Heute schon an morgen denken

© Viavesto
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Nachhaltigkeit gilt als Trend der Zukunft und ist für viele Unternehmen inzwischen ein Thema. Ein glaubhaftes Umwelt- und Sozialengagement schafft Vertrauen bei Verbrauchern und ist von Vorteil gegenüber dem Mitbewerb. Firmenintern spart nachhaltiges Handeln Kosten und trägt zur Mitarbeiterzufriedenheit bei.

 

Nachfolgend drei Unternehmen, die eine Vorreiterrolle einnehmen:

Made in Portugal! viavesto konfektioniert bereits seit Frühling 2015 seine Reise- und Abenteuerbekleidung in der eigenen Näherei. Jüngst hat der Hersteller aus dem hessischen Mücke die firmeneigene Produktion in Portugal erweitert: Die Fläche wurde auf 300 Quadratmeter verdoppelt und die Stammbelegschaft auf zwölf Näherinnen aufgestockt. Alle zwei Wochen geht eine Lieferung ins Lager nach Deutschland, von wo aus viavesto seine Fachhändler bedient. Das Unternehmen arbeitet zu 90 Prozent auf Nachorderbasis.

„Anders als in der Lohnkonfektion fertigt unsere Näherei ausschließlich unsere eigenen Produkte. Das garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität. Zudem haben wir hier in Europa wunderbar kurze Wege. So sind wir extrem reaktionsfähig“, erklärt Miguel Budde Ferreira, Gründer und Geschäftsführer von viavesto. www.viavesto.com

© Oslo
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Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung standen schon immer im Herzen der Unternehmenskultur von Odlo, der Schweizer Marke mit norwegischen Wurzeln. Nun konnte der Hersteller von Performance-Sportbekleidung die gemeinnützige Schweizer Initiative myclimate als Partner gewinnen. Die Non-Profit-Organisation setzt sich seit Jahren für Klimaschutzprojekte in der ganzen Welt ein und fördert die Entwicklung nachhaltiger Projekte höchster Qualität. Mit ihrer Zusammenarbeit wollen Odlo und myclimate durch Beratungs- und Bildungsangebote sowie gezielte Klimaschutzprojekte die Zukunft der Welt aktiv mitgestalten. Da sich Odlo dazu verpflichtet, die bei der Produktion der Ceramicool-Linie erzeugten Treibhausgas-Emissionen im Rahmen des kommunalen Wiederaufforstungsprojekts gänzlich zu kompensieren, können die Produkte als klimaneutral bezeichnet werden. 

www.odlo.com

© denimexpert
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Mostafiz Uddin, Geschäftsführer des Bekleidungsherstellers Denim Expert Ltd., setzt sich für Nachhaltigkeit und soziale Standards in Bangladesch ein. Seine Vision ist, durch wirtschaftliches Wachstum und bessere Arbeitsbedingungen den Lebensstandard der Menschen in Bangladesch zu erhöhen und Bangladesch zum Zentrum der weltweiten Jeansproduktion zu machen. So hat er in seinem eigenen Unternehmen eine Reihe wirkungsvoller Maßnahmen eingeführt, um den eigenen Wasserverbrauch zu reduzieren und das verbrauchte Wasser aufzubereiten und zu recyceln. Sie können als Blaupause dafür dienen, wie Bangladesch, der zweitgrößte Textilexporteur der Welt, gleichzeitig Weltmarktführer in nachhaltiger Kleidungsproduktion werden kann. Dazu gehören das Auffangen von Regenwasser, kein Freiwerden gefährlicher Chemikalien, eine Abwasser-Kläranlage, die Verwendung des Abwassers in den PP-Spritzkabinen, der Waschvorgang nach Stoffgewicht, die Errechnung des optimalen Material-Flüssigkeits-Verhältnisses, die Reduktion des Spülwassers, der Einsatz von multi-funktionalen Chemikalien, Waschmaschinen der neusten Modellreihe, die direkte, wasserlose Injektion des Weichmachers sowie Trainings für das Personal. 

www.denimexpert.com

Die Autorin dieses Artikels ist Anna Kaufmann (ak).

Er ist in der Dezember-Ausgabe 2017 in WM-Intern erschienen.