Polizeiliche Kriminalstatistik: Weniger Taschendiebstähle und Einbrüche

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Nachdem die Anzahl an Einbrüchen im Jahr 2015 ihren Höchststand erreicht hatte, verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) seither einen kontinuierlichen Rückgang. Im Jahr 2018 wurden erstmals wieder unter 100.000 Fälle erfasst. Auch bei den Taschendiebstählen sind die Zahlen rückläufig, wenngleich auch nicht so signifikant wie bei den Einbrüchen: Insgesamt 104.196 Taschendiebstähle wurden im Jahr 2018 angezeigt, 2017 waren es noch 127.376 Fälle. Die meisten Taschendiebstähle bleiben allerdings ungeklärt (Aufklärungsquote 2018: 5,7 Prozent), denn Taschendiebe sind oft professionelle, international reisende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Um zuzuschlagen, machen sich die Diebe insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln zunutze. Dabei erbeuteten sie im Jahr 2018 34,2 Millionen Euro. Im Jahr zuvor entstand ein wesentlich höherer Schaden von 41,3 Millionen Euro. 

 

Deutlicher Rückgang beim Einbruchsdiebstahl

Die Fallzahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl liegen erstmals unter der 100.000-Marke: Insgesamt wurden im Jahr 2018 97.504 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst, 2017 waren es noch 116.540. Die Aufklärungsquote lag 2018 bei 18,1 Prozent. Die Einbrecher verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von 260,7 Millionen Euro (2017: 302 Millionen Euro). Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- beziehungsweise Fenstertüren. Dass viele Einbrüche durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden können, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieben im Jahr 2018 45,4 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken. Über den Zeitraum der zurückliegenden zehn Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken, wie die steigenden Versuchszahlen zeigen. Dies kann durchaus auf Verbesserungen von Präventionsmaßnahmen im privaten Bereich zurückgeführt werden. Wie man sich schützen kann, erfahren Interessenten auf www.k-einbruch.de, der Website der im Herbst 2012 von der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft gestarteten Einbruchschutzkampagne „K-Einbruch“. Hier können auch Sie als Händler Ihren Kunden zur Seite stehen – mit Hinweisen und entsprechenden Produkten im Sortiment.

 

Staatliche Förderung für einbruchhemmende Produkte

Wer sein Zuhause effektiv schützen will, profitiert zusätzlich von den Möglichkeiten der staatlichen Förderung für den Einbau einbruchhemmender Produkte: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert sowohl Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz als auch bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz im Rahmen bestehender KfW-Produkte zur Barrierereduzierung oder zur energetischen Sanierung in bestehenden Wohngebäuden. Für den Investitionszuschuss für Maßnahmen zum Einbruchschutz in Bestandsgebäuden gelten seit dem 1.4.2019 neue Förderbedingungen, die in einem Merkblatt zusammengefasst sind. Informationen hierzu gibt es auf der Website der KfW.

www.kfw.de