Sortiment

Mo

27

Jul

2020

Schmähpreis Plagiarius – das sind die „Gewinner“ 2020

© Plagiarius e. V.
© Plagiarius e. V.

Gegen dreisten Ideenklau, für Innovation und fairen Wettbewerb: Anfang Februar wurde der vom Designer Prof. Rido Busse 1977 ins Leben gerufene Plagiarius an die diesjährigen Preisträger verliehen. Die „Gewinner“ der vier Hauptpreise (der 3. Preis wurde zweimal vergeben) sind: 

 

1. Preis: Küchen-Schneidgerät „Nicer Dicer Quick“. Original: Genius GmbH (Limburg, Deutschland), Fälschung: Ningbo A-Biao Plastic Industry & Trade Co., Ltd. (VR China)

2. Preis: KAYSER Sahnekapseln. Original: Kayser Berndorf GmbH (Wien, Österreich), Fälschung (Vertrieb): Female Foods BV, Woerden (Niederlande, liquidiert). Ein belgischer Händler hatte die Fälschungen „im guten Glauben“ erworben. 

3. Preis: JULIUS-K9 Hundegeschirr „IDC Powerharness“. Original: JULIUS-K9 Zrt. (Szigetszentmiklós, Ungarn), Fälschung: Shenzhen Dog Favors Pet Supplies Co., Ltd. (VR China)

3. Preis: (Laptop-)Rucksack „Wenger Ibex“. Original: Wenger S.A. (Delémont, Schweiz), Plagiat: Herstellung: VR China, Vertrieb: Swiss Bag (Jerusalem, Israel)

Darüber hinaus wurden auch wieder sechs gleichrangige „Auszeichnungen“ verliehen – unter anderem an das Plagiat der Taucherlampe „Ledlenser D14.2“ (Original von Ledlenser GmbH & Co. KG, in Solingen, Deutschland): Ein deutscher eBay-Händler wurde abgemahnt. Er gab Restbestände heraus und nannte seinen Lieferanten. Vertrieb: unter anderem über Stels Solutions Sp. z o.o. (Polen) und SATIS (Polen). 

 

Dabei sagt die Auszeichnung, die bereits zum 44. Mal verliehen wurde, wie üblich nichts darüber aus, ob ein nachgemachtes Produkt im juristischen Sinne erlaubt oder rechtswidrig ist. Ziel der Aktion Plagiarius ist vielmehr seit jeher, die skrupellosen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren. Zugleich vermittelt der Verein den Unternehmern sowie den Kreativen die Bedeutung und Wirksamkeit von gewerblichen Schutzrechten – beispielsweise Marke, Patent, Design – und ermutigt sie, ihr geistiges Eigentum zu schützen und Nachahmer zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem möchte die Aktion Plagiarius dazu beitragen, dass Konsumenten technischen und kreativen Leistungen mehr Wertschätzung entgegenbringen, indem sie ihnen vor Augen führt, dass die Entwicklung eines Produktes von der ersten Idee über Design, Konstruktion, Zertifizierungen und Prototypenbau bis zur Marktreife viel Zeit, Geld, Know-how, Mut und Innovationskraft kostet. Dafür steht auch die Trophäe des Negativpreises: Ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – Symbol für die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten von Kreativen und der Industrie erwirtschaften. Nähere Informationen, auch zu den Preisträgern, unter: www.plagiarius.com mvc   

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Fr

24

Jul

2020

Neu im Sortiment von Ballistol: Stahl-Putzstöcke

© Ballistol
© Ballistol

Im Waffenpflegesortiment des niederbayerischen Herstellers Ballistol sind neben den bewährten Carbon-Putzstöcken ab sofort auch Stöcke mit Stab aus Stahlkern erhältlich. Der Kern des neuen Putzstabs aus Automatenstahl ist mit strapazierfähigem Kunststoff ummantelt, die Aufnahmen bestehen aus Messing. Die Wischlänge von 22 cm ist perfekt an die Anwendung an Kurzwaffen angepasst. Ballistol reagiert mit den kunststoffummantelten Stahl-Putzstäben auf eine erhöhte Kundennachfrage und bietet damit ab sofort eine preiswerte Alternative zum bestehenden Angebot der biegsamen und leichten Putzstäbe aus Carbon. Der neue Stahl-Putzstab greift die Laufwand der Waffe nicht an und kann sie deshalb nicht beschädigen. Des Weiteren ist er kompatibel zu dem gesamten Waffenpflege-Zubehör des Ballistol-Wechselsystems! Das Produkt ist beständig gegen alle Reinigungsmittel und Öle, die zur Waffenpflege geeignet sind. Der neue Ballistol-Stahl-Putzstock besteht aus einem Stahl-Putzstab kurz, dem Ballistol-Wechselgriff sowie dem Filzadapter für drei Filze. Die Variante mit einem Durchmesser von 5 mm wiegt 71 g, die mit 7 mm bringt 84 g auf die Waage. Hergestellt wird das Zubehör traditionell in Europa. 

Übrigens: Ballistol belegte bei der Wahl „Partner des Fachhandels“ 2019 im Bereich chemische Erzeugnisse den ersten Platz. ak

www.ballistol.de   

Mo

20

Jul

2020

Wärmebildtechnik – Zubehör und Facelift

© AKAH
© AKAH

Samtig-weichen Neoprenschutz für Wärmebildgeräte bietet die Schutzhülle von AKAH. Sie passt zum Beispiel auf Lahoux-Geräte wie Spotter M, Pro 25, Pro 35V, Elite 35 und Elite. Die Länge beträgt 210 mm, der Durchmesser liegt bei 70 mm. Die Schutzhülle kann am Gürtel getragen werden und besitzt zwei stabile Ösen zum Anbringen eines Trageriemens (separat erhältlich). www.akah.de

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Fr

17

Jul

2020

Optikneuheiten – Auf kurze Distanz (2/2)

© Minox
© Minox

 

 

 

Zwei neue Fernglasserien hat Minox auf den Markt gebracht: X-active und X-lite. Die X-active-Serie bezeichnet Minox als leistungsstarke Allround-Gläser. Die insgesamt sieben Modelle sind mit einer acht- beziehungsweise zehnfachen Vergrößerung ausgestattet und besitzen laut Minox ein Sehfeld von bis zu 140 m. Die Allroundtalente sollen eine sehr gute optische Leistung mit neutraler Farbwiedergabe und hohem Kontrast bieten.

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Mi

15

Jul

2020

Optikneuheiten – Auf kurze Distanz (1/2)

© sunnychicka - stock.adobe.com
© sunnychicka - stock.adobe.com

Nach wie vor boomen die Leuchtpunktvisiere für den Einsatz bei schnellen Bewegungsjagden im Nahbereich. Aber auch für die sehr weite Distanz gibt es neuen Stoff, zum Beispiel das PRS 5-30 x 56i von Leica und ein Minispektiv von Noblex.

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Fr

10

Jul

2020

Wolframcarbit-Folder von Sandrin Knives

Sandrin Knives setzt neue Maßstäbe mit seiner Wolframcarbit-Legierung für EDC-Folder. © Sandrin
Sandrin Knives setzt neue Maßstäbe mit seiner Wolframcarbit-Legierung für EDC-Folder. © Sandrin
Das Lanzo wirkt mit seiner Drop-Point-Klinge etwas vertrauter als die beiden anderen Modelle mit Sheepfoot- und Wharncliffe-Klingen. © Sandrin
Das Lanzo wirkt mit seiner Drop-Point-Klinge etwas vertrauter als die beiden anderen Modelle mit Sheepfoot- und Wharncliffe-Klingen. © Sandrin

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Mi

08

Jul

2020

Messerporträt: Federmesser

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Hochmoderner Klingenstahl in Kombination mit Körperteilen eines tropischen Urzeit-Krebses: ein kleines, leichtes Messer von Christoph Daim mit 9 cm Klingenlänge und 20 cm Gesamtlänge. © Christoph Daim
Hochmoderner Klingenstahl in Kombination mit Körperteilen eines tropischen Urzeit-Krebses: ein kleines, leichtes Messer von Christoph Daim mit 9 cm Klingenlänge und 20 cm Gesamtlänge. © Christoph Daim

Auf Ausstellungen erlebe ich es immer wieder, dass besonders kleine Messer auf den ersten Blick gar nicht als Messer wahrgenommen werden. Sie werden eher für Spielzeug gehalten, für Zahnstocher oder Brieföffner.

Heutzutage ist ein Messer scheinbar erst dann ein Messer, wenn es wie die Requisite aus einem Rambo-Film aussieht. Dabei gibt es bei uns eine lange Tradition zierlicher kleiner Messer, die bereits seit dem Mittelalter sehr verbreitet waren. Ihre Aufgabe war es, die Federkiele der damaligen Schreibgeräte in Form zu schneiden. Und bis in die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein gibt es Beispiele kleiner, nur scheinbar fragiler Messer, die oft im Set als „Obstmesser“ immer wieder mal auf Flohmärkten auftauchen. Sie gehören zu einer verschwindenden Nachkriegskultur, die auch Likörgläser besessen und benutzt hat. Das abgebildete Messer ist ebenfalls klein und zierlich und hat darüber hinaus weitere Besonderheiten: Die Klinge besteht aus Nitrobe 77, ein ohne Kohlenstoff (auf Stickstoffbasis) härtender, rostfreier Stahl. Auch das Griffmaterial ist sehr ungewöhnlich: Es ist Pfeilschwanzkrebs (Limulus), genau genommen die Schwanzspitze des Tieres. Die Tiere wurden nach einem tropischen Sturmereignis tot in Mexiko an den Strand gespült und, um keine natürlichen Ressourcen zu verschwenden, habe ich sie zu diesem einzigartigen Griffmaterial verarbeitet.

 


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Mo

06

Jul

2020

QOOL Box gewinnt Design & Innovation Award

© Qool
© Qool

Warmes bleibt warm, Kaltes bleibt kalt – und das außergewöhnlich lange, gleich über mehrere Tage hinweg. Die Qool Box ist keine gewöhnliche Kühlbox, sondern erzielt ihre herausragende Dämmleistung für Getränke und Speisen durch eine Isolationstechnik, die auch in der Raumfahrt zum Einsatz kommt: Vakuumisolationspaneele, die in allen Seiten, im Deckel und im Boden verbaut sind. Die gewünschte Temperatur in der Qool Box wird über sogenannte Temperature Elements konstant gehalten und zwar im Temperaturbereich von -25 bis +25 °C. Das Ganze geschieht ohne Stromversorgung, in jeder Klimazone, auf der ganzen Welt. Die Qool Box ist nachhaltig in Deutschland mit Lieferanten aus der Region und aus recyclingfähigen Materialien hergestellt. Sie ist wartungsfrei und dadurch besonders langlebig. Die Temperature Elements können so oft wie es beliebt eingefroren und aufgetaut werden. Damit ist die innovative Kühlbox der ideale Begleiter für Abenteurer und Outdoor-Fans, denn sie sorgt für Unabhängigkeit in der Natur, da sie Lebensmittel auch ohne Strom bis zu zehn Tage lang frisch hält. 

