Freie Waffen

© CRKT
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Sogenannte freie Waffen gibt es in erster Linie für Freizeit und Selbstschutz. Sie können jederzeit von jedermann ohne jegliche waffenrechtliche Erlaubnis erworben werden. Auch haben freie Waffen eine hohe Anziehungskraft auf manchen Sammler. Für die meisten Händler und viele Hersteller der Branche macht dieses Sortiment somit einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Umsatzes aus.

 

Eine echte Innovation stellt das neue Modell Provoke von Columbia River Knife and Tool, CRKT, aus Oregon dar. Das kleine Messer stammt aus der Feder des bekannten US-amerikanischen Messerdesigners Joe Casswell und ist eine Art Karambit. CRKT gibt damit dem geübten, professionellen Anwender ein Werkzeug mit quasi zwei Eskalationsstufen in die Hand. Im zusammengeklappten Zustand kann es in der Faust zum Schlagen und als Druckpunktverstärker dienen. Eskaliert die Situation, ist die Klinge blitzschnell ausgefahren. Die Technik, wie dies geschieht, ist beeindruckend. Die Klinge wird nicht ausgeklappt, wie man es sonst von Einhandmessern kennt, sondern schwingt über zwei Arme parallel zum Griff heraus und arretiert. Dieser bislang einzigartige Mechanismus wird vom Hersteller Kinematic genannt. Die Bedienung erfolgt sicher und intuitiv mit dem Daumen. Wer wie wir am Böker-Stand auf der IWA dieses Messer einmal in Händen gehalten und erlebt hat, wird es lieben. Die 6,2 cm lange und 5,3 mm starke Klinge des Provoke ist aus D2-Stahl gefertigt und schwarz titannitridbeschicht. Geöffnet hat es eine Gesamtlänge von 184 mm, geschlossen misst das Messer 126 mm. Das Griffmaterial besteht aus einer robusten hartanodisierten Aluminiumlegierung. Somit kommt es auf ein Gesamtgewicht von 173 g. Eine Kydexscheide, welche diverse Trageweisen des CRKT Provoke ermöglicht, ist optional erhältlich. Ein gutes Video, in dem Joe Casswell das Provoke vorstellt, gibt es auf der Seite www.knivesandtools.de 

www.crkt.com

www.boker.de

www.klotzli.com

© GSG
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Eine Neuheit aus dem Hause German Sport Guns aus Ense ist die Schreckschusspistole SIG Sauer P320 PAK im Kaliber 9 mm P.A. Knall. Sie ist dabei in Sachen Optik, Balance und Performance sehr nah an das erst kürzlich bei den US-Streitkräften als neue Dienstpistole eingeführte Original angelehnt. Die Double-Action-Pistole bringt es bei einer Gesamtlänge von 182 mm auf 765 g. Das Stahl-Magazin fasst 15 Patronen. Am Polymergriffstück findet sich eine Picatinny-Schiene und auch das Zerlegen geht bei der PAK-Version so einfach wie bei der echten Version vonstatten. Erhältlich sein wird die SIG Sauer P320 PAK zunächst in Schwarz sowie Dark Earth. Die Auslieferung erfolgt inklusive Waffenkoffer, Pyro-Becher und Reinigungsbürste. Ersatzmagazine sind optional erhältlich. 

© GSG
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Eine weitere Neuheit stellen die CO2-Versionen der XDM-Pistolen von Springfield Armory dar, welche GSG ausgeführt als Luftpistole sowie Airsoft-Version in den Handel bringt. Optisch unterscheiden sich beide Versionen kaum voneinander. Es gibt sie in komplett schwarzer und in Bicolor-Ausführung mit silberfarbenem Schlitten. Neben der normalen XDM, welche 203 mm lang ist und 862 g wiegt, gibt es auch die Kompaktversion mit einer Länge von 178 mm und einem Gewicht von 794 g. In der Airsoftversion erzeugt die etwas längere XDM mit den 6 mm BBs 1,27 Joule, während die kürzere es auf 0,72 Joule bringt. Die 4,5-mm-Version beschleunigt die Stahlrundkugeln auf etwa 120 m/s. Alle Varianten verfügen über einen Metallschlitten mit Blowback-System. Weitere Merkmale sind die wechselbaren Griffeinsätze am Polymergriffstück mit Handballensicherung. Eine Abzugssicherung ist ebenfalls integriert. Die XDM-Pistolen verfügen außerdem über eine Fiberglasvisierung und eine Picatinny-Schiene. 

www.german-sport-guns.com

© Umarex
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Mit der HDS 68 bringt das Arnsberger Unternehmen Umarex unter seiner Marke T4E eine CO2-betriebene Selbstverteidigungswaffe auf den Markt und an den Mann. Die Home Defense Shotgun ist schwarz, klein und beschert ihrem Besitzer im Design einer abgesägten Schrotflinte auch einen recht martialischen Auftritt. Ausgeführt im beliebten Paintball-Kaliber .68 lässt sie sich zudem mit Farb- und Kreidekugeln als Markierer einsetzen. Ihr angedachter Verwendungszweck jedoch liegt im Gebrauch als Selbstverteidigungsgerät im häuslichen Umfeld unter Nutzung von Gummi- oder Pfeffergeschossen. Der Hersteller hat hierfür eine Auswahl an speziellen Precision-Ball-Geschossen im Angebot, Halbkugeln mit einem Treibkäfig für mehr Energie und eine stabilere Flugbahn. Die Läufe lassen sich nacheinander oder gleichzeitig abfeuern. 

Hervorzuheben ist auch das Quick-Piercing-System. Dies erlaubt für einen schnellen Einsatz die fertig geladene Lagerung der Waffe. Erst ein Schlag auf den Griff sticht die 12g-CO2-Kapsel an, sodass diese zuvor keinen Druck verlieren kann. Eine Picatinny-Schiene unter dem Lauf ermöglicht darüber hinaus die Anbringung diversen Zubehörs. Insgesamt wiegt die T4E 1,7 kg und liegt damit satt in der Hand. Die Gesamtlänge beläuft sich auf 49 cm. Außer der freien Version mit 7,5 Joule steht auch eine zumindest in Deutschland erlaubnispflichtige Version mit 16 Joule Energie zur Verfügung.

© Umarex
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Neben der HDS 68 hat Umarex auch den Revolver HDR 50 im Programm. Für diesen gibt es nun ein Upgrade, den T4E Launcher. Was auf den ersten Blick wie ein an den Revolver angebrachter Granatwerfer wirkt, verbirgt in Wahrheit ein System, mit dem die Walther-PDP-Treibgaskartuschen von Umarex gezielt entleert werden können. Diese gibt es in verschiedenen Varianten, gefüllt mit Pfefferspray, -gel oder mit UV-Markierungs- und Trainingsflüssigkeit.

Alle Infos zu den Neuheiten aus dem Hause Umarex gibt es unter www.umarex.de        

Der Autor dieses Artikels ist Daniel Guthannß.

Er ist in der Juli-August-Ausgabe 2019 in WM-Intern erschienen.