Sortiment

Fr

09

Okt

2020

Rückendeckung vom Tiger

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Vom Tasmanischen Tiger aus Dasing gibt es wieder einiges an taktischen Neuheiten. Mit den Rucksäcken TT Modular Daypack XL und dem TT City Daypack 20 präsentiert der Hersteller aus Dasing zwei Modelle, die auf den ersten Blick recht gegensätzlich wirken. Und tatsächlich sind beide für verschiedene Einsatzzwecke konzipiert, punkten jedoch mit vom Hersteller gewohnten taktischen Eigenschaften und hoher Verarbeitungsqualität.

 

Der TT Modular Daypack darf als Nachfolger des TT Essential Bag betrachtet werden. In der Variante XL misst er circa 46 x 28 x 14 cm bei einem Volumen von 23 l. Gefertigt wird er in der hauseigenen und nach Sozialstandard SA 8000 kontrollierten Fabrik in Vietnam aus Cordura 700 den, einem Material, das bei sehr hoher Abriebfestigkeit noch relativ leicht ist. So kommt der Rucksack auf ein Gesamtgewicht von 850 g. Vorn sowie an den Seiten ist er mit lasergeschnittenem Molle-System ausgestattet, was die bereits im Namen angeklungene Modularität bietet. Denn so lassen sich bei Bedarf zusätzliche Taschen außen anbringen. Zudem verfügt er über zwei abnehmbare Kompressionsriemen, über die sich ebenfalls größere Dinge wie Jacken oder eine Isomatte verzurren ließen. In der Front, auf der auch eine Klettfläche für Namensschilder und Patches aufgebracht ist, befinden sich zwei Reißverschlussfächer: Das obere reicht über die gesamte Länge, das kleine untere Fach wird vom Kompressionsriemen verdeckt und ist somit praktisch nicht sichtbar. Alle Reißverschlüsse stammen übrigens vom koreanischen Markenhersteller YKK. Das geräumige Hauptfach wurde passend auf das optional erhältliche 7802 TT Modular Laptop Case zugeschnitten, welches für 15"-Laptops passt. Ohne diese Schutzhülle passt sogar ein 17"-Laptop hinein, was man dann jedoch mit Bedacht transportieren sollte, da der Rucksack über keinen gepolsterten Boden verfügt. Außer einem einzigen Trennfach an der vorderen Seite des Hauptfaches finden sich darin keine weiteren Innenfächer. Jedoch lässt sich der Modular Daypack mit der praktisch über die komplette Rücken-Innenseite verlaufende Molle Klettfläche individuell (und eben auch modular) mit einzelnen Taschen und/oder Holstern bestücken. Hierzu bietet der Hersteller optional beispielsweise das TT Pouch Set an, aber selbstverständlich passen auch alle Produkte anderer Hersteller. Oben mittig findet sich ein Auslass für einen Trinkschlauch. Eine konkrete, mittige Befestigungsschlaufe für die Trinkblase fehlt zwar, jedoch sind oben rechts und links hinten im Hauptfach zwei D-Ringe vernäht, über die sich die Blase ebenfalls befestigen ließe – oder eben über das Molle-Klettsystem. Ein weiterer D-Ring befindet sich mittig vorn. Neben einem robusten Handgriff verfügt der Rucksack über ein solides und komfortables Tragesystem. Der Rücken ist mit einem festen, thermogeformten Schaumstoff ausgestattet, der dünn genug ist, um Gewicht zu sparen, aber zugleich dick genug, dass kantige Gegenstände wenig durchdrücken. Eine zusätzliche Kunststoffplatte, wie man sie von anderen Herstellern in dieser Preisklasse kennt, wurde vermutlich aus Gewichtsgründen außen vor gelassen. Mittig wurde zudem ein Kanal eingebracht, damit ein wenig Luft über den Rücken zirkulieren kann. Auch die Schultergurte sind ordentlich verarbeitet, bequem gepolstert und verfügen am Ende der Riemen über Daumenschlaufen. Zudem gibt es einen höhenverstellbaren Brustgurt, der sich gleichwohl auch komplett entfernen lässt. Unten lässt sich bei Bedarf auch ein (allerdings nicht mitgelieferter) Hüftgurt befestigen, was bei Tagesrucksäcken per se aber nicht zwingend vonnöten ist. Im Test wurde der Modular Daypack XL dann mit einem ordentlichen Gewicht von gut 10 kg bepackt. Selbst über längere Strecken lief es sich dank des bequemen und gut einstellbaren Tragesystems durchweg ermüdungsfrei. Cordura ist bekanntlich nicht zu 100 Prozent wasserdicht. Dennoch – oder gerade deshalb – ging es abschließend zum Wasserresistenztest für ein paar Minuten mit dem Tasmanischen Tiger unter die nur mäßig aufgedrehte Dusche. Und offenbar ist auch diese Raubkatze recht wasserscheu, denn in alle Fächer drang teils ordentlich Flüssigkeit ein. Wer also im Freien mit einem Laptop oder anderen elektronischen Geräten im Rucksack unterwegs ist, sollte sich unbedingt noch eine Regenschutzhülle dazu besorgen. Erhältlich ist der TT Modular Daypack außer in Olive auch in Schwarz und Coyote-Braun.