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Mo

29

Jun

2020

Test: Victorinox Outdoor Master Mic

© Victorinox
© Victorinox

Mit den beiden neuen Messern der Serie Outdoor Master hat Victorinox seit Ende letzten Jahres erstmals feststehende Messer für Outdoor und Bushcraft im Programm: Das Outdoor Master Mic L mit 10 cm und das Outdoor Master Mic S mit 7 cm Klingenlänge, beide mit Micarta-Griffen. Wir haben das große der beiden Messer ausgiebig getestet.

 

 

 

 

 

Geliefert wird das Victorinox in einer schlichten, umweltfreundlichen Pappschachtel. Gleich der erste Eindruck beim Auspacken begeistert. Toll schaut es aus, das Outdoor Master Mic L in massiver Full-Tang-Bauweise mit ansprechenden Micarta-Griffschalen in seiner Kydexscheide mit Feuerstarter. Direkt überkommt einen der umtriebige Wunsch, damit raus in den Wald zu gehen, Kleinholz und Feuer zu machen. 

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Mi

24

Jun

2020

Beile, Äxte und Sägen – Werkzeuge für Outdoor und Bushcraft Werken im Wald

© Condor
© Condor

Die Verarbeitung von Holz ist wohl eine der wichtigsten Tätigkeiten bei Outdoor-Aktivitäten jedweder Art, insbesondere beim sogenannten Bushcrafting – was im Deutschen oft frei mit Waldhandwerk übersetzt wird. Sei es nur um Feuerholz zu machen oder auch größere Projekte umzusetzen, wie die Errichtung eines kompletten Camps. Aber auch der professionelle Waldarbeiter, Förster oder Jäger freut sich über derart funktionales Werkzeug. Hier finden Sie einige Klassiker, aber auch Neuheiten aus diesem Bereich.

 

Ganz neu am Markt ist das Bushcraft Tomahawk der deutschstämmigen Firma Condor mit Sitz in El Salvador. Dabei handelt es sich de facto um die Kreuzung eines typischen Tomahawks mit den Attributen einer klassischen Axt. Durch den circa 49 cm langen, geraden und glatten Stiel aus amerikanischem Hickory-Holz lässt sie sich sicherlich gut werfen, ist aber dank ihres Gesamtgewichts von rund 880 g und ihrem Kopf aus 1060 HCS mit knapp 16 cm langer, nach unten ausgeschmiedeter Klinge auch für verschiedene Holzarbeiten gut zu gebrauchen. Die gegenüberliegende Kopfseite bietet eine Hammerfläche. Mit im Lieferumfang befindet sich eine Lederscheide samt langer Trageschlaufe. Das Condor Bushcraft Tomahawk ist eine ansprechende Alternative auch für alle Trapper-Fans. 

www.condortk.com

www.boker.de

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Fr

19

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 3/3

© Hertbertz
© Hertbertz

„Das kleine Schwarze“ für dieses Frühjahr ist tatsächlich scharf und hat nichts mit Unterwäsche zu tun. Dieses Herbertz Taschenmesser im Black Wash Finish passt dank seines äußerst schmalen Designs in nahezu jede Uhrentasche einer 5-Pocket-Jeans. Heft und Gürtelclip bestehen aus nur einem Stück Edelstahl, in welches gleichzeitig eine zuverlässige Framelock-Arretierung integriert wurde. Dank Öffnung per Nagelhau ist auch dieses Model ein § 42a-konformer Begleiter für den Alltag.

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Fr

19

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 2/3

© Dawson Knives
© Dawson Knives

Das amerikanische Familienunternehmen Dawson Knives ist seit mehr als 40 Jahren in der Messerindustrie tätig. Seit diesem Jahr sind die Produkte über ACMA erhältlich. Das Serengeti ist ein leichtes Messer mit einer schlanken, leicht nach unten gezogenen Drop-Point-Klinge. Im Lieferumfang ist eine Kydexscheide enthalten. 

www.dawsonknives.com

www.acma.de 

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Mi

17

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 1/3

© Almarknives
© Almarknives

Gesprächen mit verschiedenen Kontakten im Markt zufolge lief 2019 das Behördengeschäft besser als das reguläre Endkundengeschäft. Ein möglicher Grund ist die Verunsicherung der Verbraucher durch monatelange Diskussionen zu Gesetzesänderungen und Verbotszonen. Ein Blick auf die Neuheiten zeigt jedoch keine massive Trendwende zu „Stummel-Messern“ oder zum Verzicht auf Einhandmesser oder federunterstützte Mechanismen. Aber der Großteil der vorgestellten Modelle ist in Deutschland „führbar“ und diese Auswahl fand nicht allein durch die Redaktion, sondern auch gemeinsam mit den Herstellern statt. Das Bewusstsein für die deutsche Marktsituation wächst somit auch bei internationalen Lieferanten. Wir sind zuversichtlich, auch in Zukunft etwas Passendes für unterwegs zu finden.

 

Das Quicksilver Slimline Ultralight von Al Mar macht seinem Namen alle Ehre. Der skelettierte Titangriff und das insgesamt schlanke Design machen das Messer besonders leicht. Die Talonklinge aus D2 öffnet über Flipper auf Kugellagern und arretiert über Framelock. www.almarknives.com

www.acma.de

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Mo

15

Jun

2020

Noblex Thermal Tablet – kontaktlose Temperaturmessung

© Noblex
© Noblex

Optikhersteller Noblex stellt das Noblex Thermal Tablet vor. Ein Gerät, um die Ausbreitung des Corona-Virus enzudämmen, indem schnell und kontaktlos die Körpertemperatur gemessen werden kann.

 

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen brauchen im Zuge der Covid-19 Pandemie Lösungen, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Auf Basis von Wärmebild-Technologie lässt sich mit dem „NOBLEX Thermal Tablet“ in Sekundenschnelle kontaktlos die Temperatur von Personen messen – und zwar auf 0,1 Grad genau. Eine erhöhte Körpertemperatur kann sowohl als ein erstes Warnzeichen als auch als ein Symptom einer Infektion gelten. „Das Noblex Thermal Tablet ermöglicht eine schnelle und effektive Kontrolle vor öffentlichen Einrichtungen oder an Firmeneingängen“, sagt Hubert Bodächtel, Vertriebsleiter bei Noblex

 

Das System kombiniert die thermografische Erfassung mit einer optischen Kamera und bietet damit ein Erkennungssystem für Mitarbeiter oder Besucher. Ist der selbst definierte Temperaturgrenzwert überschritten, erfolgt eine Meldung auf dem Display sowie eine optionale Audiowarnung. Mögliche Risikopersonen können so direkt dokumentiert werden. Dank künstlicher Intelligenz erkennt das Gerät auch, ob die erfassten Personen Schutzkleidung wie etwa Mund-Nasen-Masken tragen oder nicht. „So kann in besonders sensiblen Bereichen der Zugang nur mit entsprechender Schutzkleidung gewährt werden oder direkt per Tablet auf die fehlende Ausrüstung hingewiesen werden“, erläutert Bodächtel.

Das Tablet könnte eine effektive und praktikable Lösung für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Ämter, Sportstätten, Kulturstätten, aber auch für Veranstalter von Events sein. Der Betrieb erfolgt autonom und bedarf keiner weiteren Hardware.

Das Tablet lässt sich flexibel und datenschutzkonform an bestehende Datenbanken anbinden, was die Technologie auch für Unternehmen attraktiv macht, die bereits über automatisierte Zugangssysteme in ihren Gebäuden verfügen. „Mit dieser bezahlbaren Hightech-Innovation ermöglichen wir auch kleineren Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mehr Sicherheit für ihre Besucher, Mitarbeiter und Kunden“, betont Hubert Bodächtel. cj

www.noblex-thermal.com

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Fr

05

Jun

2020

Die Geschichte der Bühag Suhl

© Claudia Jahn
© Claudia Jahn

Klaus Zimmermann und Peter Arfmann präsentierten im Mai 2019 im Waffenmuseum Suhl „Geschichte und Geschichten der Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft Suhl“. Das Buch widmet sich der Geschichte der Suhler Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft. Der aus Suhl stammende Ilmenauer Professor für Maschinenbau Dr. Klaus Zimmermann und der Suhler Museumsleiter Peter Arfmann stellen darin nicht nur die vor 70 Jahren gegründete Suhler Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft (Bühag) mit ihrer Geschichte und ihrem Produktionsprofil vor, sondern auch Biografien einiger ihrer weithin bekannten und gerühmten Persönlichkeiten wie beispielsweise „Huller“ Joachim Heym.

Der Großvater Klaus Zimmermanns, Emil Diemb, war selbst Systemmacher in Neundorf und Genossenschafter der Bühag. Akribisch recherchierte der Autor dazu gemeinsam mit Peter Arfmann in den Unterlagen der Bühag, die bis 1994 bestand. Er interviewte ausgewählte Bühag-Mitglieder. Deren Biografien sind naturgemäß eng mit der Geschichte des (handwerklichen) Jagdwaffenbaus in Suhl verbunden. In der Summe liegt mit diesem Buch nicht nur ein Überblick über dieses bisher kaum beleuchtete Kapitel der neueren Suhler Industriegeschichte vor, sondern es kommen auch wichtige Details zur Vielfalt und zum Reichtum Suhler Waffenkunst zur Sprache. Eigentlicher Anstoß für dieses Buch war, wie Klaus Zimmermann verriet, ein Besuch amerikanischer Waffenfreunde in Suhl, die sich insbesondere für die Geschichten hinter den Waffen interessierten … cj

www.waffenmuseumsuhl.de   

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Fr

29

Mai

2020

Messer und Kleiner Waffenschein

Thomas Laible, Redaktion Messer Magazin. © Wieland Verlag
Thomas Laible, Redaktion Messer Magazin. © Wieland Verlag

Messer und Kleiner Waffenschein

Mit dem neu geschaffenen § 42 Abs. 6 gewinnen waffenrechtliche Erlaubnisse wie der Kleine Waffenschein (KWS) eine ganz neue Relevanz zu Führen von Messern. Wir sprachen dazu mit Thomas Laible, Redakteur vom Messer Magazin.

 

Was hat sich mit dem neuen Gesetz bei Messern verändert?

Die ursprünglich geplanten Verbote – das Totalverbot von Springmessern und das Führverbot von Klingen über 6 cm – konnten durch den hartnäckigen Protest der Messerfreunde abgewendet werden. Um die Verbotszonen aber noch komplett zu verhindern, war der politische Druck aus den Landesinnenministerien einfach zu groß.

 

Was bedeuten die Verbotszonen?

Zusätzlich zu den bisherigen Verbotszonen können nach dem neuen § 42 Abs. 6 WaffG die Länder nun praktisch überall Verbotszonen einrichten. In diesen Zonen ist neben dem Führen von Waffen auch das Führen von feststehenden und feststellbaren Messern über 4 cm Klingenlänge verboten. Mit ausdauerndem Protest konnten wir aber verhindern, dass nicht-feststellbare Messer – wie die meisten Schweizer Taschenmesser – auch unter das Verbot fallen. Und es gibt weitere Ausnahmen.

 

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Mi

27

Mai

2020

Neue Produkte für die Jagd

Anschütz
Anschütz

In den meisten Bundeländern gilt die Jagd auch in Corona-Zeiten als systemrelevant. Die Ausübung ist also gestattet, wenngleich mit den bereits gelernten Auflagen – Abstand halten! Einzeljagd ist also in Ordnung. Hier stellen wir Ihnen Neuheiten vor, die größtenteils auf der IWA ihre Premiere hätten feiern sollen.

