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Über die Möglichkeiten der Insertion und Gestaltungsmöglichkeiten berät Sie Manuela Bache gern. Rufen Sie unter 02013-2509155 an oder schicken Sie Ihre Anfrage an manuela.bache@wm-intern.de

Hier gibt's Eindrücke vom Sommerfest der Branche:


Fr

28

Apr

2017

Omnida Marketing Agentur – Agentur mit Branchenerfahrung!

 

Die 2016 gegründete Omnida Marketing Agentur mit Sitz im Rheinland ist eine „Special Interest“-Agentur mit besonderer Fachkompetenz in den Vertriebskanälen Jagd, Forst, Outdoor und Natur.

 

Die Inhaberin Daniela Becker kennt die Branche durch ihre langjährige Tätigkeit bei Nikon Sport Optics, wo sie zuletzt als Marketing Manager Nikon Europe BV die Koordination und Planung pan-europäischer Marketing- und PR-Aktivitäten verantwortet hat. Dem voraus gehen einige Jahre Erfahrung in Projektkoordination und Leitung in Event & Incentive sowie Marketing-Agenturen.

 

Das Omnida-Portfolio umfasst

  • Verfassen von Texten und Pressemitteilungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Vertriebsunterlagen wie Flyer, POS-Materialien etc.
  • Planung und Organisation von Veranstaltungen und Messeauftritten
  • Suchmaschinenmarketing und Social-Media-Kampagnen
  • Projektleitung 

„Um die Zielgruppe, richtig ansprechen zu können, muss man deren Bedürfnisse verstehen und ihre Sprache sprechen. Outdoorer, Jäger, Naturbeobachter, Angler oder Sportler nehmen ein und dasselbe Produkt jeweils unterschiedlich wahr und beurteilen es nach unterschiedlichen Kriterien“, erläutert Daniela Becker die Herausforderung im „Special Interest“-Marketing und freut sich, ihre Erfahrung und Kompetenz in dieser Hinsicht für ihre Kunden einsetzen zu können.

Sie erreichen Daniela Becker per E-Mail: daniela.becker@omnida.de oder telefonisch unter 02175-168158. (cj)

www.omnida.de

Sa

01

Apr

2017

Arbeitsmarkt April 2017

Stellenausschreibung Büchsenmacher, Verkäufer
Messer-Stellenausschreibung-RZ-0417.pdf
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Arbeitsmarkt März 2017

Stellenausschreibung Techniker/-in oder Meister/-in Büchsenmacher- oder Metallhandwerk
Regierungspräsidium-Tübingen-Stelle.pdf
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Stellenausschreibung Büchsenmacher
Polizei-Stellenausschr-BüMa-Pol-Hessen.p
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Meisterkurs Büchsenmacher
Meisterkurs-Innung-Süd-0317.pdf
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Arbeitsmarkt Februar 2017

Stellenausschreibung Verkauf Jagd- und Sportwaffen
Stellenangebot.pdf
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Arbeitsmarkt Januar 2017

Büchsenmacher gesucht!
Grambow-0117_buechsenmacher_print.pdf
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Außendienst sucht neue Aufgaben!
Aussenienst-0117-92x38 Kopie.pdf
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Angebote Oktober 2016

Büchsenmacher in Dänemark gesucht!
Brasholt-1016-Hjørring Dänemark ohne bl
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Mitarbeiter/in für Reparatur und Service gesucht
Stellenanzeige_WMI_Reparatur_Service.pdf
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Angebote September 2016

Nachfolger für Waffengeschäft gesucht
Chiffre-160817-Nachfolge.pdf
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Ausschreibungen im Mai 2016

Obermeier-160426-Stellenausschreibung.pd
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Chiffre-160411.pdf
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John-Field-JF_allemand_210x139_HD.pdf
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Berufe der Branche

Waffensachverständiger

Unter Waffensachverständigen versteht man Personen, die im Waffenwesen überdurchschnittliche Fachkenntnisse und Erfahrungen besitzen und die ihr Wissen anderen zur Verfügung stellen, sei es im Rahmen von beratenden Tätigkeiten oder in Form von schriftlichen Gutachten. 


