Umstrukturierung bei EAW

© EAW
© EAW

Beim Zielfernrohrmontagenhersteller Ernst Apel GmbH (EAW) hat es im November einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben: Michael Apel, der das Unternehmen lange geleitet hat, ging zum 31.10.2018 in den Ruhestand. Sein Nachfolger heißt Manuel Muth. Er ist seit 2016 als Geschäftsführer im Unternehmen tätig und hat damals den langjährigen Geschäftsführer Markus Apel ersetzt.

Der 42-jährige Muth hat Maschinenbau mit Fachrichtung Waffentechnik studiert und bringt Erfahrung aus den Bereichen Unternehmensführung, Qualitätsmanagement, Waffentechnik, Beratung und Behördengeschäft mit, außerdem ist er Jäger und Sportschütze. Seiner neuen Aufgabe sieht er optimistisch entgegen: „Ich freue mich darauf, die Philosophie der Familie Apel in Bezug auf Qualität und Kundenzufriedenheit weiter zu leben und die Arbeit im Sinne meiner Vorgänger fortführen zu dürfen. Ich sehe meine Aufgabe darin, die hervorragende technische Kompetenz des Unternehmens weiterzuentwickeln, um dadurch das Fundament für die Zukunft zu legen. Ich danke der Familie Apel für das Vertrauen in meine Person und hoffe, dass unsere Vertriebspartner und Kunden mir das gleiche Vertrauen entgegenbringen werden!“

Bedingt durch Umsatzrückgänge im Ausland befindet sich die EAW derzeit in einem Insolvenzverfahren, das die Bendel Insolvenzverwaltung AG aus Würzburg betreut. Ein umfänglicher Sanierungsplan ist schon ausgearbeitet worden und bietet sehr gute Chancen auf Erfolg. „Der Geschäftsbetrieb der EAW wird auch im eröffneten Insolvenzverfahren uneingeschränkt fortgeführt. Wir sind zuversichtlich, die im Rahmen der Unternehmensplanung erarbeiteten Effizienzsteigerungen umsetzen zu können und weitere Kosten­-

einsparpotenziale in den kommenden Wochen und Monaten aufzudecken, sodass die Ernst Apel GmbH mittel- und langfristig in eine wirtschaftlich gesunde Zukunft blicken kann“, so Kornelius Klatt, Vorstand der Bendel Insolvenzverwaltung AG, Würzburg.

Auf dem Kernmarkt Deutschland sind die Verkaufszahlen stabil, dafür bedankt sich das Unternehmen bei seinen Vertriebspartnern, Büchsenmachern, Waffenfachhändlern und treuen Kunden.

Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die EAW in einem ganzheitlichen Umstrukturierungsprozess um interne und externe Prozesse zu optimieren, dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Lieferfähigkeit an die Kunden gewohnt schnell vonstattengeht. Es wird um Verständnis gebeten, wenn es im Ausnahmefall zu minimalen Verzögerungen kommen sollte.

Für die Zukunft plant das Unternehmen neue Produktlinien und Servicekonzepte. Die derzeitigen Kundenbeziehungen sollen verstärkt werden, indem der direkte Kontakt zu den Büchsenmachern, Waffenfachhändlern und Endkunden ausgebaut wird. cj

www.eaw.de