 

Anschütz-Großkaliber-Repetierer „Modell 1782“ jetzt mit Lochschaft: Ein Jagdgewehr, das im Kern nur aus Holz und Stahl besteht. Schlicht und einfach. Erst mit der Vertrautheit entdeckt man laut Anschütz die Komplexität des Gewehres, das präzise Zusammenspiel auf Hightech-Niveau. Das 1782 ist von jeher ein Gewehr, das Ruhe ausstrahlt und immer zur Hand ist, wenn es um die Jagd geht. Erhältlich in den Kalibern .243 Win., 6.5 Creedmore, .308 Win., .30-06, 8 x 57 IS und 9,3 x 62. 

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Mi

20

Mai

2020

Energiereiche Gerichte und abbaubare Hygieneprodukte

© Blå Brand
© Blå Brand

Blå Band präsentiert neue Gerichte für unterwegs

Glutenfrei, lactosefrei, ohne Geschmacksverstärker und Transfette: Blå Band überzeugt mit sechs neuen Outdoor-Gerichten mit hohem Sättigungsfaktor. Die Schweden bieten gefriergetrocknete Mahlzeiten an, welche mit kaltem oder warmem Wasser zubereitet werden können, und sogenannte Wet Pouches, welche nur noch erwärmt werden müssen. Besonders praktisch für die Tourenplanung: Die Gerichte haben eine hohe Nährstoffdichte und ein kleines Packmaß. Gegessen werden kann mit einem handelsüblichen Esslöffel direkt aus der Verpackung.

Die Zubereitung der klassischen Outdoor-Meals ist mehr als einfach: Tüte aufreißen, Wasser einfüllen, umrühren, Beutel verschließen und ziehen lassen. Fertig ist eine Mahlzeit mit bis zu 675 Kalorien. Eine der vier neuen Rezepturen heißt „Rindfleisch mit Kartoffeln und Sauce Bernaise“.

Im Gegensatz dazu wird für die Wet Pouches kein Wasser benötigt. Die Wet-Pouches-Gerichte sind in Alu-Kunststoff-Beuteln verpackt und müssen nur noch mit einem separaten Hitzekissen erwärmt werden. Die zwei neuen Sorten heißen „Stroganoff mit Reis und Champignon“ und „Kebab-Eintopf mit Mais und Paprika“.

Seit den 1950er Jahren stellt das schwedische Unternehmen Blå Band geschmackvolle Mahlzeiten für unterwegs her. Diese wurden ursprünglich für das Militär entwickelt. Ziel war es, eine besonders nahrhafte, leicht herzustellende und schmackhafte Nahrung für unterwegs zu entwickeln. Die heutigen Outdoor-Gerichte sind für alle geeignet, die sich fernab der Zivilisation eine nahrhafte und gesunde Mahlzeit zubereiten möchten.

www.blaband.se

www.scandic.de

© S&H
© S&H

Biologisch abbaubare Hygieneprodukte von Sjö&Hav

Die schwedische Marke Sjö&Hav Outdoor Care bringt jetzt eine Reihe von biologisch abbaubaren Hygieneprodukten für alle Outdoor-Liebhaber auf den deutschen Markt. Die in Schweden hergestellte biologisch abbaubare Körperpflege und Reinigung kann sogar in Salzwasser, Flüssen und bei kalten Temperaturen genutzt werden. „Sjö&Hav legt Wert auf nachhaltigen Lebensstil, Qualität und das Wohlbefinden, das die Natur dem Menschen bietet. Viele Marken versuchen, die Natur ins Badezimmer zu bekommen. Wir machen es genau umgekehrt. Wir bringen das Badezimmer mit ansprechenden und funktionellen Produkten in die Natur, die so leistungsfähig wie die sind, die wir von Zuhause aus kennen“, sagt Åsa Plahn, Gründerin von Sjö&Hav. Das Sortiment umfasst neben dem Mückenmittel „Mygg- och fästing“ Haar- und Körperpflege sowie Outdoor-Waschmittel in unterschiedlichen Dosiergrößen. ali

www.sjohav.se

www.scandic.de

Mo

18

Mai

2020

Messerporträt: Messer wie früher

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Eine unverkennbare Klingenform seit Jahrhunderten – der Trattenbacher Taschenfeitel.  © Christoph Daim
Eine unverkennbare Klingenform seit Jahrhunderten – der Trattenbacher Taschenfeitel. © Christoph Daim

In Zeiten der Verschärfung der Waffengesetze und der Ausweitung von Waffenverbotszonen kommt den einfachen, „gemütlichen“ Taschenmessern ganz ohne Klingenarretierung langsam wieder eine größere Bedeutung zu. Das liegt daran, dass sie weniger wie eine bedrohliche Waffe wirken, sondern eher wie ein altmodisches Alltagsutensil. Ein typisches Beispiel für ein solches Messer ist der sogenannte Taschenfeitel. „Der Feitel“ bezeichnet im österreichischen und bayerischen Sprachgebrauch ein (meist einfaches) Taschenmesser, oft vom Typ der hier abgebildeten Trattenbacher Taschenfeitel. Sowohl die Bezeichnung „Feitel“ als auch das dazugehörige Messer sind in weiten Teilen Deutschlands allerdings unbekannt beziehungsweise längst kein Begriff mehr. Dabei wurden in dem kleinen Tal an der österreichischen Eisenstraße zur Blütezeit dieser Messer bis zu acht Millionen Stück pro Jahr produziert und in die ganze Welt verkauft! Der letzte verbliebene Betrieb dort ist eine Art Museum und stellt gewissermaßen einen Ausflugstipp für Messerfreunde dar, die miterleben können, wie auf von Wasser angetriebenen Maschinen noch Messer wie vor über 100 Jahren hergestellt werden. Dabei ist die Form dieser Messer noch ein paar hundert Jahre älter. Die unveränderte Herstellung dieser traditionellen Messerform ist mittlerweile von der UNESCO in den Status eines immateriellen Kulturgutes erhoben worden.

 


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Mo

20

Apr

2020

Messerbausätze von Fedeca – „It’s my knife“

© Heldbergs
© Heldbergs

Seit Sommer 2019 ist Heldbergs der exklusive Distributor für die japanische Messer-Marke Fedeca. Als ersten Schritt in der neuen Partnerschaft wählte man die erfolgreichen „Do-It-Yourself“(DIY)-Bausätze der traditionellen Manufaktur. Die vier Bausätze umfassen ein Klappmesser, Schnitzmesser und zwei verschiedene Größen von Santoku-Kochmessern. Der handgeschmiedete Yasuki-Stahl der Klingen zeichnet sich durch eine hohe Schärfe und Schnitthaltigkeit aus. In jedem Bausatz sind Klinge und Griffmaterialien enthalten. Für die Santoku-Messer legt Fedeca noch ein Schnitzmesser und Bienenwachs dazu. So gestaltet man durch Schnitzen, Schmirgeln und Wachsen seinen ganz individuellen Griff. Das Erlebnis und die Individualität stehen dabei im Vordergrund. Natürlich kommt dabei „richtig gutes Zeug“ heraus, wie es Heldbergs sich auf die Fahne schreibt.

Anfang dieses Jahres erweiterte Heldbergs das Angebot um zwei fertige Klappmesser. Diese müssen zwar nicht selbst zusammengebaut werden, versprechen aber dennoch alle Unikate zu werden. Griffschalen aus burmesischem Teakholz bieten eine dezent strahlende und abwechslungsreiche Struktur. ah

www.fedeca.com/en

heldbergs.com/fedeca-messer-deutschland    

Mi

15

Apr

2020

Spielend die Welt entdecken

In der freien Natur bekommt die Fantasie Flügel. © Haba
In der freien Natur bekommt die Fantasie Flügel. © Haba

 

Kinder brauchen für ihre Entwicklung unterschiedliche Erfahrungen in der Natur. Hier können sie verschiedene Geräusche und Gerüche wahrnehmen, Tiere und Pflanzen beobachten und sich nach Herzenslust verstecken, laufen, klettern und toben.

www.naturmitkind.de

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Mo

13

Apr

2020

Mit Eickhorn im Walde – das EBK im Test

Daniel Guthannß
Daniel Guthannß

Von Eickhorn aus Solingen gibt es mit dem EBK seit Anfang 2018 ein reinrassiges Messer, entwickelt für all jene, die ihre Freizeit gern draußen in der wilden Natur bestreiten. EBK steht dabei für nichts anderes als Eickhorn Bushcraft Knife. Ein robustes Messer für den Wald also, dessen angedachter Einsatzzweck in erster Linie anspruchsvolles Arbeiten mit Holz rund um Camp und Lagerfeuer umfasst – Bushcraft eben.

 

Erfahrungen in der Fertigung robuster Messer hat der Hersteller zur Genüge. Seit über 150 Jahren verlassen professionelle Militär- und Einsatzmesser wie das KM2000 das Werk. Aber auch Klassiker wie das legendäre Outdoormesser GEK (German Expedition Knife) nach dem Design von Tony Lennartz gehören zum Portfolio der Solinger Messerschmiede.

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Fr

10

Apr

2020

Das große Buch der Ritter.

© Wieland Verlag
© Wieland Verlag

Alles über die legendären Krieger des Mittelalters

Autorin: Phyllis Jestice

Mythos, Legenden und Realität der Ritter: Die Ritter waren die professionellen Krieger des Mittelalters. Vom 11. bis ins frühe 16. Jahrhundert dominierten diese hoch ausgebildeten Elitekämpfer die Schlachtfelder mit ihren Lanzen, Schwertern und Äxten. Doch die Ritter waren mehr als nur Kampfmaschinen: Gemäß dem ritterlichen Ehrenkodex erwartete man von ihnen, dass sie musizieren und Verse dichten, Recht sprechen, ihrem Herrn dienen und das Volk beschützen konnten. Dieses reich bebilderte Buch berichtet von ihren Kämpfen, Siegen, Niederlagen und dem ganz normalen ritterlichen Alltag. Es entführt den Leser in eine faszinierende Epoche der europäischen Geschichte. Ein hochwertiges Nachschlagewerk von Phyllis G. Jestice, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der University of Southern Mississippi. mvc

 

Hardcover

gebunden

224 Seiten mit zahlreichen Bildern

Wieland Verlag, Bad Aibling 2020

ISBN 978-3938711972

www.wieland-verlag.com     

 

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Mi

08

Apr

2020

Messerporträt: Testen Sie Melonen?