Ausbildung und Zertifizierung

Die überdurchschnittlichen Fachkenntnisse werden meist über ein Studium, beispielsweise bei der Bundeswehr, und bei regelmäßigen Fortbildungen erlangt. Die Erfahrungen ergeben sich in weiterer Folge aus dem eingeschlagenen Berufsweg. 

Die Bezeichnung „Sachverständiger“ ist rechtlich nicht geschützt, weshalb sich praktisch jede Person als Sachverständiger betiteln darf. Deshalb sollte sich jeder, der in diesem Bereich professionell tätig sein möchte, darum bemühen, sich bei anerkannten Stellen zertifizieren zu lassen. Fortbildungen und Qualifikationen bieten zum Beispiel der Deutsche Gutachter und Sachverständigen Verband, die IHK und die Handwerkskammer an. 


Spezialisierung

Eine Vielzahl der am freien Markt tätigen Sachverständigen hat sich auf bestimmte Waffenarten oder auf Waffenmodelle spezialisiert. Dass ein Waffensachverständiger Waffen aller Art beurteilen kann, kommt aufgrund der schieren Menge nur selten vor.

Einsatzgebiete

Zu den Auftraggebern zählen Versicherungsunternehmen, Privatpersonen und die Justiz. Die Anfrage an einen Waffensachverständigen kann aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen und hängt davon ab, auf welches Thema man sich spezialisiert hat. So beauftragen Versicherungsunternehmen, Privatpersonen und Zivilgerichte Waffensachverständige in erster Linie mit der Untersuchung von Waffenschäden und ersuchen um Zustandsbewertungen und Zeitwertbestimmungen. Bei den zu untersuchenden Waffen handelt es sich meist um Jagd- und Sportwaffen. Auch bei Erbschaften, Erbstreitigkeiten, Verkauf oder Teilauflösung von Sammlungen und bei Waffenkäufen sind Sachverständige gefragt. 

Strafverfolgungs- und Strafvollstreckungsbehörden hingegen benötigen Spezialisten, die in der Lage sind, Waffen nicht nur allgemein zu untersuchen, sondern auch waffentechnische Veränderungen zu erkennen und zu bewerten. Außerdem sollen die untersuchten Waffen auch waffenrechtlich beurteilt werden. Bei den Waffen selbst handelt es sich nicht nur um zivile Pistolen und Gewehre, sondern gleichermaßen um selbst gebaute Gegenstände, verbotene Waffen und Kriegswaffen.


Berufschancen

Die Tätigkeit als Waffensachverständiger wird von den meisten überwiegend nebenberuflich ausgeübt. Diejenigen, die hauptberuflich als Sachverständige tätig sind, befinden sich in einem Angestelltenverhältnis innerhalb eines spezialisierten Sachverständigenbüros oder in Behörden wie beispielsweise bei der Polizei oder dem Zoll. (ali) 


Manuel Fließ

Ingenieur für Waffentechnik, Inhaber von Arma Peritas / Kriminaltechnisches Sachverständigenbüro in Dachau

Herr Fließ, wie sieht es mit dem Nachwuchs aus – ist Ihr Beruf vom Aussterben bedroht?

Ich habe den Eindruck, dass es für das Sachverständigenwesen im Jagd- und Sportwaffenbereich an Nachwuchs nicht mangelt. Im forensischen Waffensachverständigenwesen sind die Fachkräfte nur in einem geringen Maß vorhanden. Das liegt daran, dass der Nachwuchs zur Ausübung dieser Tätigkeit nicht nur eine waffen- und munitionstechnische Ausbildung, sondern auch eine kriminaltechnische/kriminalistische Ausbildung benötigt.

www.arma-peritas.com


Berufe der Branche

Tierpräparator

Ein Beruf für Naturverbundene mit gutem Auge und künstlerischem Empfinden

 
Frank Maniewski ist Tierpräparator aus Leidenschaft.  (Bild: Frank Maniewski)
Frank Maniewski ist Tierpräparator aus Leidenschaft. (Bild: Frank Maniewski)

 

