Mi

22

Nov

2017

Kunden zahlen oder nicht

Das ist die Moral von der Geschicht'!

 

War es die letzte Sonnenfinsternis? Oder war es irgendein Tierkreiszeichen, das schlecht mit einem Aszendenten kombiniert war? Trifft die Händler jetzt eine alte Vorsehung der Maya? 

Ich weiß es nicht – aber der Auslöser muss schon ziemlich absurd sein. Denn es kommen immer mehr Kunden auf die Idee – man muss es leider deutlich so sagen – zu betrügen. Die Fantasie, die dabei aufgewendet wird, ist oft größer als die, mit der die gleichen Personen versuchen, eigenes Geld zu verdienen. Da wird behauptet, die Ware sei nie angekommen, da wird die Adresse des Nachbarn angegeben und dann der Postbote abgefangen, da werden Mahnungen ignoriert oder Einlieferungsscheine der DHL gefälscht – meine Fantasie ist gar nicht so groß, dass sie mit der Realität mithalten könnte.

Früher war es vielleicht so, dass man im stationären Einzelhandel seine Pappenheimer kannte. Aber wie machen Sie es im Versandhandel? Wie erkennen Sie den Betrüger in der anonymen Masse? Zur Absicherung gibt es Kreditüberprüfungsinstitute und vielerlei technische Warnungen, es gibt abgesicherte Zahlungssysteme die Händler UND Kunden schützen, manche Händler haben interne Plausibilitätsprüfungen – aber der Kunde, der betrügen will, geht immer neue Wege und das – leider – immer öfter. Das erhöht den Arbeitsaufwand in Retourenabteilungen, verteuert das Porto wegen Servicekosten bei Paketdienstleistern und wirkt sich so am Ende auf alle Kunden negativ aus.

Viele Händler gehen daher den Weg, die Zahlungsmethoden für die Kunden einzuschränken. Nur noch alte, gute Kunden haben die Möglichkeit, Ware gegen Rechnung zu erhalten. Alle anderen müssen vorher zahlen, einen Zahldienstleister (PayPal, DirectPay oder Ähnliche) nutzen, eine Anzahlung leisten oder dergleichen – dies gilt insbesondere immer öfter für Kunden aus dem innereuropäischen Ausland.

Dennoch scheuen einige Händler diese Einschränkungen des Zahlungsverkehrs der hohen Abbruchquote wegen oder weil sie ihre Kunden nicht verteufeln wollen. Denn oft sind es Vergesslichkeit, der Alltagsstress oder gar eine längere Erkrankung, die eine zügige Zahlung verhindern. In jedem Fall gilt: Kommunikation ist alles  – und manche Nicht-Zahler müssen die Botschaft eben öfter hören. Wenn Sie als Händler nicht bereit sind, die Kunden zum vorherigen Zahlen zu zwingen, dann müssen Sie sich eben den Mund fusselig reden: 

1. Freundliche Erinnerung, 

2. Deutliche Erinnerung, 

3. Unfreundliche Mahnung 

Das Ganze wird natürlich begleitet von Anrufen aus dem Vertrieb oder der Buchhaltung, von unzähligen verschickten E-Mails, korrigierten oder nachgesendeten Rechnungen und dergleichen Begleiterscheinungen …

Liebe Händler, wer nicht hören will, muss fühlen. Und leider, das muss ich so deutlich sagen, fühlen es nicht die Kunden, die sich zu Hause an der erschlichenen Ware freuen – sondern Sie! Sie dürfen dabei nicht so verbittert werden wie ich, aber kein Kunde darf Sie als unhöflich oder inkorrekt in Erinnerung haben. Bleiben Sie positiv, bleiben Sie freundlich, aber werden Sie deutlich – es ist Ihr Geld, Ihre Ware (bis zum vollständigen Vertragsabschluss), Ihre Arbeitszeit und vor allem … Ihre Nerven. Vergessen Sie bitte nicht, Fristen zu setzen und die Kommunikation mit dem Kunden zu dokumentieren. Geht dann gar nichts, bleibt nur der Weg zum gerichtlichen Mahnverfahren und zum Inkasso. 

„Der Hardy ist viel zu negativ und hackt auf meinen treuen Kunden herum?“, denken Sie jetzt. Mag stimmen, ja, dann gebe ich Ihnen zum Schluss noch ein paar positive Ideen mit auf den Weg. Bieten Sie Prozente für Sofortzahler an, geben Sie Gutscheine für die Ermächtigung zum Bankeinzug, machen Sie Sonderangebote nur für registrierte Kunden – seien Sie kreativ! Aber: Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen, dass der Hund die Rechnung gefressen habe und man deswegen leider nicht zahlen konnte. Ihre Kunden wollen ja auch keine Ausreden hören, wenn die Ware nicht geliefert wird!

