Neuer Markplatz: OTTO Market

Robert Schlicher, Leiter Partnermanagement bei Otto. © Otto Group
Robert Schlicher, Leiter Partnermanagement bei Otto. © Otto Group

Mit der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells zur Plattform will Otto jetzt ein bisschen mehr werden wie Amazon und Ebay. Der neu aufgebaute Marktplatz, OTTO Market, besitzt die Fähigkeit, Partner automatisiert auf otto.de anbinden zu können.

Derzeit umfasst OTTO Market nach Angaben von Robert Schlichter, dem Leiter des Partnermanagements bei Otto, etwa 500 Partner. „Durch die automatisierte Anbindung im Self-Service rechnen wir im Jahr 2020 mit mindestens 1.000 weiteren Partnern“, so Schlichter.

Die neue Lösung beinhaltet zwei wesentliche Änderungen für Marktplatzhändler: Erstens verkaufen sie auf Otto.de ab sofort im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Dadurch sind sie für Kunden auch auf der Plattform sichtbar. Zweitens können Partner jetzt auch Produkte verkaufen, die es bereits gibt. 

Über das sogenannte Otto Display Network haben Marken und Händler außerdem die Möglichkeit, mit einem Self-Service-Tool Online-Werbemittel im Look & Feel von Otto automatisch zu erstellen und bei voller Kostenkontrolle selbst auszusteuern. Durch verlängerte Offsite-Platzierungen etwa bei den Otto-Plattformen About You, Limango oder myToys sollen Partner potenzielle Käufer auch abseits von Otto.de ansprechen können.

© Otto Group
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Der Otto-Marktplatz ist allerdings nicht für jedes Sortiment geöffnet. Die drei Sortimentskategorien, auf die Otto setzt, sind: Fashion und Lifestyle, Einrichten und Wohnen sowie Technik. Händler, die Partner von OTTO Market werden möchten, benötigen eine deutsche Unternehmensrechtsform sowie eine deutsche Umsatzsteuernummer. Außerdem sind eine schnelle Lieferung und ein exzellenter Kundenservice Grundvoraussetzungen. 

„Wir lassen nicht jeden auf die Plattform. Das mag im ersten Moment streng klingen, ist aber einer wichtigen Maxime geschuldet: Auf otto.de bieten wir unseren Kunden ausschließlich Ware an, die wir selber kaufen würden. Die gleiche Erwartungshaltung an Qualität haben wir auch an unsere Partner“, betont Robert Schlichter.

Die Legitimationsprüfung der Händler übernimmt die Solarisbank, das deutsche Fintech, das zum Berliner Finleap-Universum gehört.

Die Konten der Marktplatz-Händler werden von der Hanseatic Bank, einer Otto-Tochter, geführt. „Wir schätzen an der Solarisbank die Kombination aus Technologieexpertise und voll reguliertem Institut sehr“, lobt der Hanseatic-Bank-Geschäftsführer Detlef Zell. Das Projekt konnte „extrem schnell auf- und umgesetzt werden“. ak

www.otto.de