Hohe Nachfrage bei Frankonia zur Schalldämpfermontage

Das Gewinde wird in Handarbeit in den Lauf gefräst. © Frankonia
Das Gewinde wird in Handarbeit in den Lauf gefräst. © Frankonia

Dass Jäger immer mehr auf ihr Gehör achten, ist schon seit über zehn Jahren Trend. Nicht nur zur Schallreduktion, sondern auch für den wärmenden Nebeneffekt für die Ohren tragen immer mehr Jäger einen elektronischen Gehörschutz. Immer mehr Jäger lassen sich aber auch Schalldämpfer auf ihre Waffen montieren, um nicht nur ihr eigenes Gehör, sondern auch das Gehör von Mitjägern, Hunden und Treibern zu schützen. Denn großkalibrige Jagdwaffen erreichen einen Schalldruckpegel von bis zu 160 Dezibel. Genug, um selbst bei kurzer Belastung irreparable Schäden des Gehörs zu verursachen. 

 

In der Büchsenmacherwerkstatt der Frankonia ist dieser Trend spürbar. Die Nachfrage in den 23 Filialen ist enorm und etliche jagdlich geführte Repetierbüchsen, Kipplaufbüchsen, sogar Stutzen und einige Selbstladebüchsen werden in der zentralen Büchsenmacherwerkstatt zur Schalldämpfermontage angeliefert. Bayern hat als erstes Bundesland 2015 einen flächendeckenden Einsatz von Schalldämpfern ermöglicht, inzwischen haben andere Bundesländer nachgezogen. 

„Die Reduktion des Mündungsknalls bei Verwendung eines Schalldämpfers liegt je nach Kaliber und Lauflänge im Bereich zwischen 18 und 35 dB“, so Büchsenmacher Sebastian Baier. Das empfinden die meisten Jäger als sehr angenehm, denn auch der Rückschlag und das Mündungsfeuer beim Schießen mit dem Schalldämpfer werden verringert und der Kugelschlag sowie das Zeichnen des Wildes können besser verfolgt werden. 

Ein aufgeschnittenes Modell zeigt das Innere eines Schalldämpfers der Marke Jaki. © Frankonia
Ein aufgeschnittenes Modell zeigt das Innere eines Schalldämpfers der Marke Jaki. © Frankonia

Wer plant, einen Schalldämpfer auf seine Waffe montieren zu lassen, sollte sich diesen zunächst bei seiner unteren Jagdbehörde genehmigen lassen. Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Schalldämpfer sind im waffenrechtlichen Erlaubnisverfahren der zugehörigen Waffe gleichgestellt (WaffG, Anlage 1, Ziffer 1.3 in Verbindung mit §4 und §10 Abs.1), daher ist ein Eintrag in die Waffenbesitzkarte erforderlich. 

Sobald die Waffe beim Büchsenmacher ist, wird zunächst der Mündungsdurchmesser gemessen, der dann das Mündungsgewinde und den Schalldämpfer bestimmt. „Wir raten den Kunden, den Gewindedurchmesser ca. 1,5 mm kleiner als den Mündungsdurchmesser zu wählen, um eine entsprechend große Anlagefläche zu schaffen, damit die Zentrierung des Schalldämpfers gewährleistet wird“, sagt Baier. Das Gewinde muss zentrisch zur Laufseelenachse und nicht zur Laufaußenkontur sein und wird in Handarbeit an der Drehmaschine angebracht. Frankonia-Bestseller ist der Overbarrel-Schalldämpfer Jaki Semi Classic.

Bei der Montage von Schalldämpfern auf Selbstladebüchsen kann es, insbesondere bei Waffen mit Rollenverschluss und Gasdruckladern ohne verstellbare Gasabnahme, zu Störungen kommen. In diesen Fällen beraten die Büchsenmacher der Frankonia die Kunden individuell. Die Preise richten sich nach dem Umfang der Anpassungsarbeiten, darunter fallen Laufkürzung, Versetzen des Kornträgers und erneutes Einschießen oder die Neuanbringung der Montagebasen. 

www.frankonia.de