 

Mo

12

Jun

2017

Online, online über alles

Die Welt ist digital und das Internet als überregionaler Markt- und Handelsplatz ist nicht mehr wegzudenken – keine Frage! Unstrittig ist auch, dass besonders der Facheinzelhandel unter den Umsatzverschiebungen und dem Preisverfall im Onlinehandel leidet. Trotzdem liegen die Chancen und die Zukunft nicht ausschließlich, aber zu einem erheblichen Teil in den anonymen Händen von Suchalgorithmen und Onlinemarktplätzen. 

Das waren jetzt alles keine neuen Weisheiten, meinen Sie? Dann haben Sie recht. Spannend wird der Blick auf die neue Generation von Marketingstrategen, die sich anschickt die PR-Arbeit der Branche zu revolutionieren. Diese meist in den 80ern des letzten Jahrhunderts geborenen, sich gerade eben schon zu den Digital

Natives zählenden Kommunikationsexperten fahren offensichtlich völlig auf den Onlinehype ab. Atemberaubende Budgets werden auf oft fragwürdiges Onlinemarketing fokussiert, ohne der Frage nachzugehen, wen man damit eigentlich erreicht!

Sicherlich haben die meisten Deutschen heute irgendwie oder irgendwo einen Internetanschluss, aber ist dieser auch flächendeckend so schnell, das es Spaß macht Produkt- und Werbevideos anzuschauen? Eher nicht: Noch Ende 2016 antwortete das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur auf eine parlamentarische Anfrage, dass im ländlichen Raum bisher nur 29,9 Prozent der Haushalte einen Anschluss mit 50 Mbit/s buchen könnten,

während in den Städten bereits 86,2 Prozent Zugang zu schnellen Internetverbindungen hätten. Dass gerade von der Zielgruppe „Jäger“ ein erheblicher Teil in genau diesem ländlichen Raum zu Hause ist, ist natürlich auch keine neue Weisheit. Genauso alt ist die Erkenntnis, dass die deutsche Jägerschaft generationenübergreifend nicht unbedingt zu den technikaffinsten Gruppen der Gesellschaft gehört. Insofern ist anzunehmen, dass mit der Fokussierung auf Onlinewerbung lediglich ein kleiner Ausschnitt der Zielgruppe erreicht werden kann, während weite Teile der potenziellen Kunden einfach ignoriert werden.

Ich könnte jetzt noch lange weitermachen, beispielsweise mit einem Vergleich der Nutzungsdauer von Onlinemedien mit Printausgaben oder einer Analyse der Mitgliederzahlen jagdlicher Gruppen in den sozialen Netzwerken. Das Ergebnis wäre immer das Gleiche:

„Online“ ist wichtig, aber um die Masse der Zielgruppe nachhaltig zu erreichen, ist ein Medienmix aus klassischen und neuen Medien notwendig, der am effizientesten funktioniert, wenn diese Medien in

einer Kampagne aufeinander abgestimmt sind. Auch das ist keine neue Erkenntnis und eigentlich sollten gerade die oben erwähnten Marketing-Experten noch in der Lage sein, von Zeit zu Zeit über den Display-Rand des eigenen Smartphones zu schauen und zu reflektieren, ob sich die eigenen Präferenzen auch tatsächlich mit denen der Zielgruppe decken.

Fr

31

Mär

2017

Das war meine IWA 2017

 

Mein Café – ein voller Erfolg!

 

 

 

Es wurde sofort als Ort der Kommunikation und des Austausches angenommen. Hier trafen sich die Teilnehmer des Marktplatzes der Büchsenmacher, Freunde und Bekannte des Verlages J. Neumann-Neudamm, von Waffenmarkt-Intern und der Jagdzeit. Die Powerfrauen haben mir besonders gut gefallen – der Uhu auch.

 

 

 

 

Aber seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Frauenpower-Stammtisch ist gewachsen, von links: Manuela Bache, WM-Intern, Inga Steinmann, Waffen Friedhoff und Mitglied im VDB-Präsidium, Claudia Will, Will & Apel, Sylvia Merkle, Frankonia, Sophie von Bissingen, Frankonia, Claudia Jahn, WM-Intern, und Daniela Becker, Omnida.

 

Mädels, notiert euch den

Messefreitag zur IWA 2018,

ab 17 Uhr wird bei mir im Café

der Sekt ausgeschenkt! 

Unser Uhu „Pattex“ von der Greifvogelauffangstation Malsfeld, der Liebling aller Besucher.
Unser Uhu „Pattex“ von der Greifvogelauffangstation Malsfeld, der Liebling aller Besucher.

