist froh, dass in der Waffenstadt Suhl heute noch Büchsenmacher ausgebildet werden. Dem VDB ist der Nachwuchs – gerade im Handwerk – sehr wichtig, denn der Generationenwechsel verlangt nach neuen, jungen Menschen!“ cj

www.vdb-waffen.de 

www.carl-walther.de

www.umarex.de