Fast jeder Jäger hat sicherlich die ein oder andere Trophäe seiner größten jagdlichen Erfolge zu Hause stehen oder an der Wand hängen. Doch neben der Bewunderung des Exponates, seht der Bearbeiter, der mit großer Hingabe diese Präparate herstellt, oft im Hintergrund. Und wie genau die Arbeit eines solchen Tierpräparators aussieht, damit haben sich vermutlich die Wenigsten bisher schon einmal beschäftigt. Dabei handelt es sich um eine wahre Kunst, einen toten Fasan, Fuchs, Rehbock, ein Wildschwein oder sogar Großwild wie Antilopen, Raubkatzen, Bären und Elefanten möglichst „lebensecht“ aussehen zu lassen. „Es ist vergleichbar mit der Bildhauerei“, erklärt Frank Maniewski, der bereits als 12-Jähriger seinen ersten Präparationsversuch mit einem Vogel hatte und seit nunmehr 40 Jahren Tiere präpariert.

Der Ursprung des Berufes liegt in der Dokumentation von Gegenständen aus der Natur als Grundbedürfnis der Menschheit, um sie für die Nachwelt festzuhalten. Doch während man früher fälschlicherweise vom „Ausstopfen“ gesprochen hat, handelt es sich vielmehr um eine naturgetreue Nachbildung der Tiere unter Verwendung ihrer Haut. Dafür vermisst der Tierpräparator zuerst den Körper und stellt dann mit künstlerischem und handwerklichem Geschick Dermoplastiken her. „Die Kunststoffkörper aus PU-Schaum werden nach Wunsch der Kunden bezüglich der Körperhaltung der Tiere geformt, darauf wird dann die gegerbte, haltbar gemachte Haut im feuchten Zustand gezogen, geklebt und genäht. Anschließend werden die Glasaugen eingesetzt“, erklärt der 52-jährige Tierpräparator. „Dabei ist die Einhaltung der Arten- und Naturschutzgesetze wichtig.“ Man benötigt neben den immens wichtigen praktischen Fertigkeiten aber auch jede Menge theoretische Kenntnisse der Biologie und der Artenvielfalt, Ahnung von der Tieranatomie sowie ein sehr gutes Bildgedächtnis, um diese exakte Arbeit auszuführen. So präpariert Frank Maniewski beispielsweise besonders gern Raubkatzen, da diese wegen ihrer äußerst unterschiedlichen Schädelformen und ihres Gesichtsausdrucks sehr schwierig sind und viel Praxiserfahrung fordern. „Auch die Feinarbeiten der Muskulatur sind hier besonders aufwändig, da diese bei Raubkatzen sehr ausgeprägt ist und die Haut eines Jaguars natürlich wesentlich dünner und das Haar kürzer ist als etwa das Fell eines Bären.“ Dass ein Tierpräparator sich dem biologischen Objekt gegenüber verantwortlich verhält und es mit Sorgfalt und Zuverlässigkeit bearbeitet, ist selbstverständlich. Eine besondere Naturverbundenheit ist sicherlich ebenfalls Voraussetzung, um gute und unverwechselbare Arbeit leisten zu können. Der Beruf des Tierpräparators ist leider nicht geschützt. Die dreijährige Ausbildung zum „staatlich anerkannten Präparationstechnischen Assistenten“ können Interessierte lediglich an der einzigen in Deutschland staatlich anerkannten Ausbildungsstätte in Bochum, dem Walter-Gropius-Berufskolleg, absolvieren. Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tierpräparatoren meist in öffentlichen Museen, außerdem in niedergelassenen Betrieben, wo sie dann überwiegend Kopf-/Schulterpräparate, aber auch komplette Trophäen für Jäger anfertigen, so wie Frank Maniewski und seine drei Mitarbeiter. www.ps-jagdreisen.com mvc
Mit viel Können entstehen lebensechte Präparate. (Bild: Frank Maniewski)
Mit viel Können entstehen lebensechte Präparate. (Bild: Frank Maniewski)

Berufe der Branche

Sattler – Beruf mit viel Gefühl

Natur pur – ein Rucksack aus Filz und Leder aus dem AKAH-Sortiment.
Natur pur – ein Rucksack aus Filz und Leder aus dem AKAH-Sortiment.

Ob Taschen, Zaumzeug und Sättel für Pferde, Hundeleinen oder Sitzpolster – unterschiedliche Produkte aus Leder vorwiegend in Handarbeit herzustellen, also mit der Hand zu stanzen und zu nähen, das zeichnet den Traditionsberuf des Sattlers aus. 