© Ralf Müller
© Ralf Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei uns kommt jeder mal aufs Titelblatt! 

Melanie Lorscheid von Waffen Schumacher und Waffenmarkt-Redakteurin Claudia Jahn sind doch hervorragende Cover-Girls, oder?

Do

02

Mär

2017

Hardys Café

Besuch' mich im Übergang zwischen den Hallen 3A und 4A (Foyer 3A).

 

Ich freu' mich drauf und gebe einen aus!

 

 

Schöne bunte Karten gibt's bei mir auch. Natürlich bin ich auf jeder drauf …


Raus aus der Spar-Falle!

Ein Produkt ist vergleichsweise teuer, es wird vom Gesetzgeber extrem stark reglementiert, es wird in althergebrachten inhabergeführten Läden verkauft und von traditionsreichen deutschen Firmen hergestellt. Bei Missbrauch und falscher Anwendung ist das Produkt stark gesundheitsgefährdend.

Die Rede ist natürlich von Medikamenten und Apotheken.

 

Die Pharma-Branche wird indes vom Internet aufgemischt: Versandhandel mit Arzneien, Beratung im Internet, Foren für Kranke, digitale Ratgeber und sogar die Überwachung der Einnahme von Medikamenten (sogenannte Compliance) via Handy-App.

Fühlen Sie sich angesprochen? Nicht nur, weil Ihre Kunden über die Preise sagen: „Ist ja wie in der Apotheke hier!“? Vielleicht auch, weil „die Billig-Anbieter im Netz die Preise kaputt machen“ und „selbst ernannte Experten in jedem drittbesten Forum bei Facebook, Twitter & Co irgendeinen Quatsch raten“? Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Die werden Ihnen im Unternehmergespräch vielleicht Ähnliches erzählen.

 

Handel ist Wandel

Die Waffenbranche steht vor dem Schicksal, dass sich der alte Spruch „Handel ist Wandel“ bewahrheitet und die Veränderung schneller kommt, als sich manche Händler bewegen können oder wollen.

Also Kopf in den Sand, Restbestände verkaufen und ein schönes Leben führen? Danach im Liegestuhl vielleicht darüber nachdenken, wer es eigentlich ist, der „in diesem Internet“ die Waffen einschießt, mit Vertretern Produkte anschaut und Preise verhandelt oder Gläser zum Reparieren einschickt? Sind hier vielleicht auch Händler wie Sie am Werk, die einfach ihre Kunden besser erreichen und neue Wege gehen wollen?

E-Commerce, Handel über soziale Netzwerke und Kundenansprache übers Internet ist nur eine Erweiterung des Marktes. Haben Sie keine Sorge. Sehen Sie es positiv: Nie hatten Sie es so leicht, die Kunden im nächsten Bundesland zu erreichen. Nie war es so einfach, überregional darauf aufmerksam zu machen, dass Sie das beste Produkt haben. Nie konnten Sie so leicht feststellen, wer Ihnen die Preise kaputt macht und Ihre Vertreter darauf hinweisen. Vielleicht ist es an der Zeit, das Branchennetzwerk unter www.wm-intern.net zum richtigen Leben zu erwecken und ein Branchenforum mit den besten Online-Händlern einzurichten, um Erfahrungen und Anleitungen für die Branche zu bündeln und nutzbar zu machen!? 

Auch, wenn jeder seinen Umsatz braucht, am Ende muss die Branche zusammenstehen und sich gegen Handelsbeschränkungen wehren.

 

In diesem Sinne: Wenn die Kunden nicht mehr kommen, machen Sie bitte nicht als erste Sparmaßnahme das Licht im Schaufenster aus.

 

Ein gutes Herbstgeschäft & fette Erträge wünscht

Ihr & Euer Hardy

Hier spricht Hardy!

 

So! Du willst mich also kennenlernen? 

 

Ok.

Auf eigene Gefahr:

 

Ich bin Hardy!

Ich habe eine Meinung – und zwar die richtige!

Ich habe recht – und zwar immer!

Ich bin der Chef – und zwar von allem!

Und ich habe die Bratkartoffel erfunden!

 

Alles klar?

Noch nicht? 

Ok!

 

Ich sage, was ich denke – egal, ob es jemanden interessiert!

Ich höre zu – und zwar radikal!

Bei mir kann man sich auch mal so richtig aufregen!

Und niedlich bin ich auch.

 

Wenn du was zu sagen hast, dann mach' das einfach.

 

(Aber bitte keine Beschwerden, wenn es im Waffenmarkt zu lesen ist.)

 

 

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