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Fr

02

Okt

2020

Handdesinfektion von biostream®

© Biostream
© Biostream

Desinfektionsmittel sind derzeit in aller Munde – besser gesagt: in aller Hände! Die Angst vor Covid-19 sorgt dafür, dass die meisten Menschen nicht nur häufiger zu Seife greifen, sondern auch weitere Hygienemaßnahmen wie die regelmäßige Handdesinfektion anwenden. Zählt dies gerade im Einzelhandel neben der gesetzlich vorgeschriebenen Maskenpflicht zu einer der empfohlenen Vorkehrungen zum Schutz vor der Infizierung mit dem Coronavirus. 

biostream® hat auf die Nachfrage der Kunden schnell reagiert. Der Hersteller von Trinkwasser-Desinfektionsmitteln auf Basis von Chlordioxid, das auch zur Oberflächendesinfektion eingesetzt werden kann, hat mit biostream® SAFEDIS jetzt ein Desinfektionsmittel speziell für die Hände und nach WHO-Rezeptur auf den Markt gebracht. Denn da die von der Weltgesundheitsbehörde WHO zur Herstellung eines wirksamen Händedesinfektionsmittels empfohlenen Inhaltsstoffe nur Ethanol oder Isopropanol als Hauptbestandteil vorsehen, enthält dieses Hand-Desinfektionsmittel statt Chlordioxid nun 80 Vol.-% Ethanol. „Da wir uns zu 100 Prozent an die Vorgaben der WHO gehalten haben, sind keine Parfum- oder Duftstoffe hinzugefügt worden, die bei einigen Personen zu Allergien führen könnten“, heißt es aus dem Unternehmen. „Die Hauptbestandteile sind Ethanol mit 80% (vol) und hydratisierendes Glyzerin, um die Hände wieder geschmeidig zu machen.“ Der Flip-Top-Deckel sorgt dafür, dass sich die Flasche mit einer Hand öffnen und schließen lässt. Diese Art des Verschlusses hat sich bereits im medizinischen Bereich bewährt. mvc www.biostream.de

Mo

28

Sep

2020

Messerporträt: Die Medusa

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein exklusives Sammlermesser von Stefan Gobec, mit plastischer Gravur und Goldtauschierungen von Armin Bundschuh. © Christoph Daim
Ein exklusives Sammlermesser von Stefan Gobec, mit plastischer Gravur und Goldtauschierungen von Armin Bundschuh. © Christoph Daim

Weibliche Körper – oder auch Teile davon – waren schon immer ein beliebtes Motiv zur Dekoration, nicht nur auf Sammlermessern. Meist findet man sie dort auf dem Griff, häufig als Scrimshaw ausgeführt, aber natürlich auch graviert. Es gibt sie unbekleidet, leicht bekleidet oder auch als Porträt, unzählige Möglichkeiten tun sich auf. Die Motivauswahl und die weitere Ausgestaltung geschehen meistens in enger Absprache zwischen Messermacher und Graveur beziehungsweise auch dem Kunden, falls bereits ein Kunde involviert ist. Der komplexe Gestaltungsprozess wird noch einmal heikler, wenn es sich um ein Messer in der Preisklasse zwischen 15.000 und 20.000 Euro handelt, mit einer sehr plastischen Gravur, Mammut-Elfenbein Griffeinlagen und Goldtauschierungen, wie im hier abgebildeten Beispiel eines Vollintegralmessers von Stefan Gobec. Auf diesem Messer wird eine der schrecklichsten Gräuelgestalten der antiken griechischen Mythologie auf bemüht attraktive Weise dargestellt. Vorsichtshalber zeige ich hier aber nur die Vorderseite, nicht den abgetrennten Kopf auf der Rückseite, denn in „Wirklichkeit“ war der Anblick der Medusa so grässlich, dass ein Betrachter sofort zu Stein erstarrt ist. Dessen ungeachtet ist die handwerkliche Ausführung dieses Vollintegrals, das Armin Bundschuh graviert hat, kurz gesagt einfach perfekt. Und wer hat schon ein Messer, das mit dem Antlitz einer geköpften Frau verziert ist? Nur ein geflügeltes Pferd vermisse ich auf der Darstellung ein wenig, schließlich entstand Pegasus aus der geköpften Medusa ... www.gobec.at