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein historischer Melonentester von Ed. Wüsthof und aktuelle deejo-Produkte: www.deejo  © Christoph Daim
Ein historischer Melonentester von Ed. Wüsthof und aktuelle deejo-Produkte: www.deejo © Christoph Daim

Was sich die Gründer von deejo bei ihrem Projekt ursprünglich vorgestellt haben, sagen sie uns klar auf ihrer Website – ein Taschenmesser „wie früher“, also ein kleines, leichtes, praktisches Messer, das für die gängigsten Schneidarbeiten im Alltag geeignet ist: Kartons zerlegen, Verpackungen öffnen, Obst schneiden und so weiter. Im Laufe ihrer erfreulichen Erfolgsgeschichte (schließlich ist das Taschenmesser aus meiner Sicht eher ein schützenswertes Kulturgut und keine zu verbietende Mordwaffe) hat sich das Produktportfolio von deejo nicht nur diversifiziert, sondern auch marketingwirksam weiterentwickelt. Dabei stellt das abgebildete Klappmesser mit 20 Zentimetern Klingenlänge den genauen Gegenpol der ursprünglichen Intention seiner Hersteller dar. Wozu also ein solches Monster-Klappmesser? Der Aufmerksamkeitswert als Werbeprodukt ist unzweifelhaft gegeben. Aber wer lange genug sucht, findet sicher auch dafür eine sinnvolle Nutzanwendung, ob es nun das gegrillte Spanferkel oder ein ganzer Käselaib sein mag. Allerdings gab es besonders lange (und schlanke) Klappmesser bereits vor über 100 Jahren. Sie sind zu seltenen Fundstücken geworden, die immer wieder über den Sinn dieser Klingen rätseln lassen. Die Bezeichnung „Melonentester“ verweist auf ihre Funktion, einen Keil aus der genannten Frucht zu schneiden, um so den Reifegrad beurteilen zu können. Aber wer testet heute schon noch Melonen, noch dazu mit einem Messer?

www.deejo.de

www.herbertz-messerclub.de

 

 


Mo

06

Apr

2020

Das Mercator-Messer – ein Stück Geschichte in neuem Gewand

© Moorschmied
© Moorschmied

Seit über 100 Jahren wird das Mercator-Messer nahezu unverändert in Solingen hergestellt. Dieses Solinger Original wurde zunächst in der Messer- und Klingenschmiede Mercator Indiawerk Heinrich Kaufmann & Söhne produziert. Auch wenn es nicht als Armeemesser konzipiert war, lernte das Heer Kaiser Wilhelms die Qualitäten des Mercator schnell zu schätzen. Aus dieser Zeit stammt auch der Name „Kaiser-Wilhelm-Messer“. Da es nahezu unverwüstlich ist, wurde das Mercator-Messer früher von Generation zu Generation weitergegeben. So schaffte es auch den Sprung in die heutige Zeit. 

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Fr

03

Apr

2020

Buchtipps für die Arbeitswelt

© Trias
© Trias

Achtsamkeit im Job. 

Stress reduzieren, produktiv 

arbeiten und zufriedener sein

Autorin: Anna Black

Die meisten von uns halten Stress am Arbeitsplatz für normal und erleben das im Alltag oft. Wir fühlen uns von den digitalen Medien gehetzt, wir grübeln über viele Probleme nach, oft genug nehmen wir in Gedanken die Arbeit mit nach Hause, und kommen so viel zu selten zur Ruhe. Genau das aber macht auf Dauer krank. Wer mehr Achtsamkeit in sein Arbeitsleben bringt, erkennt die Warnzeichen von Stress früher und wird sich negativer Gedanken und Verhaltensweisen bewusster. Achtsamkeit hilft uns, gesund zu bleiben, nur so können wir unser volles Potenzial entfalten. Ob man im Großraumbüro sitzt, viel Zeit in Meetings verbringt, ein anspruchsvolles Telefonat vorbereitet oder eine komplizierte Aufgabe lösen will – Anna Blacks kurze und einfache Meditationen sind bestens dafür geeignet, um sie während des Arbeitstages zu machen. Sie stärken die Konzentration, verbessern die Arbeitsbeziehungen und erhöhen die Empathie. Das führt auch dazu, dass es uns leichter fällt, gute Leistungen zu erbringen und in kleinen oder größeren Krisen die Ruhe zu bewahren. 

Taschenbuch

144 Seiten

Trias im Georg Thieme Verlag

Stuttgart 2018, 

ISBN 978-3432108025 

www.thieme.de 

 

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Mi

25

Mär

2020

Bundesinstitut für Risikobewertung: Ist Melamin gesundheitsschädlich?

Im Zuge der Nachhaltigkeit setzen immer mehr Menschen auf wiederverwertbare Behältnisse für Lebensmittel. Diese bestehen oft aus dem Kunststoff Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH). In den letzten Jahren werden dem Kunststoff zunehmend alternative Materialien wie Bambusfasern als Füllstoff zugesetzt. Die so hergestellten Produkte werden häufig als „Bambusware“ beworben. Auch Outdoorgeschirr greift auf diese Materialien zurück, da sie bruchfest und leicht sind.

Eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt nun, dass Geschirr aus Melamin und „Bambusware“ gesundheitlich bedenkliche Stoffe in heiße Lebensmittel abgeben können. Die regelmäßige Aufnahme zu hoher Mengen an Melamin über einen längeren Zeitraum kann zur Bildung von Harnwegssteinen und zu einer Schädigung der Nieren führen. Bei dauerhaft zu hoher Aufnahme von Formaldehyd wurden im Tierversuch Entzündungen im Bereich des Magens beobachtet.

Die Formaldehydfreisetzung war bei etwa einem Viertel des „Bambusware“-Geschirrs so hoch, dass der TDI (bezeichnet den Wert der duldbaren täglichen Aufnahmemenge) um das bis zu 30-Fache für Erwachsene beziehungweise um das bis zu 120-Fache für Kinder überschritten wurde. Auch die maximal duldbare Formaldehydkonzentration wurde durch die Freisetzung aus allen Geschirrproben dieser Gruppe deutlich überschritten (bis zum etwa 90-Fachen). Für Erwachsene stellen die gemessenen Melaminfreisetzungen kein Gesundheitsrisiko dar. Bei einer langfristigen täglichen Verwendung von „Bambusware“-Geschirr mit besonders hoher Formaldehydfreisetzung hält das BfR ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für wahrscheinlich. Für Kleinkinder, die sehr häufig heiße Lebensmittel aus MFH-Geschirr und insbesondere aus „Bambusware“ verzehren, besteht aus Sicht des BfR ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. 

Außerdem zeigte sich bei Tests an ein und demselben Geschirr eine von Mal zu Mal zunehmende Freisetzung von Melamin. Dies deutet darauf hin, dass das Material durch den Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen und zerstört wird. Nahrungsmittel mit Zimmertemperatur können dagegen problemlos aus MFH-Geschirr verzehrt werden, da eine relevante Freisetzung von Melamin und Formaldehyd erst bei hohen Temperaturen stattfindet. ali

www.bfr.bund.de                                                 

Mo

16

Mär

2020

Feuer und Flamme für die Bushbox

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Mit Bushcraft Essentials hat sich seit 2012 ein junges Unternehmen mit Sitz in Erding etabliert, das sich auf die Produktion qualitativ hochwertiger Hobo-Kocher „made in Germany“ spezialisiert hat. Wir haben den Bestseller, das Modell Bushbox LF in der Edelstahlausführung, angefeuert und ausprobiert.

 

Insgesamt fünf Bushbox-Modelle, teils in verschiedenen Ausführungen aus Edelstahl oder Titan, finden sich inzwischen im Portfolio der Bayern. Während es sich bei den kleineren der sogenannten Hobos um klassische Stecksysteme handelt, wie man sie auch von anderen Herstellern kennt, ist in die beiden größeren Modelle LF und XL eine gehörige Prise deutscher Ingenieurskunst geflossen. LF steht dabei für Large Foldable. Letzteres beschreibt nichts anderes, als dass hier ein patentiertes Faltsystem zum Einsatz kommt, welches die Auf- und Abbauzeit dieser Bushbox enorm verkürzt. Ohne viel Übung klappen Asche- und Bodenblech in ihre Position und die LF steht einsatzbereit innerhalb beeindruckender drei Sekunden! Ermöglicht wird dies durch ein aufwendig in Handarbeit angepasstes Scharniersystem sowie das insgesamt durchdachte Konstrukt. Mit seinen Maßen von 14 x 10 x 10 Zentimetern ist die LF groß genug, um im Betrieb einen effizienten Kamineffekt zu erzeugen. Für bis zu zwei Personen lässt sich darauf kochen. Im Lieferumfang befinden sich zwei multifunktionale Topfauflagen. Sie geben unter anderem Tassen und kleinen Töpfen Halt und sorgen für Abstand bei größeren, damit der Kamineffekt erhalten bleibt. Zur Befeuerung dient wie bei jedem Hobo quasi alles, was brennt: Holz, Rinde, Tannenzapfen, trockener Tierdung etc. Die Bushbox LF kann alternativ aber ebenso mit Holzkohle, Pellets, Brennpaste, Trockenbrennstoff oder einem Spirituskocher genutzt werden. Dafür ist der optional erhältliche Universalrost von Nutzen. Dieser dient nämlich nicht nur oben aufgesetzt als praktischer Grillrost, sondern lässt sich auch mittig in Aussparungen einsetzen, um die genannten alternativen Brennstoffe optimal zu nutzen. Es empfiehlt sich daher, den Universalrost gleich mitzubestellen. Ausgeliefert wird die Bushbox LF in einer leichten Baumwolltasche. Zur sicheren Aufbewahrung und für den sauberen Transport der Bushbox LF finden sich jedoch auch passende Taschen im Programm. Eine aus robustem, schwarzem Nylongewebe und ein brandneues (und viel „bushcraftigeres“) Modell, gefertigt aus rustikal-braunem Leder. Dieses ist gerade erst auf der ISPO 2020 in München vorgestellt worden. 

Für den Test befeuerten wir den Hobo – natürlich auf feuerfestem Untergrund – ganz klassisch mit kleingehackten und batonierten Holzstückchen. Auf dem nach artgerechtem Anfeuern mit Feuerstahl und Kienspan entstandenen Glutbett ließ sich die gewünschte Hitze durch Nachlegen kleinerer Holzstücke und Äste durch das Öffnungsfenster recht gut regulieren. Ein halber Liter Wasser kochte im kleinen Titantopf bereits nach wenigen Minuten. Auch die deftigen Spiegeleier mit Speck und Zwiebeln gelangen in der schmiedeeisernen Pfanne richtig gut. So wird das Kochen in der Natur zum puristischen Vergnügen. Nach dem Abkühlen der Bushbox fand sich auf dem Rost nunmehr größtenteils weiße Asche. Das Holz war rückstandslos verbrannt. Verschmutzungen ließen sich mit einem Tuch leicht abwischen und die LF hatte eine ansehnliche Patina angenommen, ein nennenswerter Verzug des Materials war nicht festzustellen. Schnell war sie wieder zusammengeklappt und in der Ledertasche verstaut. Im Rucksack trug das Gewicht des kompletten Sets von 630 Gramm nur mäßig auf – zudem es beim Bushcraften in der Regel sowieso nicht auf jedes Gramm ankommt. Und wer es dennoch lieber leichter mag, lässt die Ledertasche sowie gegebenenfalls den Universalrost weg und greift zur 270 Gramm leichten Titanausführung der LF, die allerdings doppelt so teuer zu Buche schlägt. Insgesamt konnte die Bushcraft LF im Test rundum überzeugen. Nicht ohne Grund gilt sie als einer der besten Hobokocher auf dem Markt. Klar, Qualität aus deutschen Landen kostet ein paar Euro mehr. Doch bekommt der Kunde dafür einen ordentlichen Gegenwert: Ein erstklassiges deutsches Produkt, das bei ein wenig Pflege locker ein Leben lang hält und viel Freude macht. dg

www.bushcraft-essentials.com

 

Fr

13

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Freizeit, Tactical, Zubehör, Großhandel

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Freizeit, Tactical, Zubehör & Großhandel / Import.

