The Heat Is On – der LTO-Tracker von Leupold

© Leupold
© Leupold

Wie Unsichtbares sichtbar wird.

 

Es ist noch dunkel, als ich, die Waffe geschultert, langsam und leise auf meinen Hochsitz zuschlendere. Noch bevor die Sonne aufgeht, möchte ich ansitzen, zuschauen, wie die Welt erwacht, und im Idealfall auch schmackhaftes Wildbret mit nach Hause bringen.

 

Zwischen mir und dem Sitz liegt ein rund 300 Meter langes Feld, auf dem sich manchmal Rehe niedertun. Ich bleibe stehen, greife in meine Tasche und ziehe ein kleines, handliches Gerät hervor: den LTO-Tracker, ein Wärmebildgerät aus dem Hause Leupold. Er zeigt mir Wärmequellen in der Umgebung, die im Dunkeln mit dem Auge nicht sichtbar sind. Ich scanne das Feld, registriere eine Wärmequelle links vor mir, zoome heran und erkenne das unverwechselbare Hoppeln eines Feldhasen. Ansonsten ist das Feld leer und ich kann, ohne irgendetwas aufzuschrecken oder zu stören, meinen Weg zum Hochsitz fortsetzen.

Eins gleich vorweg: Kunden, die noch auf 400 Meter im Wald Frischlinge zählen wollen, müssen wohl oder übel auf ein Wärmebildgerät der Preisklasse jenseits der 5.000 Euro zurückgreifen, die Einsatzgebiete des LTO-Trackers liegen woanders. Die Hauptanwendungsbereiche des Leupold LTO für die Jagd liegen vor allem im Aufklären von Flächen beim Auf- oder Abbaumen im Dunkeln, wenn eine Beobachtung mit herkömmlichen optischen Mitteln noch nicht oder nicht mehr möglich ist, sowie nach dem Schuss bei etwaigem Nachsuchen und Finden des Wildkörpers in einer Dickung. Mir leistet der LTO-Tracker besonders bei der Raubwildbejagung auf Wiesen und auf abgeernteten Maisfeldern wertvolle Dienste. Auf bis zu 500 Meter kann ich damit Wärmequellen erkennen, auf eine Entfernung von rund 100 Metern ist es möglich, Wildarten einwandfrei anzusprechen, zu identifizieren, (bei ausreichend Mondlicht) heranzulocken und zu erlegen. Die geringe Größe und das niedrige Gewicht des LTO-Trackers machen ihn darüber hinaus zu einem stets griffbereiten Begleiter.

Bei sechs verschiedenen Farbmodi (grün, rot, weiß, schwarz, Hi-weiß und Hi-schwarz) findet eigentlich jeder seine favorisierte Einstellung, darüber hinaus verfügt der LTO-Tracker über sechs Zoom-Stufen, die ein schnelles Umschalten vom „Scan-Modus“ (1–2-fache Vergrößerung) in den „Identifikationsmodus“ (3-fache Vergrößerung und höher) ermöglichen.

Ein Vorteil des Leupold LTO gegenüber anderen Geräten dieser Preisklasse ist die Größe und Positionierung des Displays, beides zusammen ermöglicht, dass man nur mit einem Auge beobachtet und damit die Nachtsichtfähigkeit des anderen Auges schont. 

Fazit: Im Preissegment unter 1.000 Euro leistet der LTO-Tracker von Leupold ganz hervorragende Arbeit. Wer ein kleines, leistungsstarkes und robustes Wärmebildgerät sucht, findet in ihm einen zuverlässigen Begleiter auf der Jagd, aber auch im privaten Bereich. 

www.leupold.com

Der Autor

© Magnus Pelz
© Magnus Pelz

Magnus Pelz ist Jäger, Autor, Globetrotter und Filmemacher. Als freier Journalist und Miteigentümer von HuntInMotion ist er jagdlich gleichermaßen in Amerika, Afrika und Europa zu Hause. Sein Steckenpferd ist die Ruflockjagd auf Raubwild aller Kontinente.