Rund um den Hund – Ein riesiger Markt.

© Trixie, © Kerbl, © Hunter Stripes, © Nobby
© Trixie, © Kerbl, © Hunter Stripes, © Nobby

Die Zeiten, als der Jagdhund mit der Gerte erzogen wurde, ausschließlich im Zwinger lebte und Küchenabfälle sowie die unattraktiven Reste der erjagten Beute bekam, sind vorbei. Der moderne Vierläufer von heute wird nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen ausgebildet, lebt in der Familie (zumindest zeitweise) und frisst Spezialfutter für den aktiven Jagdhund. Das mag man persönlich gut oder schlecht finden – so oder so erschließt es einem pfiffigen Geschäftsmann wunderbare Umsatzmöglichkeiten.

 

Was so ein Vierbeiner nicht alles braucht! Fangen wir ganz profan beim Napf an: Mindestens zwei benötigt der Hundehalter, einen natürlich für das Futter, einen für das Wasser. Vielleicht noch einen für den Garten? Oder darf es auch noch ein Reisenapf für unterwegs sein? Der ist ziemlich praktisch, wenn man auf trockenem Gelände bei warmen Temperaturen unterwegs ist. Unter den Napf im Haus gehört eine Napfunterlage, damit das danebenspritzende Wasser den Boden nicht verschandelt. Für Hunde mit besonders langen Behängen, wie manche Schweißhunderasse, gibt es spezielle Näpfe mit hohem Rand. So können die Ohren nicht mehr ins Fressen fallen. Bei bekennenden Gierschlünden wie Retrievern kann man mit einer Schüssel mit Erhebungen am Napfgrund die Fressgeschwindigkeit etwas reduzieren.

Für unterwegs hat sich die Charlybox bewährt. Ein Kanister frisches Wasser und ein zweigeteilter Napf – platzsparend und gut zu säubern.

 

Dann natürlich das Futter – oh weh, da tut sich ein ganzes Universum auf. Hier den Überblick zu behalten, fällt selbst Experten schwer. Konzentrieren Sie sich daher am besten auf Marken, die sich den Jagdhund als Zielgruppe gesucht haben, zum Beispiel AKAH [Natur vital], Westho (WM-Intern 05/2017), Hubertus Gold oder Josera. Mehr sprengt vermutlich ohnehin die Lagerkapazitäten. Apropos Lagerung: „Grundsätzlich sollte Hundefutter an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden“, erklärt Claudia Houben, Tierärztin bei Mars Petcare. Dies gilt sowohl für die Lagerung der verschlossenen Säcke und Dosen als auch für das geöffnete Produkt, das der Käufer bei sich aufbewahrt. Ihr Tipp an Ihre Kunden: Angebrochenes Dosenfutter gehört in den Kühlschrank.

 

Auch andere Produkte für den Hund benötigen viel Lagerplatz, so zum Beispiel Liegeplätze: Von der simplen Decke über kuschelige Kissen bis zur dicken Matratze mit Umrandung und noch viel mehr lässt das Angebot keine Wünsche offen. Hier allen gerecht zu werden, schafft nicht einmal der größte Fressnapf-Markt, weshalb in diesem Bereich das Online-Geschäft boomt. Aber vielleicht haben Sie ja einen Distributionspartner wie AKAH oder Hunter, sodass Sie auf deren Produkte zurückgreifen können, um ein paar Stücke präsentieren zu können.

© Die Flechtwerkstatt
© Die Flechtwerkstatt

Halsungen und Leinen nehmen zum Glück nicht so viel Platz weg. Besonders beliebt sind bereits seit ein paar Jahren Produkte aus dem synthetischen Material Biothane (WM-Intern 3/2015), perfekt für die Arbeit bei jedem Wetter. Und wenn es für einen repräsentativen Anlass etwas schicker sein darf, geht der Trend zu sorgfältig geflochtenen Leder- und Tauprodukten, zum Beispiel von Die Flechtwerkstatt. 

 

Auch vor unseren Vierläufern macht die Technik nicht halt, wobei neben jeder Menge Spielereien wie Kameras, die sich auf den Hund schnallen lassen, auch sinnvolles Zubehör wie Ortungsgeräte auf dem Markt sind. Die Funk-Klassiker von Garmin bekommen in letzter Zeit immer mehr Konkurrenz von kleinen GPS-Sendern, beispielsweise von der Firma Tractive (WM-Intern 12/2015).

 

Vor so manchem müssen wir unsere Hunde schützen: wilde Schweine, wilde Autofahrer … Letztere werden im Dunkeln besser auf den Vierbeiner aufmerksam, wenn er etwas Leuchtendes (WM-Intern 10/2015) trägt, zum Beispiel ein per USB-Kabel aufladbares Leuchthalsband von Karlie. Reflektierende Halsungen, Leibchen und Leinen gibt es von fast allen Herstellern. Schutzwesten für die Drückjagd sind ein sehr spezielles Thema. Wenn Sie jemanden im Laden haben, der sich richtig gut damit auskennt – super! Ansonsten sollten Sie dieses Feld lieber den Profis überlassen.

 

© AKAH
© AKAH
© Adina Lietz
© Adina Lietz

Infos und Bezugsquellen

Die Autorin dieses Artikels ist Adina Lietz (ali).

Er ist in der Oktober-Ausgabe 2017 in WM-Intern erschienen.