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Mi

11

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Jagd, Messer & Schießsport

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Jagd, Messer & Schießsport.

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Mo

09

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Waffen, Munition & Optik

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Waffen, Munition und Optik.

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Fr

06

Mär

2020

IWA-Neuheiten - New Product Center

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im ersten Teil der Neuheiten, sind die Exponate, die im New Product Center gezeigt werden sollten, zusammengefasst.

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Mi

04

Mär

2020

Messerporträt: Nessmuk

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein finnisches Nessmuk von Brisa mit 125 Millimeter Klingenlänge.  © Christoph Daim
Ein finnisches Nessmuk von Brisa mit 125 Millimeter Klingenlänge. © Christoph Daim

In dieser Ausgabe geht es um „Nessmuk“ George W. Sears und seinen legendären Messerentwurf. Er lebte im Nordamerika des 19. Jahrhunderts, sein Pseudonym gab er sich zu Ehren eines Indianerfreundes aus seiner Jugendzeit. Bekannt war George W. Sears als Schriftsteller und Pionier für etwas, das wir heute vielleicht „Trekkingreisen“ nennen würden. Sein Handbuch zu dem Thema, in dem sich auch ein Bild seines Messers findet, stammt aus dem Jahre 1884 und ist bis heute in Druck. „Nessmuk“ war klein und schmächtig, aber der Überzeugung, dass das kein Hindernis für seine Trekkingtouren darstellen müsste. Daher entwickelte er für sich ein minimales und leichtgewichtiges Equipment, zu dem unter anderem auch das bereits erwähnte Messer gehörte. Messer im „Nessmuk-Stil“, wie das hier gezeigte aus Finnland, werden heute noch von einigen Herstellern und Messermachern gebaut. Besonders interessant ist dabei die Tatsache, dass ein „originales Exemplar“ eines Messers von Mr. Sears nicht mehr existiert. Er gab selbst nur wenige Hinweise zur Beschaffenheit seines Messers, von einer Illustration in seinem Buch einmal abgesehen. Somit sind alle heutigen Nessmuk-Messer nur Interpretationen seines Entwurfes, der dadurch umso einflussreicher und inspirierender erscheint. Jedenfalls bietet die finnische Seenlandschaft eine vergleichbare Topographie zu den Adirondacks, jener Gegend, in der Mr. Sears seine Trekkingreisen durchgeführt hat.

www.brisa.fi

 


Mo

02

Mär

2020

Doppelstimmig – Stirnlampe Fenix HM65R im Test

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Mit dem Modell HM65R hat Fenix sein neues Flaggschiff im Bereich Stirnlampen am Markt positioniert. Das Modell besticht durch zwei getrennt schaltbare LED-Einheiten – für Flut- und für Spotlicht – und leistet insgesamt satte 1.400 Lumen bei geringem Gewicht.

 

Eine Lampe nach ähnlichem Konzept gab es vor Jahren mit dem Modell HP25 (maximal 360 Lumen) bereits schon einmal im Portfolio von Fenix. Doch allein aufgrund des schweren 4-AA-Batterie-Packs am Kopfrücken überzeugte sie seinerzeit nicht jeden. Zwischenzeitlich wurde sie (auch technisch) überholt vom bisherigen Bestseller HL60R (maximal 950 Lumen). Diese musste jedoch mit nur einem festen Strahler auskommen, was stets einen Kompromiss darstellt.

Mit der HM65R hat der Hersteller nun das vorherige Konzept der zweigeteilten Lampe wieder aufgegriffen und fit gemacht für die 2020er-Jahre. Der Vorteil zweier getrennt voneinander fungierender Strahler ist dabei prinzipiell einleuchtend: Es gibt keine beweglichen, für Defekte oder eindringendes Wasser empfänglichen Teile, wie bei fokussierbaren Lampen. Fern- und Streulicht können je nach Bedarf beliebig kombiniert werden. Und sollte tatsächlich einmal eine LED oder ein Schalter kaputtgehen, steht immer noch die andere Leuchteinheit zur Verfügung. Um am Gewicht zu schrauben, setzt Fenix beim Korpusmaterial der Neuen auf eine robuste Magnesiumlegierung, die rund ein Drittel leichter ist als Aluminium. Somit kommt die HM65R bei den Maßen von 80,5 x 55 x 40 Millimeter auf ein Leergewicht von lediglich 69,5 Gramm (ohne Stirnband). Mitgeliefert wird ein hochwertiger Akku vom Typ 18650 mit ordentlichen 3.500 mAh, der über einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss von außen geladen werden kann. Damit befeuert erzeugt die Stirnlampe insgesamt einen Lichtstrom von bis zu 1.400 Lumen. Die maximale Reichweite beziffert der Hersteller mit 163 Metern, die Leuchtdauer je nach Stufe zwischen vier und 300 Stunden. Jede Strahlereinheit verfügt über mehrere Helligkeitsstufen: das Flutlicht für den Nahbereich über drei (8, 130 und 400 Lumen) und das Spotlicht für die Ferne über fünf (50, 130, 400 und 1.000 Lumen). Alle Werte sind nach ANSI-FL1-Standard zertifiziert.

© Fenix
© Fenix

Im Praxistest reichten bereits die acht Lumen aus, um beim Nachtwandern den Boden vor den Füßen ausreichend auszuleuchten, zu lesen oder die meisten Arbeiten im Camp auszuführen. Wird mehr Licht benötigt, findet man schnell für jede Situation die passende Einstellung. Die volle Helligkeit beider Leuchteinheiten wurde nur in Ausnahmefällen benötigt. Somit hielt der große Akku in der Regel auch lang genug durch. Im Volllasttest (beide LEDs auf höchster Stufe, wobei der 1.000-Lumen-Turbomodus wegen des Überhitzungsschutzes die Helligkeit selbstständig herunterregelt) brachte es die HM65R auf 270 Minuten, bevor sie in den Notlichtmodus schaltet und erneute Einschaltversuche nur mehr mit Blinken der fünfstufigen Ladezustandsanzeige quittiert. Voll aufgeladen wurde die Helligkeit indirekt unter Zuhilfenahme eines handelsüblichen Luxmeters erfasst und mit anderen Lampen, deren Lumen bereits verifiziert worden sind, abgeglichen. Das passte soweit. Lediglich die versprochene Reichweite von 163 Metern konnten nicht hundertprozentig überprüft werden. Während der winterlichen Testphase war es draußen im Feld stets mehr oder weniger nebelig. Somit muss in diesem Punkt den ANSI-Angaben des Herstellers vertraut werden. Niedrige Temperaturen ließen sie aber generell kalt. Selbst nach drei Nächten im Gefrierschrank bei -20° C funktionierte sie einwandfrei und ließ sich anstandslos bedienen. Für den Dichtigkeitstest – die HM65R ist gemäß IP68 bis zu zwei Meter Tiefe für 30 Minuten wasserdicht zertifiziert – wurde die Lampe zunächst kräftig abgeduscht und dann komplett unter Wasser getaucht. Es drang kein Wasser ein. Doch sollte man diesbezüglich stets darauf achten, nach dem Ladevorgang die USB-Buchse ordentlich verschlossen zu haben. Zu guter Letzt überstand die HM65R, von ein paar kleinen Macken im Gehäuse einmal abgesehen, den Falltest aus zwei Metern Höhe auf Beton unbeschadet. In Sachen Qualität hat der Hersteller also nicht zu viel versprochen. Und auch in Sachen Komfort kann die neue Fenix punkten. Das perforierte, außen mit reflektierenden Elementen bedruckte Stirnband ist vorn teilgummiert und bietet guten Halt auf dem Kopf. Acht Raststufen bieten eine Höhenverstellung um 90 Grad. Läufer können zudem ein zusätzliches Überkopfband montieren. Selbstverständlich lässt sich die Lampe auch an Helmen befestigen. Und unterwegs im Rucksack sorgt eine Transportsperrfunktion für Sicherheit. Die Bedienung der Tasten geht übrigens im Vergleich zu den älteren Modellen völlig geräuschlos vonstatten. Weiter zeigte sich im direkten Vergleich mit oben genannten Vorgängermodellen, dass die HM65R konzeptionell einen Hybrid jener Lampen darstellt und dabei deren jeweiligen Vorteile in sich vereint, bei insgesamt besseren Werten. So übertrifft allein das Spotlicht der neuen Fenix bereits das der HL60R. Und dank neuer Materialien ist bei zugleich geringerem Gesamtgewicht der Zusatznutzen eines zweiten Flutlichts gegeben. Insgesamt bietet Fenix mit seiner neuen HM65R dem Nutzer eine zuverlässige, vielseitige, funktionale und intuitiv bedienbare Stirnlampe für praktisch alle Anwendungsbereiche. Eine, die im Jahre 2020 in keinem Verkaufsregal fehlen sollte. dg www.fenix.de

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Fr

28

Feb

2020

Neue Kipplaufbüchse K5 von Merkel

© Merkel
© Merkel

Merkel entwickelte seine erfolgreiche Kipplaufbüchse K3 zum neuen Modell K5 weiter. Natürlich baut auch die neue K5 auf dem äußerst stabilen Kippblockverschluss auf. Dieser präsentiert sich extrem kurz, denn der Stahlblock kippt beim Schließen der Basküle in eine Laufnut und verriegelt merkeltypisch Stahl auf Stahl. Hinsichtlich der Belastbarkeit kann diese Verschlusskonstruktion durchaus mit einem klassischen Zylinderverschluss verglichen werden, nur bei wesentlich kürzerer Bauweise. Die K5 bringt bei äußerst führigen Abmessungen rund 2,3 Kilogramm auf die Waage. 

Es handelt sich um einen Handspanner, das Kippen der Basküle zum Laden hat keine Spannwirkung und geht deshalb leicht von der Hand. Nicht minder sauber funktioniert der neuentwickelte Spannschieber auf dem Kolbenhals, der völlig geräuschlos und mit wenig Kraftaufwand nach vorn geschoben wird, um das Schloss vor dem Schuss zu aktivieren. Entspannen geht durch einfaches Zurückziehen des Schiebers – nach Schussabgabe oder beim Öffnen der Basküle entspannt die Waffe automatisch. 

© Merkel
© Merkel

Der goldfarbene Kippblock kann bei Bedarf werkzeuglos aus dem Systemkasten entnommen werden, was Sicherheit gegen eine unbefugte Nutzung gewährleistet. Neu ist die Einstellbarkeit des Abzugszüngels in Längs- und Querachse; diese Funktion harmoniert mit dem Direktabzug der Waffe. Werkseitig ist er auf etwa 600 Gramm Widerstand eingestellt, was praxisgerecht bei der Pirsch- und Bergjagd ist.

Die Merkel K5 gibt es in einer breiten Kaliberpalette von .223 über 6,5 Creedmoor bis zu .300 Winchester Magnum in drei Lauflängen: 56 und 51 Zentimeter für Standardkaliber und 60 Zentimeter für die Weitschuss- und Magnumpatronen. Die Läufe im Durchmesser von 17 Millimetern verfügen allesamt über die von der Helix bekannte Universal-Visierung i-Sight-System in Kombination mit abgedecktem M15x1-Mündungsgewinde.

