Im Porträt Hera Arms: Autark und auf Wachstum ausgerichtet

© Hera Arms
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Das hört man gern: „2020 ist, zumindest geschäftlich, ein gutes Jahr für uns!“, freut sich Thomas Nöth, Geschäftsführer der Hera GmbH. Gerade für das „Corona-Jahr“ ist diese Aussage bemerkenswert. Der wirtschaftliche Erfolg setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen – eine davon ist, dass Hera seine Produkte nahezu komplett auf dem eigenen Maschinenpark fertigen kann. „Hier zahlt sich mittlerweile die langfristige Investition in unseren Maschinenpark aus“, erklärt Nöth. Zwar habe man am Anfang recht viel Kapital in die Hand nehmen müssen. Aber die firmeninterne Produktion rechnet sich mehrfach: Nicht nur, dass Hera Vertriebs- und Lieferkosten spart. Auch die Möglichkeit der Qualitätskontrolle zu jedem Zeitpunkt ist Thomas Nöth wichtig. Zudem können neue Konzepte und Ideen sehr schnell umgesetzt werden. Und zu guter Letzt hat sich gerade während der Pandemie gezeigt, dass eine eigene Fertigung Versorgungssicherheit bedeutet. „Uns ist es egal, ob die typischen Dienstleister Lieferschwierigkeiten haben: das betrifft uns in der Regel nicht“, weiß Thomas Nöth aus Erfahrung.

Bei Hera hergestellte Einzelteile können, wie auch die kompletten Waffen, ausschließlich über den Fachhandel erworben werden. „Wir produzieren aber auch für Kleinsthersteller individuelle Kleinserien. Oder erfüllen spezielle Wünsche für die Behörden.“ Der deutschsprachige Raum wird in Österreich über den Importeur Semex HandelsGesmbH bedient, in der Schweiz über die Gun Factory. In Deutschland beliefert Hera den Fachhandel direkt und ist gerade hier besonders stolz auf die guten Beziehungen zu heimischen Händlern und Büchsenmachern. 

© Hera Arms
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Begonnen hat Thomas Nöth 2008 rein aus Eigennutz mit der Fertigung eines speziellen Griffstücks für sein Heckler-und-Koch-Gewehr. „Das hat gut ausgesehen und bestens funktioniert.“ Nach und nach kamen daher mehr Produkte und mehr Mitarbeiter hinzu, sodass Hera Arms heute eine erfolgreiche Firma ist, die stetig wächst. So ist im kommenden Jahr der Bau einer neuen Firmenzentrale geplant. „Wir bleiben aber in Triefenstein“, versichert Herr Nöth. Da Hera intensiv im amerikanischen Markt vertreten ist, gibt es auch in den USA eine Niederlassung: das Hera Arms USA Logistikzentrum mit Sitz in Salt Lake City. In Europa, vor allem aber in den USA ist die gesamte Polymer- und Zubehörsparte sehr erfolgreich. Neben der Belieferung von US-Großhändlern werden auch OEM-Projekte mit amerikanischen Partnern verwirklicht. Dieses Jahr hat Hera Arms zwei neue Repetierer ins Programm aufgenommen, die sehr gut angenommen wurden. 

Und was kommt in 2021? „Neben dem Neubau unserer Zentrale werden wir unser Augenmerkt verstärk auf jagdliche Waffen legen“, verrät Thomas Nöth. „Außerdem wollen wir unser Engagement in Europa, besonders in Frankreich und Italien, weiter ausbauen.“ ali

https://hera-arms.de

www.semex.com

www.gunfactory.ch