Nikon: Entfernungsmessung mit Bildstabilisator

© Nikon
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In seinen Laserentfernungsmesser Monarch 3000 Stabilized hat Nikon einen Bildstabilisator eingebaut. Christian Reding, Produktmanager Sport Optics bei der Nikon GmbH, beantwortete WM-Intern-Redakteurin Adina Lietz einige Fragen zu diesem innovativen Produkt.

 

WM-Intern: Das Vorgängermodell des Monarch 3000 Stabilized, der Monarch 7i VR, ist ja noch gar nicht lange auf dem Markt. Warum haben Sie so schnell eine überarbeitete Version nachgeschoben?

Nikon: Die Produktentwicklungszyklen können natürlich über den Zeitverlauf variieren. Das neue Modell konnte nun deutlich kompakter und mit einer noch größeren Messreichweite realisiert werden.

 

WM-Intern: Was ist der größte Vorteil des 3000 zum 7i VR?

Nikon: Die Stärke des Monarch 3000 ist die Kombination einer Reihe von Optimierungen. Besonders sticht aber sicher die deutlich größere Messdistanz von nunmehr bis zu rund 2.740 Metern gegenüber rund 915 Metern beim 7i VR heraus.

 

WM-Intern: Warum heißt der neue Entfernungsmesser völlig anders als das Vorgängermodell? Wofür steht die Zahl 3000?

Nikon: Unsere Marktforschung hat ergeben, dass die Abkürzung „VR“ zwar bei den Nikon-Fotografen weitläufig bekannt ist, nicht aber bei allen Nutzern von Distanzmessgeräten. Deshalb wurde die Abkürzung „VR“ (für Vibration Reduction) vom Begriff „Stabilized“ abgelöst, um den großen Vorteil der Stabilisierung noch deutlicher und für alle verständlich hervorzuheben. Die Zahl 3000 steht für die unter optimalen Testbedingungen maximal erreichbare Messdistanz von bis zu 3.000 Yards (ca. 2.740 Meter).

© Nikon
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WM-Intern: Stammt die Bildstabilisationstechnologie aus dem Nikon-Fotobereich?

Nikon: Die Stabilisationstechnologie stammt aus dem Hause Nikon, wobei die langjährige Erfahrung im Bereich der Objektivkonstruktion natürlich ein hervorragendes Fundament ist.

 

WM-Intern: Ist der Einsatz dieser Technologie eventuell in Zukunft auch für jagdliche Ferngläser angedacht?

Nikon: Zu zukünftigen Produkten können wir leider keine Aussagen machen. Tatsächlich ist die Stabilisierung bei einem Fernglas aber grundsätzlich aufwendiger als bei einem Monokular.

 

WM-Intern: Waren Sie mit dem Monarch 3000 Stabilized schon einmal auf Jagd oder haben es beim Wandern ausprobiert? Wenn ja, was war dabei für Sie das herausstechende Merkmal?

Nikon: Beobachtungen durch ein Spektiv mit sechsfacher Vergrößerung ohne Stativ scheinen ein sehr einfaches Vorhaben zu sein. Wie stark man dabei zittert, wird einem erst bewusst, wenn man den Monarch 3000 Stabilized verwendet! Plötzlich bleibt der Bildausschnitt stabil und die Beobachtungen scheinen für das Auge viel weniger ermüdend zu sein. Dass das Gerät nun durch die Hyper-Read-Technologie blitzschnell auch noch eine akkurate Distanzmessung anbietet, wird da manchmal fast schon zur Nebensache.

 

WM-Intern: Herr Reding, vielen Dank für das Interview.

 

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Dieses Interview führte unsere Autorin Adina Lietz (ali).

Er ist in der Juni-Ausgabe 2018 in WM-Intern erschienen.