Der Systemkasten zeigt sich wahlweise minimalistisch reduziert in ungraviertem Schwarz oder mit reichhaltigen Gravuren.

Die K5 ist vorbereitet für eine Suhler Aufkippmontage (SAM).

 

Vor allem das neue Schaftkonzept prägt die Linie der K5. Der Hinterschaft ist mit leichtem Schweinsrücken in Kombination mit bayerischer Backe und Doppelfalz elegant ausgeführt. Es gibt ihn auch für Frauen in der ergonomischen Lady-DS-Schäftung. Der um einen Palisanderabschluss nahtlos verlängerte Vorderschaft verfügt optional über eine Zweibeinaufnahme. Der neue Druckknopf-Riemenbügel sitzt an der Stirnseite des Vorderschafts und am Hinterschaft. Diese Riemenbügel lassen sich schnell und leicht für Schießstand oder speziellen jagdlichen Bedarf lösen und wieder aufsetzen. Lieferbar sind die hochwertigen Holzklassen der Kategorie Türkischer Nussbaum ab 4 bis 8. hjh

www.merkel-die-jagd.de  

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Mi

19

Feb

2020

Höchste Optikqualität aus Österreich

© ZCO
© ZCO

Seit Kurzem gibt es einen neuen Optikhersteller, Zero Compromise Optics (ZCO), der sehr schnell mit seinem kleinen, aber sehr feinen Programm im Premiummarkt der Zielfernrohre Fuß fassen konnte.

 

Wenn ein Jäger oder Sportschütze ein Zielfernrohr im Premiumsegment erwirbt, setzt dieser selbstverständlich hochwertigste Materialien und erstklassige Leistung voraus. So auch bei Zero Compromise Optics: ZCO-Produkte werden ausnahmslos aus hochwertigem Stahl und speziellen Aluminiumlegierungen gefertigt. Verwendet werden ausschließlich hochwertigste Linsen, wobei jede Linse eigenhändig auf ihren Brechungsindex geprüft wird. Während der Montage eines Zielfernrohrs wird die Brechung jeder Linse einzeln eingestellt, um eine Top-Performance zu garantieren. Jedes Zielfernrohr wird individuell von Hand durch einen einzigen Monteur in Österreich (für Europa) oder in den USA (für Nordamerika) in der jeweiligen Montage zusammengebaut. Die Endmontage und die Qualitätskontrolle für die europäischen Produkte finden im ZCO-Werk in Österreich statt, das unter dem Dach des BEB Fertigungscenters unter der Hand von Harald Jursitzky angesiedelt ist, wo auch die hochkomplexe und äußerst präzise Mechanik gefertigt wird.

 

 

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Mo

17

Feb

2020

NEU: Jagdbekleidung von RedKettle

© RedKettle
© RedKettle

Der Name RedKettle entstand in Anlehnung an den dampfenden Kessel über einem Lagerfeuer. Dieser repräsentiert zwei Dinge, die der englischen Marke wichtig bei der Jagd sind: Mit Jagdfreunden am Feuer zu sitzen und sich dabei seine Jagderlebnisse zu erzählen und das erlegte Wild gemeinsam zuzubereiten und zu verzehren. Der Gründer von RedKettle, Christian Saugmann, steht für naturnahes, nachhaltiges Jagen und setzt diese Philosophie auch in seinen Produkten um: pur, simpel, haltbar. Von Jägern für Jäger. Bisher gibt es von RedKettle Jagdbekleidung, -taschen und -accessoires. Besonders beliebt ist die Jacke „Light Ventile Hunting“. Diese Jacke besteht aus einem speziellen Baumwollgewebe, dem sogenannten Ventile cotton. Dieses ist hoch atmungsaktiv und durch die besonders eng gewebten Fasern gleichzeitig winddicht. Tatsächlich ist die Jacke auch wasserdicht, denn beim ersten Kontakt mit Feuchtigkeit quellen die Fasern leicht auf, sodass sie eine natürliche Barriere für die Tropfen bilden. Die Kapuze ist so gestaltet, dass sie jede Kopfbewegung mitmacht. Aktuell werden RedKettle-Produkte ausschließlich über den eigenen Onlineshop auf www.redkettle.co vertrieben. Laut Christian Saugmann wird sich dies vermutlich in naher Zukunft ändern, jedoch zunächst nur für die Taschen und Accessoires. Bei Interesse an RedKettle wenden Sie sich bitte per E-Mail an Christian Saugmann unter christian@redkettle.co. ali

www.redkettle.co

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Mi

12

Feb

2020

Medienecke Januar 2020

© Claudia Jahn
© Claudia Jahn

Das große Buch vom Schwert

Autor: Thomas Laible

Endlich ist es da: „Das große Buch vom Schwert“! Dieses Buch beantwortet jede Menge Fragen zum Thema Schwert: Wie kann man historische Schwerter richtig einordnen? Was macht heute ein „echtes“ Schwert aus? Welche Schwerter sind für Training und Schaukampf geeignet? Was muss man beim Schwertkauf beachten? Sind Filmschwerter funktionstüchtig? Wie wird ein Schwert richtig gepflegt und geschärft? Wie führt man mit einem scharfen Schwert Schnitttests durch? Und, und, und … Der Praxis-Ratgeber für Einsteiger, Schwertkämpfer und Sammler vermittelt umfangreiches Hintergrundwissen zur Geschichte der europäischen Ritter- und Wikingerschwerter, zum japanischen Samuraischwert und zu Filmschwertern. Infos zu modernen Produktionsmethoden, Schmieden und Herstellern, Tipps zum praktischen Umgang mit Schwertern und viele Fotos machen dieses Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerk.

Hardcover, 224 Seiten mit zahlreichen Fotos und Illustrationen, Wieland Verlag, Bad Aibling 2019, ISBN 9783938711392

www.wieland-verlag.com 

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Mo

27

Jan

2020

Schach

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Der Titangriff mit Perlmutteinlage und die rostfreie Klinge aus Balbach DSC Damast machen dieses Messer von Andreas Behrend zu einem Blickfang. Klingenlänge: 6,5 Zentimeter.  © Christoph Daim
Der Titangriff mit Perlmutteinlage und die rostfreie Klinge aus Balbach DSC Damast machen dieses Messer von Andreas Behrend zu einem Blickfang. Klingenlänge: 6,5 Zentimeter. © Christoph Daim

Eine tiefere Verbindung zwischen „Schach“ und „Messer“ erschließt sich dem unvoreingenommenen Betrachter nicht leicht – von der offensichtlichen Assoziation durch die Perlmutteinlagen im Griff einmal abgesehen. Aber das Leben ist halt unübersichtlich und während im „wirklichen“ Leben zwischen Schwarz und Weiß ganz viele Grautöne existieren, gibt es diese im Schach nicht. Hier sind schwarz und weiß ganz klar aufgeteilt. Und trotzdem wird es auch hier nach den ersten Zügen dank der fast unendlichen Kombinationsmöglichkeiten genau so unübersichtlich wie im Leben. Das vorliegende Klappmesser ist eines der vielen Beispiele dafür, wie ein schönes Griffmaterial den Messermacher zu einer außergewöhnlichen Komposition verführen kann: Das Messer bildet zusammen mit König und Lederhülle ein Gesamtkunstwerk, das sich auch Nicht-Schachspielern leicht erschließt. Der König ist hier in Wirklichkeit ein Diener. Er dient als Werkzeug zur Einstellung der Achsschraube des Messers, mit der sich der Klingengang justieren lässt. Alles an diesem Set von Andreas Behrend ist wunderbar hochwertig und detailverliebt hergestellt. Die Krone des Königs, der aus Horn und Elfenbein besteht, ist, wie auch die Klinge aus rostfreiem Damast. Und sogar die Achsschrauben aus Damasteel sind von Andreas Behrend speziell für dieses Messer handgefertigt worden.

www.24sharpart.at


Mi

22

Jan

2020

News und Highlights aus dem Buchner-Sortiment

© Buchner
© Buchner

 

 

Skullfire 

Steel BBs im Kaliber 4,5 mm bietet die Buchner-Eigenmarke Skullfire in verschiedenen Verpackungsgrößen.

Die schwarz beschichteten BBs sind in der handlichen 1.000-Schuss-Spender-Flasche erhältlich. Beliebt ist ebenfalls die Spender-Flasche, die 1.500 vernickelte BBs enthält. Wer größere Mengen bevorzugt, entscheidet sich dann für die günstige Vorrats-Spender-Flasche mit 2.500 vernickelten BBs.

Neue Zielfernrohr-Linie der Eigenmarke Ares Arms

Die neue Linie der Ares Arms Zielfernrohre etabliert sich im Hobby-Freizeit-Bereich durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Erhältlich sind die Zielfernrohre in 4 x 32, 6 x 42 und 3-9 x 50.

Das ansprechende Design und die Bedienerfreundlichkeit kennt man laut Hersteller sonst nur von Premium-Optiken. Die Verstelltürme skalieren sauber und mit feinen Klicks. Dazu ist kein Werkzeug nötig. Die Ares-Arms-Zielfernrohre zeichnen sich durch optische Brillanz und eine hohe Randschärfe aus – auch im Nahbereich. Die Objektive der Serie sind mit Sunshade ausgestattet. Zum Lieferumfang gehört eine Zielfernrohr-Montage für eine Elf-Millimeter-Schiene.

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Mo

20

Jan

2020

Heller, länger, weiter!

© Fenix
© Fenix

Fenix, der bekannte chinesische Hersteller qualitativ hochwertiger Taschen­lampen, bietet mit seiner neuen PD36R ein universell anwendbares, solides Modell auf dem aktuellen Stand der Technik. So ist sie mit einem austauschbaren Akku der neuen Generation 21700 ausgerüstet. Dieser verfügt über eine Kapazität von 5.000 mAh und wird binnen vier Stunden direkt in der Lampe über den USB-C-Anschluss aufgeladen. Derart befeuert erzielt die Taschenlampe einen Lichtstrom von maximal 1.600 Lumen und eine Reichweite von 283 Metern. Bis zu 2 Stunden und 50 Minuten soll sie damit im Turbomodus durchhalten beziehungsweise ganze 115 Stunden im niedrigsten Modus bei 30 Lumen. Bedient wird die PD36R mit einem taktischen Endkappenschalter, über einen Seitenschalter werden die fünf Modi (plus Strobe) eingestellt. In letzterem ist zudem eine Kapazitätsanzeige integriert. Mit einem Gewicht von 85 Gramm (ohne Akku) und den Maßen von circa 136 x 26 Millimeter ist sie durchaus noch kompakt genug, um als potentes EDC-Tool tagtäglich in der Hosentasche mitgeführt zu werden. Der in Schwarz gehaltene Alu-Korpus ist darüber hinaus stoßfest und nach IP68 bis zu zwei Meter wasserdicht. Mitgeliefert werden zudem auch Clip, Lanyard und Holster sowie ein USB-C-Kabel. 