 

Die 3-jährige Ausbildung wird allerdings nur noch von wenigen jungen Menschen gewählt, zudem gibt es auch nur wenige Ausbildungsbetriebe und an den ebenso wenigen Berufsschulen findet der Unterricht meistens im Block statt. Der Grund dafür: Klassische Handwerksbetriebe im Lederfachhandel sind selten geworden, vieles wird heutzutage in erster Linie maschinell hergestellt. Die Schuhindustrie ist in Deutschland rückläufig und auch die Produktion von Reitsportartikeln spielt sicherlich eher eine untergeordnete Rolle. „Der Beruf des Sattlers hat sich im Laufe der Jahre gewandelt und ist inzwischen stark geprägt von der Möbel- und Automobilindustrie“, weiß Helmut Kind von AKAH. Seit 1853 ist das Unternehmen aus dem Oberbergischen Land auf die Herstellung von hochwertigen Lederwaren für Jäger, Schützen und Hunde spezialisiert. Und noch heute werden einige ihrer Modelle unverändert in Form und Qualität gefertigt. Die Geschäftsführer Helmut und Manfred Kind würden sich daher wünschen, dass das Lehrstück der angehenden Sattler, die bei der Albrecht Kind GmbH ihre Ausbildung machen, kein Autositz ist, sondern etwas thematisch Passenderes, also jagdliches Zubehör wie ein Hundehalsband oder einen Rucksack im typischen Stil der eigenen Manufaktur. Denn AKAH ist bekannt für eine aufwändige Handnaht mit mindestens 14 Stichen. Dabei wird für eine dauerhafte Verbindung und erhöhte Festigkeit doppelt genäht: „Bei der Fertigung unserer Produkte wird noch echte Handarbeit geleistet, denn keine noch so hoch-technisierte Maschine ist in der Lage, das Gefühl einer geübten, modellierenden Hand zu ersetzen“, so Helmut Kind. 

Neben der Freude an der Arbeit mit Leder und Textilien, dem ausgeprägten handwerklichen Geschick und Präzision wird von den Auszubildenden des Sattlerberufes aber grundsätzlich auch mathematisches Können gefordert: „Leder ist ein Naturprodukt und da jede Haut sehr unterschiedlich ist und Unregelmäßigkeiten aufweist, müssen Sattler Flächenberechnung beherrschen. Es ist eine Kunst, die Haut so zu stanzen, dass es möglichst wenig Verschnitt gibt“, erklärt der 47-jährige. „Es muss beispielsweise um Verletzungen herumgearbeitet werden.“

Dass Leder ein Naturstoff ist, spielt bei AKAH in vielerlei Hinsicht eine entscheidende Rolle, denn da die Kunden meist selbst Jäger sind, haben sie auch einen besonderen Bezug dazu: Das Elchleder, das hier unter anderem verarbeitet wird, stammt nicht von Farmen, sondern wurde jagdlich erlegt. Dabei wird nur hochwertiges Kernleder – von Gerbereien in Finnland, den USA und Deutschland – verwendet, das mit Naturstoffen – also vegetabil – gegerbt und nicht folienkaschiert wird, wie das heutzutage häufig mit Unterhaut gemacht wird, um dem dann sogenannten „Genuine Leather“ eine einheitliche Oberfläche zu verschaffen. Auf langjährige praktische Jagd-Erfahrung wird beispielsweise bei der Fertigung der Hundeleinen zurückgegriffen: Weil bei Gebrauchshunden große Zugkräfte entstehen, müssen die Leinen einiges aushalten. Da macht es keinen Sinn, bei der Herstellung zu „tricksen“. Das heißt, lange Stücke werden hier nicht schneckenförmig aus großen Lederflächen ausgeschnitten und anschließend im Leimbad gedehnt, wodurch die Gewebestrukturen verletzt werden und die entstandenen Riemen leichter reißen können, sondern AKAH bezieht extra lange Häute bei speziellen Gerbereien, um stabilere Leinen aus einem Stück Leder fertigen zu können. www.akah.de mvc  

 
Stich für Stich – bei AKAH werden die Sattlerarbeiten von Hand erledigt.
Stich für Stich – bei AKAH werden die Sattlerarbeiten von Hand erledigt.

