Jagderinnerungen konservieren

Schuss- und Jagdtagebuch – Erinnerungen auf Papier. © Anna Kaufmann
Schuss- und Jagdtagebuch – Erinnerungen auf Papier. © Anna Kaufmann

Jeder Jagdtag an sich ist ein Erlebnis, ganz gleich, ob er von Erfolg gekrönt ist oder nicht. Dabei gibt es prinzipiell unzählige Möglichkeiten, jenen Erfolg und die unvergessliche Erinnerung, die unabweislich dazugehört, festzuhalten.

 

Die einfachste und persönlichste Form, Jagderinnerungen zu konservieren, ist das Führen eines Jagdtagebuches, egal ob klassisch auf Papier oder digital. Hier kann alles festgehalten werden: jeder Reviergang, jeder Anblick, jede Erlegung. In den geschriebenen Worten spiegelt sich die Erfahrung und Wahrnehmung des Schreibers wider. 

Im Zeitalter der Smartphones ist es leicht – sofern die Licht- und Witterungsverhältnisse es erlauben – schnell mal ein Foto zu schießen. Jagd- und Natur­erlebnisse können so mit wenig Aufwand in einem digitalen Fotoalbum festgehalten werden. Wer lieber etwas in den Händen hält oder Hochwertiges schätzt, der erstellt sich ein Fotoalbum oder lässt sich eine besondere Momentaufnahme auf Leinwand drucken.

 

Ich kam schon oft mit leeren Händen von der Jagd zurück – doch noch nie mit leerem Herzen.

 

Trophäen, in welcher Form auch immer, sind Andenken an einen einmaligen Jagderfolg. Wie diese in Szene gesetzt werden, obliegt dem individuellen Geschmack und den räumlichen Möglichkeiten: ob als Wanddekoration, traditionell aufgesetzt (inzwischen gibt es neben Brettchen aus Holz auch welche aus Schiefer, Glas, Gusseisen und sogar Silber), als Kunstobjekt in Form eines Ganz- oder Teilpräparats, als Bodenbelag oder Möbelstück – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Trophäenverarbeitung zu Schmuck und Accessoires. Nicht nur aus Hirschhorn lassen sich Unikate für die Ewigkeit fertigen, sondern auch aus Fuchshaken, Fellen bzw. Decken können schmucke Mode- und Wohnaccessoires hergestellt werden.    

Rehgehörn klassisch aufgesetzt aufs Holzbrett. © Anna Kaufmann
Rehgehörn klassisch aufgesetzt aufs Holzbrett. © Anna Kaufmann
Dekorative Tasche mit Applikation (Damwilddecke). © Anna Kaufmann
Dekorative Tasche mit Applikation (Damwilddecke). © Anna Kaufmann

Flaschenöffner aus Hirschhorn. © Anna Kaufmann
Flaschenöffner aus Hirschhorn. © Anna Kaufmann
Muff aus heimischem Fuchsbalg vom Kürschner umgesetzt. © Anna Kaufmann
Muff aus heimischem Fuchsbalg vom Kürschner umgesetzt. © Anna Kaufmann

Die Autorin Anna Lena Kaufmann …

… ist Jahrgang 1988, ein Kind vom Land, passionierte Jägerin und Reiterin. Sie lebt und weidwerkt südöstlich von Hamburg im schönen, waldreichen Herzogtum Lauenburg. Ihre Familie jagt in der vierten Generation. In deren kleinem Feldrevier stellen sie primär dem Rehwild und den Schwarzkitteln nach. Jagd bedeutet für Anna Kaufmann vor allem eins: Passion! Sie vereint Sachverstand mit Liebe und Respekt gegenüber der Natur und den heimischen Wildarten. www.textschmiede-kaufmann.de