Brenneke: Hochbetagt und zeitgemäß müssen kein Widerspruch sein

Firmengründer Wilhelm Brenneke. © Brenneke
Firmengründer Wilhelm Brenneke. © Brenneke

 

 

Ein Urgestein jagdlicher Munitionsherstellung feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Wer hätte das wohl im April des Jahres 1895 gedacht, dass der Firmenname Brenneke eines Tages quasi als Synonym für Flintenlaufgeschosse stehen wird? Sicherlich wäre Wilhelm Brenneke einerseits auch seinerzeit nicht auf die Idee gekommen, dass seine Geschosse einmal in bleifreien Versionen auf den Markt kommen würden, andererseits galt er schon zu Lebzeiten als Visionärer Entwickler.

Werbeanzeige der Firma Brenneke von 1914. © Brenneke
Werbeanzeige der Firma Brenneke von 1914. © Brenneke

 

 

 

„Wilhelm Brenneke liebte und lebte die Jagd. Leider stand Jägern damals nur militärische Munition zur Verfügung, die nach Genfer Konvention in erster Linie dazu geschaffen war, den Gegner durch Verwundung kampfunfähig zu machen. Die Anforderungen an ein Jagdgeschoss sind aber völlig andere, nämlich das Wild möglichst ohne Leiden zur Strecke zu bringen“, erzählt der heutige Geschäftsführer und Inhaber der Brenneke Ammunition GmbH, Dr. Peter Mank, aus den Tagen seines Urgroßvaters. Der Firmengründer, Wilhelm Brenneke, hatte es sich zum Ziel gemacht, leistungsstarke und präzise Munition speziell für die Jagd zu entwickeln und im eigenen Werk herzustellen. Seit der Gründung der Wilhelm Brenneke Gewehr- und Geschossfabrik, im 1895 noch jungen deutschen Kaiserreich, überdauerte die Marke 5 Regierungssysteme und konnte sich weltweit einen Namen als hochwertige Jagdmunition machen.  

Dr. Peter Mank, Geschäftsführer von Brenneke –  in 4. Generation. © Brenneke
Dr. Peter Mank, Geschäftsführer von Brenneke – in 4. Generation. © Brenneke

Im Alter von 30 Jahren gründete Wilhelm Brenneke seine Firma, damals noch in Leipzig. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der deutschen Teilung und zwei Jahrzehnten in West-Berlin unter alliierter Kontrolle sollte seine Tochter, Elsa Brenneke, den Firmensitz an seinen heutigen Ort, nach Langenhagen verlegen. Bereits 1905 ging das erste Brenneke-Idealgeschoss mit zwei unterschiedlich harten Bleikernen, Stahlmantel und Pickelhaube in Produktion. Der gelernte Schlosser und Mechaniker sowie Jäger gilt daher unbestritten als Pionier des modernen Flintenlaufgeschosses, der auch im Bereich der Büchsenmunition Meilensteine setzte. Die bekannten Geschosse TIG und TUG und damit auch Patronen wie die 7x64, 7x65R, 8x64S oder 9,3x64 datieren ebenfalls zurück auf die Ära des Firmengründers.

 

Brenneke ist auch 125 Jahre nach der Firmengründung noch ein Innovationsmotor. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Brenneke Ammunition GmbH, wie sie heute heißt, in vierten Generation familiengeführt ist und der ursprüngliche Geist der Gründerzeit ungebrochen verpflichtet und anspornt. Seit 2015 präsentiert sich die Marke mit einem modernen Corporate Design inklusive Website und frischem Logo. „Traditionshandwerk und Innovationskunst in der Munitionsherstellung“ lauten die Maxime von Brenneke, denen die Marke auch zum 125-Jährigen Jubiläum gerecht wird. Zum Jahrestag der Gründung kam die Brenneke Großwildpatrone 9,3 x 64 als bleifreie Brenneke big game cartridge 9.3 x 64 now lead-free auf den Markt. Diese gürtellose Patrone stellte Wilhelm Brennke erstmals 1927 als Antwort auf die seit 1912 im Handel gebräuchliche .375 H & H Mag. aus Großbritannien vor. In der neuen bleifreien Version wird ein 14,2 g / 220 grs schweres Original Brenneke Torpedo-Universal-Geschoss (TUG®) nature+ verladen. Mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 894 m/sek und einer Energie von 5.695 Joule lässt es sich bis auf 300 m auf alles starke Wild einsetzen. Die 9,3 x 64 Brenneke mit TUG® nature+ ist seit April 2020 lieferbar. z

www.brenneke.com