© Fenix
© Fenix

Weiter bietet Fenix mit dem Modell WT40R einen starken, robusten und ebenfalls multifunktionalen Suchscheinwerfer an, der für Einsatzkräfte wie Anwender in der Indus­trie gleichermaßen geeignet ist. Mit der Länge von gut 20 Zentimetern und einem Gewicht von 742 Gramm (inklusive Akku) ist der WT40R zwar keine kleine, leichte Taschenlampe, bietet jedoch mit insgesamt 3.700 Lumen Lichtstrom und einer Reichweite von bis zu 425 Metern auch einiges an Leistung. Getragen wird der Scheinwerfer an einem Henkelgriff, an dessen Ende sich auch der primäre Daumenschalter wiederfindet. Damit lässt sich die Lampe in vier Modi zwischen 50 und 3.200 Lumen schalten. Für eine multifunktionale Anwendung wurde zudem am hinteren Ende eine zweite Seitenlampe integriert, welche wiederum drei Modi bis 500 Lumen bietet. Im Lieferumfang befinden sich neben einem Akku vom Typ ARB-L45-10400 mit 5200 (7,2 V / 5.200 mAh) auch ein USB-C-Kabel samt Netzteil, ein Ersatz-O-Ring sowie ein praktischer Schultergurt. 

www.fenixlight.com

www.fenix.de

www.flashlightshop.de

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Fr

17

Jan

2020

Medienecke Dezember 2019

Fürs Verkaufsregal

© Verlag J. Neumann-Neudamm
© Verlag J. Neumann-Neudamm

Lockruf der Kulturlandschaft. Geschichten aus dem Jagdrevier

Autor: Volker Pesch

Volker Pesch ist ein leidenschaftlicher Jäger. Der freiberufliche Journalist und Schriftsteller bejagt zwei Reviere in der Nähe von Greifswald und tut dies „aus purer Freude“, wie er selbst sagt. „Ich jage aus einer innigen Verbundenheit mit der Natur, aus tief empfundener Liebe zu Pflanzen und Tieren, aus begehrlicher Lust auf Rehrücken und Rollbraten aus der Schwarzwildrippe. Nie fühle ich mich der Natur näher als auf der Jagd, genauer gesagt: meiner Natur näher.“ Und dass dies ebenso mitten in der modernen, von Menschen geformten Kulturlandschaft möglich ist, beweisen seine 24 kurzen, prägnanten Erzählungen aus sechs Jagdjahren in seinem neuen Buch. Sie bieten auch sprachlich eine herausragende Kurzweil, bringen so manches amüsant auf den Punkt und regen doch hier und da nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken an. 

Hardcover, 216 Seiten mit 6 Illustrationen, Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen 2019, ISBN 978-3-7888-1978-1 

www.neumann-neudamm.de 

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Mo

13

Jan

2020

Messerporträt: Geweihgriffe

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Zwei kleine Kappmesser aus selbstgeschmiedetem Damast mit geschnitzten Geweihgriffen von Hans Weinmüller.  © Christoph Daim
Zwei kleine Kappmesser aus selbstgeschmiedetem Damast mit geschnitzten Geweihgriffen von Hans Weinmüller. © Christoph Daim

Geweih gehört neben Stein, Holz, Knochen und Zähnen zu den ältesten Materialien, die den Menschen in ihrer Geschichte zur Verfügung standen. Dementsprechend vielseitig wurde Geweih verwendet – nicht nur um Schlagwerkzeuge für besonders feine Retuschen an steinzeitlichen Klingen und Pfeilspitzen zu machen, sondern auch als Material für Behausungen und Lagerplätze, als Hacke oder Axt und sogar als Grundmaterial für bildnerische oder künstlerische Arbeiten wurde es schon sehr früh genutzt. Und natürlich wird es von Messermachern und Messerbenutzern seit Langem als natürliches Griffmaterial geschätzt. Einen Geweihgriff der besonderen Art zeigen die hier präsentierten Messer von Hans Weinmüller. Die vorgegebenen natürlichen Strukturen des Geweihes werden als Grundlage genutzt, um Skulpturen von Gesichtern oder Figuren zu schaffen. Das funktioniert nach dem gleichen Grundprinzip, das uns zum Beispiel Gestalten oder Gesichter in Wolken erkennen lässt (Pareidolie), nur dass die Griffskulpturen von Hans Weinmüller von länger dauerndem Bestand sind. Beide hier gezeigten Messer sind sogenannte „primitive Folder“. Dabei verzichtet Hans Weinmüller ganz bewusst auf jegliche Arretierung oder Feder. Abgesehen von dem selbst geschmiedeten Damast ist dies wohl die einfachste und ursprünglichste Form, ein Klappmesser zu bauen.

www.hwknivesandmore.com


Fr

10

Jan

2020

Ausprobiert: Hultafors Hultån Beil

© Hultafors
© Hultafors

Mit dem Modell Hultån will die traditionsreiche Axtschmiede Hultafors aus Schweden den Klassiker eines Bushcraft- und Outdoorbeils definieren. Laut Hersteller hat das gute Stück nämlich das Zeug zum Bestseller. Ob dem tatsächlich so ist, haben wir getestet.

 

Per Definiton stellt ein Beil eine Form einer kleinen Axt dar, die einhändig benutzt wird. Das ist beim Hultafors auch defintiv der Fall. Mit einer Länge von knapp 38 Zentimeter und ihrem Gesamtgewicht von etwas über 700 Gramm (bei unserem Testmodell) entspricht sie genau dem, was man sich für ein möglichst kompaktes und leichtes, aber noch brauchbares Beil für den Rucksack wünscht. Damit es sich sicher transportieren lässt, wird eine ansehnlich-rustikale und überaus funktionale, gut drei Millimeter dicke Lederhülle mitgeliefert. Das ist auch nötig, denn im Auslieferungszustand ist die Schneide blitzeblank poliert und rasiermesserscharf! Der Schneidschutz bringt dann nochmals rund 80 Gramm auf die Waage, womit unser Testmodell gewichtstechnisch sogar ein paar Gramm unter den Herstellerangaben liegt. Dies liegt aber auch darin begründet, dass das Hultån (wenngleich im Gesenkschmiedeverfahren) in echter Handarbeit geschmiedet wird und somit naturgemäß jedes Stück zu einem gewissen Grad ein Unikat darstellt. Der 550 Gramm schwere Kopf des Beils besteht aus Carbonstahl und ist somit nicht rostfrei, hält bei richtiger Pflege aber sicherlich ein Leben lang. Die Form des Kopfes ist so gestaltet, dass sich das Beil nicht nur unten am Stiel, sondern für feine Arbeiten auch direkt ganz oben hervorragend und bequem greifen lässt. Das ist ideal für den angedachten Anwendungszweck. Denn das Hultån ist nicht konzipiert, allzu grobe Arbeiten zu verrichten und Bäume zu fällen. Vielmehr ist es prädestiniert für feine Arbeiten rund ums Lagerfeuer und für kleinere Camparbeiten: Feuerholz und Feathersticks herstellen, Bäume entasten und entrinden oder Kienspan bearbeiten. Doch wenn es wirklich sein muss, kann man auch schon mal bedenkenlos gröber zu Werke gehen. Das Hultån ist robust und hat Biss. Der geölte Hickory-Holzgriff ist dabei ebenfalls anatomisch sehr gut ausgeformt und liegt stets gut in der Hand. Unten ist er mit einer Bohrung versehen, an der sich ein Lanyard anbringen lässt. Die Maserung des Holzes verläuft schön gerade. Klopft man an den Griff, könnte man meinen, ein Klangholz in den Händen zu halten. Das schafft Vertrauen ins Material. Der Kopf ist mit einem Keil und einem Stahlring sicher im Griff verankert. Zu keiner Zeit bestand hier die Befürchtung, er könne sich lockern. So wird das Arbeiten mit dem kleinen Beil zum echten Vergnügen und die Hultån sieht dabei auch verdammt gut aus. Da wurden Mitstreiter, die eine Fiskars dabei hatten, doch direkt mal neidisch. Und selbst einer altehrwürdigen Gränsfors kann die Hultafors locker das Wasser reichen – und das bei kleinerem Preis. 

Daneben bietet der Hersteller aus Hults Bruks noch das eine oder andere nützliche Utensil an. So wie den kompakten, runden circa 7,5 x 2,5 Zentimeter großen Schleifstein. Er verfügt über eine grobe und eine feine Seite und ist in der Mitte vertieft, sodass beim Schleifen die Verletzungsgefahr der haltenden Hand gegen Null geht. Er wird in einem schönen Lederetui geliefert und wiegt mit diesem zusammen circa 220 Gramm. Ein weiteres passendes Teil ist das Hultafors Forsberg (Trekkers Little Helper). Ein nützliches, 130 Gramm schweres Stück imprägnierten Leders von 32 x 22 Zentimeter mit mehr als nur einer Funktion. So kann dieses beispielsweise als Schutz bei Schnitzarbeiten nah am Körper dienen, als Unterlage zum Zunderentfachen herhalten oder einfach nur als Sitzunterlage verwendet werden. Im Fazit lässt sich festhalten, dass Hultafors mit dem Trekking- und Outdoorbeil Hultån ein großer Wurf gelungen ist, der in der Tat alle Chancen hat, ein Bestseller zu werden. Es überzeugte die Tester bei allen ausgeführten Arbeiten. Negativpunkte gab es in unserem Praxistest tatsächlich keine. Weitere Informationen finden Sie unter www.hultaforsoutdoor.com.   dg

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Mi

25

Dez

2019

Medienecke November 2019

Fürs Verkaufsregal

© Rowohlt
© Rowohlt

Ein „Prepper-Handbuch“ aus dem Rowohlt Verlag weckte in der Literaturempfehlung des Tactical-Gear Magazins mein Interesse. Diese Art von Literatur hätte ich von Rowohlt nicht erwartet und es ist tatsächlich bisher das einzige seiner Art. Der Autor Lewis Dartnell ist Astrobiologe und arbeitet für die britische Raumfahrtagentur. In verschiedenen Publikationen und Vorträgen vermittelt er wissenschaftliche Grundlagen leichtverständlich. Als Gastredner bei den bekannten TED-Talks referierte er über den Wiederaufbau der Zivilisation, basierend auf seinem Buch.

 

Zu Beginn des Buches beschreibt Darnell seine Grundannahmen eines möglichen Endzeit-Szenarios. Die Bevölkerung schrumpft auf einen Bruchteil ihrer aktuellen Größe und kann daher die bestehende Industrie und Infrastruktur nicht aufrechterhalten. Städte werden unbewohnbar und Menschen ziehen sich in ländliche Regionen zurück, um erst einmal von Landwirtschaft zu leben. Wissen über Technologie ist in der heutigen Gesellschaft dank des Internets zu allen möglichen Bereichen einfach zugänglich. Büchereien gibt es in jeder Stadt, Spezialisten sind in ihren jeweiligen Fachgebieten essenziell für die Entwicklung und Produktion von Gütern. Aber dadurch ist dieses Wissen gleichzeitig verstreut. Ohne Stromnetz gibt es keinen Zugang zu Computern oder Internet, mit Spezialisten stirbt ihr Wissen und Büchereien werden nur schwer zugänglich sein. 