Hundeleinen aus einem Stück, von Hand vernäht, halten mehr aus als maschinell hergestellte Ware.
Hundeleinen aus einem Stück, von Hand vernäht, halten mehr aus als maschinell hergestellte Ware.

Berufe der Branche

Messerschleifer – kein aussterbender Beruf

Hochkonzentriert – Riccardo Trovato beim Blaupließten von Buckels-Frühstücksmessern.
Hochkonzentriert – Riccardo Trovato beim Blaupließten von Buckels-Frühstücksmessern.

Was seit 1969 eigentlich gar kein Ausbildungsberuf mehr ist, wird dennoch bei der „Windmühlenmesser-Manufactur“ Robert Herder in Solingen gelehrt: Allerdings ist aus dem „Schleifer und Pließter“ offiziell ein „Teilezurichter mit Fachrichtung für Metall und Messerschleifen“ geworden – ein Industrieberuf, obwohl das Messerschleifen doch als Handwerk zu betrachten ist. 

Fast sechs Jahre hat Geschäftsführerin Giselheid Herder-Scholz gebraucht, die Gremien der IHK davon zu überzeugen, dass das traditionelle Solinger Handwerk nicht völlig aussterben darf und die „alten Meister“ ihr Wissen nicht mit ins Grab nehmen. „Wir wollten gern weiterhin unsere besonderen Messerformen und hohen Qualitäten fertigen, und Maschinen können solche speziellen Arbeiten nicht ausführen. Da der Beruf des Messerschleifers aber überaltert war, hatten wir große Nachwuchssorgen“, so Giselheid Herder-Scholz. 1997 wurde daher das Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen, das nach 2 Jahren Lehre mit einer IHK-Prüfung und einem Industriegesellen-Brief beendet ist: „Mir ist es wichtig, dass die jungen Menschen einen Berufsabschluss haben, also einen Beruf erlernen und nicht nur angelernt sind und dann lediglich sagen können: ‚Ich habe einen Job.‘ Das ist doch nicht so toll, oder?“ Riccardo Trovato kann das bestätigen. Er hat vor knapp 2 Jahren seine Ausbildung beendet und arbeitet im Unternehmen. Dabei lernen er und die anderen Gesellen nach 2 Jahren Grundausbildung jeden Tag etwas dazu und perfektionieren ihre abwechslungsreiche handwerkliche Arbeit. Erst nach 5 bis 6 Jahren beherrschen die Schleifer die unterschiedlichen Messerformen. „Die größeren Messer sind einfacher zu bearbeiten“, erklärt der 24-Jährige. „Die kleineren sind nicht so handlich. Man darf sie nicht zu dünn schleifen, sonst sind sie durchgeschliffen und brechen, aber auch nicht zu dick, denn sonst sind sie nicht so scharf.“ 

Gerade für diesen besonderen Feinschliff, den Solinger Dünnschliff, ist die Robert Herder GmbH bekannt. Dabei werden die Klingen schlank und spitz bis auf 15 Grad geschliffen, sind sehr scharf und trotzdem stabil. Diese Kunst des Feinpließtens diente seinerzeit dazu, durch das feine Polieren der Oberflächen die groben Riefen wegzuschmirgeln und somit Rost an Karbonstahl zu verhindern, da es vor 1922 noch keinen rostfreien Stahl gab. Das Feinpließten wird mit Schmirgel und Knochenleim auf einer Filzscheibe unter körperlicher Anstrengung ausgeführt. Doch die höchste Kunst ist das Blaupließten: Hierbei besteht die Lauffläche der Holzscheibe aus Walrossleder. Das ist besonders dick und zäh, dabei aber dennoch weich und flexibel und bietet den Messern die bestmögliche Kontaktfläche zum Schleifen. Während die geglättete Messeroberfläche beim Feinpließten gräulich schimmert, spiegelt sich in der glatteren und glänzenden Oberfläche der blaugepließteten Messer das Licht bläulich. 

Dass das Wissen um die aufwendige Technik des Feinpließtens und des Blaupließtens gerettet wurden, hat die Solinger Traditionsfirma Schleifmeister Wilfried Fehrekampf zu verdanken, der, obwohl bereits 65-jährig, noch 10 der bisher insgesamt 15 Gesellen dort ausgebildet hat, bis er im Mai 2011 verstarb. Nicht zuletzt der Film über ihn mit dem Titel „Der Blaupließter“, der 2003 erschien, hat für große Resonanz und Interesse an dem Beruf des Messerschleifers gesorgt und somit das Aussterben vielleicht verhindert. 