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Fr

25

Sep

2020

NEU: Kleinkaliber-Gewehr R-22 von Diana

© Diana
© Diana

Nach vielen Jahren im Druckluftbereich wagt Diana nun mit der Diana R-22 den Sprung zurück in die Kleinkaliber-Welt. Diana produzierte bereits um 1990 Match-KKs, mit denen sogar zwei Olympiasiege errungen wurden. Mittlerweile konzentriert sich Diana rein auf den Breiten-Freizeitmarkt. 

Die Basis für die Diana R-22 ist eine bewährte Repetierbüchse aus German Sport Guns-Produktion, die für Diana speziell getunt wurde. Und das gleich in zwei Kalibern und jeweils zwei Varianten: in Kaliber .22 lr vorzugsweise für das Schießen bis zu 50 m Entfernung, aber auch mit noch gutem Leistungspotenzial auf 100 m. In Kaliber 22 WMR für das Schießen bis auf 100 m und die Jagd auf Raubzeug. Die Classic-Variante bietet einen gehämmerten Präzisionslauf mit ½“UNF-Mündungsgewinde und spezieller Laufbettung im Vorderschaft. Die Carbon-Version besitzt ebenfalls einen gehämmerten Präzisionslauf mit ½“ UNF-Mündungsgewinde plus schwingungsdämpfendem Carbon-Laufmantel mit fliegender Lagerung. Das Herzstück bildet ein System aus einer speziellen Gusslegierung, in welches die gehämmerten Läufe (Länge 485 mm) mit sehr gutem Präzisionspotenzial und extra langer Lebensdauer eingebaut sind. Der Verschluss baut kurz und ist mit einer modernen Schlagbolzensicherung am Schlösschen und einem sehr griffigen Kammerstengel ausgestattet. Zum sicheren Repetieren besitzt der Verschlusskopf nicht nur einen Auszieher, sondern ist auch noch mit einem Gegenhalter ausgestattet. Ergänzt wird das System noch durch ein Zehn-Schuss-Magazin aus Kunststoff, das direkt vor dem Abzugsbügel angeordnet ist, sowie einen trocken stehenden Single Stage Trigger mit einstellbarem Abzugsgewicht und einen angenehm am Finger liegenden Abzugszüngel. Der einfache, aber ergonomisch günstig gestaltete Allwetter-Polymerschaft besitzt eine Picatinny-Schiene am Vorderschaft, die für Zweibeine, Riemenbügel etc. genutzt werden kann. Der Schaft ist sowohl für Rechts- als auch Linksschützen geeignet. Die Diana R-22 misst in der Gesamtlänge 948 mm und wiegt circa 2,6 kg. ali

www.diana-airguns.de

www.germansportguns.de  

Fr

04

Sep

2020

Neu: Lapua-Naturalis jetzt mit AirLock-Siegel

© Lapua
© Lapua

Lapuas Prduktverbesserung in der Naturalis-Patronen-Serie heißt Airlock, ist eine hermetische Versiegelung. Erkki Seikkula, Verkaufs- und Marketingleiter bei Lapua, ist sehr zufrieden mit der Neuerung: „Die neue Naturalis-Munition ist lagerbeständiger und unempfindlicher gegen Witterungs­einflüsse.“ Diese Qualitätsbeständigkeit wird durch einen technischen Prozess erlangt, der um die Nähte der Patrone ein hermetisches Siegel legt. Das Siegel sorgt dafür, dass das Patronenpulver vor Schwankungen der Luftfeuchtigkeit geschützt wird. Da Munition oft lange Wege zurücklegen und auch gelagert werden muss, hält das AirLock-Siegel den Inhalt trocken. Das AirLock-Siegel beeinflusst nicht die ballistischen Parameter der Patronen. Wiederlader müssen nicht extra darauf eingestellt werden, auch hinterlässt das neue Siegel keinen zusätzlichen Abrieb im Büchsenlauf. ali

www.lapua.com

www.akah.de

www.jehn.de

www.waimex.de  

Mo

31

Aug

2020

Neue Produkte für Jäger – Die Jagd geht weiter 3/3

Neue Produkte für die Bergjagd und Pirsch: bergauf, bergab auf große Distanz

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Fr

28

Aug

2020

Neue Produkte für Jäger – Die Jagd geht weiter 2/3

Neue Produkte für die Ansitzjagd: leise, warm, präzise

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Mi

26

Aug

2020

Neue Produkte für Jäger – Die Jagd geht weiter 1/3

Trotz Corona könnten diesen Herbst gemeinschaftliche Jagden doch wieder Realität werden – die Lockerungen schreiten fort. Und draußen ist ja sowieso viel möglich. Daher stellen wir hier nicht nur Neuheiten für die Ansitz-, sondern auch für die Bewegungsjagd vor. Und auch die Pirsch- und Bergjagd haben wir nicht außen vorgelassen.