Es folgt eine umfassende Sammlung von Beschreibungen für grundlegende Technologien – von Mühlen bis zur Herstellung von Glas. Dieses Kompendium soll es einer überlebenden Gesellschaft erleichtern, den technologischen Fortschritt zügiger zu durchlaufen. Letztlich wird der Leser durch die verschiedenen Stufen unserer technischen Evolution geführt: Wie ent­wickelte der Mensch Webstühle, Uhren, Dampfmaschinen, Glaslinsen oder das Radio? Unter Technologie versteht man umgangssprachlich oft mechanische oder elektrische Maschinen. Darnell veranschaulicht, dass Kenntnisse über chemische Prozesse sowie die Gewinnung und Herstellung großer Mengen synthetischer Chemikalien eine Grundvoraussetzung für den gesellschaftlichen Fortschritt sind. Seife reduziert das Risiko von Infektionen, chemischer Dünger erhöht landwirtschaftliche Erträge. 

Zum Ende gesteht der Autor ein: „Dieses Buch kann lediglich flüchtige Blicke auf das gigantische Wissens-und Technikgebäude unserer Zeit vermitteln.“ Mancher mag technische Zeichnungen und präzise Anleitungen vermissen, die man von einem „Handbuch“ erwarten würde. Betrachtet man jedoch das Handbuch eher als eine Begleitschrift, die den Forschern nach dem Kollaps die Wiederentdeckung von Technologien erleichtern soll, findet man hier einen Leitfaden. ah

www.rowohlt.de

www.lewisdartell.com

www.the-knowledge.org

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Fr

22

Nov

2019

Geschenkideen vom Büchermarkt

© Heel Verlag
© Heel Verlag

Bücher sind stets ein gern gesehenes Geschenk auf dem Gabentisch. Sie gelten sogar als das beliebteste Weihnachtsgeschenk der Deutschen. Denn damit verschenken Ihre Kunden Wissen und Unterhaltung und zeigen dem Beschenkten, dass Sie ihn und sein Hobby, seine Leidenschaft schätzen und unterstützen – insbesondere versehen mit einer persönlichen Widmung. 

 

Lagerfeuer-Küche: Grillen, Kochen, Backen auf offener Flamme

Outdoor-Profi Carsten Bothe bietet schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich Lagerfeuer-Kochkurse an, und kennt sich beim Kochen auf offener Flamme aus wie kein anderer. In seinem neuesten Buch teilt er seinen Fundus an Rezepten und Know-how gewohnt praxisorientiert mit. Wie einfach das Kochen am Lagerfeuer sein kann – wenn man weiß, wie es geht. Doch ebenso schnell ist das Fleisch verbrannt oder der Fisch nach einer halben Stunde auf der vermeintlichen Glut noch roh. Carsten zeigt, wie man es richtig macht, welche Utensilien benötigt werden, wie man die Temperatur richtig einschätzt und steuert. Er bringt dem Leser viele grandiose Rezepte aus seinem Erfahrungsschatz näher. Die Palette reicht von einem Bauernfrühstück oder einer Zwiebelsuppe bis zu gegrillten Wachteln, Steaks Caveman-Style, Flammlachs oder Filet-Steak Béarnaise mit grünem Pfeffer, aber auch jede Menge Rezepte für Beilagen, Fisch und Nachspeisen gibt es in diesem Buch – allesamt auf dem Lagerfeuer zuzubereiten. Über zehn unterschiedliche Garmethoden: direkt auf der Glut, unter der Glut, neben dem Feuer, über dem Feuer, unter dem Feuer, mit heißen Steinen etc. Über 50 Rezepte: von Fleisch und Geflügel, Asado, Fisch und Gemüse bis zu Lagerfeuergetränken und Nachspeisen – sowie einem ausführlichen How-to- und Zubehörteil. Lagerfeuerküche ist somit eine heiße Empfehlung, nicht nur für die Weihnachtszeit. Carsten Bothe, Hardcover, Heel Verlag, 2019, 160 Seiten, 21 x 26 cm, zahlreiche Farbfotos, ISBN 978-3958438743

www.heel.de

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Mi

20

Nov

2019

Weihnacht sternenklar

© Cocoon
© Cocoon

Outdoor-Aktivitäten sind beliebter denn je. Und gerade wenn die Nächte lang und kalt sind, sehnt man sich umso mehr nach den lauen Sommernächten am Lagerfeuer unterm Himmelszelt. Auch um unterm Tannenbaum die Vorfreude auf die nächste Outdoor-Saison bereits ein wenig zu schüren – denn die kommt bestimmt –, sind Präsente für draußen stets gern gesehen.

 

Outdoor hat stets etwas damit zu tun, in der Freizeit die Seele baumeln zu lassen und mal so richtig gemütlich draußen abzuhängen. Womit kann man dieses Ziel wohl besser erreichen als mit einer Hängematte, dachte man sich wohl auch beim Innenschlafsackspezialisten Cocoon aus Stainz. Denn seit Kurzem haben die Österreicher eine Hängematten-Serie ins Programm aufgenommen. Da gibt es zum einen die Ultralight Hammock. Sie misst 325 x 148 Zentimeter bei einem Gewicht von nur 240 Gramm. Das Material besteht aus 20-Denier-Hexagonal-Ripstop-Nylon mit Vierfachnähten. Dadurch ist sie mit 140 Kilogramm belastbar. Eine Ridgeline sorgt dafür, dass ein definierter Winkel der Hängematte und somit eine optimal-diagonale Liegeposition eingehalten werden kann. Mit im Lieferumfang sind ein Paar 12-KN-Aluminiumkarabiner sowie ein Packsack. Das kompakte Packmaß liegt bei nur 17 mal sieben Zentimetern. Die Cocoon Ultralight Hammock ist in drei Farben, Oliv und zwei Blautönen, erhältlich.

Ausschließlich in Grün-Schwarz gehalten ist hingegen die Ultralight Mosquito Net Hammock. Diese ist, wie ihr Name bereits verrät, mit einem feinen Moskitonetz versehen, wodurch sie mit 395 Gramm auch etwas mehr Gewicht auf die Waagschale bringt. Die Seitenöffnungen sind durchgehend und mit einem YKK-Reißverschluss ausgestattet. Zudem beträgt das Packmaß der Ultralight Mosquito Net Hammock einen Zentimeter mehr in der Länge. Darüber hinaus bietet Cocoon mit der Travel Hammock eine dritte Option für den kleineren Geldbeutel, die es auch als Doppelhängematte für zwei Personen gibt. Zur Befestigung aller Hängematten an Bäumen etc. bietet das Unternehmen überdies mit den Hammock Straps praktische Aufhängeschlaufen. Mehr dazu unter www.cocoon.at

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Mo

18

Nov

2019

Geschenke, die Jäger glücklich machen

Wer pfiffige Geschenkideen für sein Sortiment sucht, wird bei AKAH fündig. Bierdeckel mit coolen Sprüchen wie „Heimat ist da, wo das Bier kalt steht.“ oder „Mal wieder Bock?“ sorgen bestimmt für Unterhaltung beim nächsten Jägerstammtisch. Die Untersetzer sind auch als Memo-Spiel verwendbar. Sie gibt es im praktischen Display à 24 Pack: zwölf Deckel je Pack sortiert (zweimal sechs Sprüche). Die wetterbeständige Wetterstation „Jagd“ aus stabiler Aluverbundplatte (drei Millimeter) ist ebenfalls ein witziges Geschenk für Waidmänner. Sofern man nicht zu viel Zielwasser getrunken hat, wackelt nur das Wackelglas „Zielwasser“. Diese kippfesten Designgläser (spülmaschinengeeignet) sind ein echter Hingucker. www.akah.de

© Claudia Jahn
© Claudia Jahn

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Fr

15

Nov

2019

Geschenke für Schützen

© ahg Anschütz
© ahg Anschütz

Passende Weihnachtseschenke für Sportschützen zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Denn individuelle Disziplinen schaffen individuelle Bedürfnisse. Hier sind demnach Recherche und Fingerspitzengefühl und gute Beratung gefragt, um einen Volltreffer zu landen. Lassen Sie sich inspirieren von unseren Tipps.

 

Ernsthafte Sportschützen haben oft einen ganzen Haufen an Ausrüstung, den sie mit zum Training und zum Wettkampf schleifen müssen. Gut, wenn man da eine geräumige, zugleich aber auch übersichtliche Tasche am Start hat. So wie die neue Rolltasche Big Camo vom renommierten Ulmer Schießsportausstatter ahg Anschütz. Mit ihren Maßen von 

80 x 40 x 34 Zentimetern bietet sie ein Volumen von 108 Litern. Oben lässt sie sich per Reißverschluss komplett öffnen, um einen schnellen Überblick über den gesamten Inhalt zu erhalten. Prinzipiell verfügt sie über zwei Fächer, in denen sich sämtliches Zubehör verstauen lässt. Ein einteiliges, abschließbares Fach dient der Unterbringung von Schießjacke und -hose. Diese lassen sich hier materialschonend, unter möglichst geringer Faltenbildung einlegen. Das zweite Fach ist dreigeteilt, sodass hier bequem und geordnet Schießschuhe, Handschuhe sowie Schießbrille und weiteres Zubehör ihren Platz finden. Darüber hinaus ist die Big Camo mit Einschubtaschen versehen. Am Kunststoffboden ist sie durch ein stabiles Gestell verstärkt. Robuste Rollen und ein ausziehbarer Griff sorgen für einen sicheren und bequemen Transport. Auch dürfte das trendige Camouflage-Muster die meisten Sportschützen ansprechen. Mehr unter www.ahg.anschuetz-sport.com

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Mi

13

Nov

2019

Messerporträt: Der Höhlenwächter

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

„Barlangör“ ist der ungarische Name dieses Messers von Attila Kertész und heißt so viel wie „Höhlenwächter“. Klingenlänge: 13 cm.  © Christoph Daim
„Barlangör“ ist der ungarische Name dieses Messers von Attila Kertész und heißt so viel wie „Höhlenwächter“. Klingenlänge: 13 cm. © Christoph Daim

Messer sind Werkzeuge. Als solche sind sie tief in der Vorzeit der Menschheitsgeschichte verankert und haben immer wieder viele Veränderungen erfahren. Besonders spannende Entwicklungen fanden während großer technologischer Erneuerungen statt. Beim Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit und später von der Bronzezeit zur Eisenzeit konnten sich die Handwerker, die mit den neuen Technologien und dem neuen Material arbeiteten, zuerst nur an den überlieferten, alten Formen orientieren. Danach erst konnten adäquate, zu den neuen Möglichkeiten passende Verfahren für Waffen und Werkzeuge entwickelt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass frühe bronzezeitliche Schaber oder Messer noch wie die vorhandenen Steinwerkzeuge aussahen. Andererseits wurde auch versucht, exklusive und repräsentative Bronzeklingen, die selten beziehungsweise unerschwinglich und somit quasi ein Statussymbol waren, aus Feuerstein nachzubauen. Mit diesem Spannungsfeld spielt auch das hier gezeigte Messer vom ungarischen DMG-Mitglied Attila Kertész: Es ist ein modernes Jagdmesser, das sich in einer Art Steinzeit-Optik präsentiert. Dabei ermöglicht der moderne D2-Klingenstahl eine spezielle, besonders haltbare Färbung bzw. Beschichtung der Klinge, die dadurch fast den Farbton von Feuerstein zeigt. Die Hirschkrone als Griff und die rustikal genähte Scheide runden das Gesamtbild perfekt ab und lassen so ein ganz spezielles Messer entstehen.