 

Messerschleifer sind in der Regel selbstständig auf Lohnsteuerkarte tätig – häufig (wie schon damals) in Heimarbeiterschaft in eigenen Kotten, also einer Werkstatt zu Hause, oder aber in Betriebskotten.

www.windmuehlenmesser.de (mvc)  

 
Ausschnitt der Lauffläche einer Blaupließtscheibe.
Ausschnitt der Lauffläche einer Blaupließtscheibe.
Blaugepließtetes Buckels-Frühstücksmesser auf dem sogenannten „Saum“, dem hölzernen Schleifleisten, auf dem das Messer während der Bearbeitung liegt.
Blaugepließtetes Buckels-Frühstücksmesser auf dem sogenannten „Saum“, dem hölzernen Schleifleisten, auf dem das Messer während der Bearbeitung liegt.

In die Zukunft blicken mit Swarovski Optik

Swarovski Optik bildet 2014 in den Lehrberufe „Feinoptik“ und „Metalltechnik-Zerspanungstechnik“ aus. Die Lehrzeit für beide Berufe beträgt 3,5 Jahre und sie beginnt am 1. September 2014. Bis zum 14. März bietet das Unternehmen unverbindliche Schnupperwochen an. Bei Swarovski Optik in Absam werden zukunftsweisende Technologien und meisterhafte Handwerkskunst zu einem großen Ganzen verbunden. Hier entstehen Ferngläser, Teleskope und Zielfernrohre, die jedes für sich ein Stück Präzisionsarbeit sind. Möglich ist das nur durch hochqualifizierte Mitarbeiter, die mit Freude, Teamgeist und Präzision bei der Sache sind. 

Der Lehrlingsausbildung kommt bei Swarovski Optik seit über 40 Jahren hohe Bedeutung zu: In eigenen Lehrwerkstätten, mit qualifizierter Betreuung durch hauptberufliche Lehrlingsausbilder und mit Jobgarantie bei erfolgreichem Lehrabschluss.  

www.swarovskioptik.at

www.swarovskioptik.de

Handwerkskunst und Zukunftstechnologien machen die einzigartige Arbeitsatmosphäre bei Swarovski Optik aus.
Handwerkskunst und Zukunftstechnologien machen die einzigartige Arbeitsatmosphäre bei Swarovski Optik aus.

Starker Jahrgang

Sie erlernen den Beruf „Revierjäger/in“ und folgen damit einer Berufung – die neuen Auszubildenden in Northeim.
Sie erlernen den Beruf „Revierjäger/in“ und folgen damit einer Berufung – die neuen Auszubildenden in Northeim.

An den Berufsbildenden Schulen II in Northeim konnten zu Beginn des neuen Schuljahres 30 neue Auszubildende zum Revierjäger begrüßt werden. Damit werden derzeit 72 Auszubildende in den drei Ausbildungsjahren ausgebildet.

Mehr als 200 Anfragen gingen in Northeim ein. Ausgesucht wurden vorrangig Bewerber, die bereits den Jagdschein und eine Zusage für einen Ausbildungsplatz hatten. „Bei der Planung des Unterrichtes in der Berufsfachschule achten wir verstärkt darauf, dass neben den im Ausbildungsrahmenplan festgelegten Ausbildungsinhalten weitere Maßnahmen zur fachspezifischen Ausbildung angeboten werden, wie z.B. der Falkner- und Fischereischein und die Sachkundenachweise Pflanzenschutz, Immobilisierung von Wildtieren, Großraubwild und Streuobstwiesen“, führt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Berufsjäger (BDB), Hermann Wolff, aus. Er ist für die Planung der fachspezifischen Unterrichtstage in Absprache mit dem Klassenlehrer zuständig. Auch 2014 besteht für 25 junge Leute die Möglichkeit, eine Lehre zu beginnen. Informationen kann man bei Ausbildungsberater Hermann Wolff erfragen. Kontakt: Hindemithstraße 26, 46282 Dorsten, Mobil: 0170-6340126 oder unter www.revierjaeger.de.