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Fr

21

Aug

2020

Messerporträt: Primitive Fixed Blade

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Oben: ein „Primitive Fixed Blade“ aus Damasteel von Christoph Daim mit Griff aus „Blue Marlin – Schwertspitze“, Klingenlänge 14 cm, Gesamtlänge 29 cm. Unten: ein Teil des Rostrums eines Schwertfischs. © Christoph Daim
Oben: ein „Primitive Fixed Blade“ aus Damasteel von Christoph Daim mit Griff aus „Blue Marlin – Schwertspitze“, Klingenlänge 14 cm, Gesamtlänge 29 cm. Unten: ein Teil des Rostrums eines Schwertfischs. © Christoph Daim

Der Primitiv Folder ist bereits zum Fachbegriff, zum Terminus technicus für nicht verriegelnde Klappmesser geworden, wie sie schon im Römischen Reich und später im Mittelalter in Gebrauch waren. Insbesondere, wenn solche Folder dann auch noch aus entsprechendem Material, wie zum Beispiel Geweih oder Horn gefertigt sind, ist unmittelbar klar, was mit „primitiv“ gemeint ist. Allerdings kann solch ein Folder ohne jede Verriegelung natürlich auch aus modernen Materialien, wie Carbon oder Titan und einem High-Tech-Klingenstahl gefertigt werden. Das Messer, das ich hier zeige, möchte ich als „Primitive Fixed Blade“ bezeichnen: Damit meine ich die Verwendung naturnaher, gegebenenfalls gefundener Materialien in Kombination mit einer gewissermaßen „völkerkundlichen“ Optik. Viele solcher Materialien stammen aus dem Meer – wie auch der hier bereits vorgestellte Pfeilschwanz-Krebs –, schließlich ist die Erde zu rund Dreivierteln mit Wasser bedeckt! Das oben gezeigte Messer habe ich eigentlich für die KNIFE 2020 gebaut, coronabedingt ist es aber nun doch noch verfügbar. Der Griff ist die „Schwertspitze“ eines Blue Marlin, eines im Atlantik und Indopazifik lebenden Raubfischs, die Damasteel-Klinge wird von einer Zwinge aus patiniertem Sterlingsilber gehalten. Diese Kombination sollte in etwa so wirken, dass das Messer in einem Museum für – sagen wir – polynesische Volkskunst auf den ersten Blick für ein authentisches Exponat gehalten werden kann.


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Mi

12

Aug

2020

Messerporträt: Koralle

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein „Damenmesser“ aus Damasteel von Christoph Daim mit Pin aus roter Koralle. Form von Stefan Gobec. Klingenlänge 6,5 cm Gesamtlänge 15,5 cm. © Christoph Daim
Ein „Damenmesser“ aus Damasteel von Christoph Daim mit Pin aus roter Koralle. Form von Stefan Gobec. Klingenlänge 6,5 cm Gesamtlänge 15,5 cm. © Christoph Daim

In dieser Ausgabe werde ich ein Klappmesser vorstellen, das ich als Damenmesser bezeichnen möchte. Es ist je nach Betrachtungsweise aber genauso gut auch ein „Gentleman Folder“, denn wenn man zurückblickt, war Perlmutt für diesen Typ Messer in der Vergangenheit immer wieder ein besonders beliebtes Griffmaterial. Zu einem Damenmesser machen es verschiedene Details: vor allem stammt es aus dem Privatbesitz einer Dame! Es wurde vor einigen Jahren von mir gebaut und ist bewusst zierlich gehalten, eben um in kleinere Hände zu passen. Die Form des Messers stammt von Stefan Gobec und es ist ein Linerlock-Folder, der mit wenig Kraft zu bedienen ist. Aber dann sind da noch die roten Punkte: Das Messer sollte ein zusätzliches Element bekommen, das einen Bezug zu Schmuck herstellt. Daher habe ich einen Daumenpin aus roter Koralle angefertigt. Die Beschaffung und die Herausforderungen bei der Verarbeitung dieses Materials waren nicht einfach zu lösende Aufgaben, aber ich finde, das Ergebnis überzeugt. Und die verwendeten Materialien, Perlmutt und Koralle, stellen auch einen Bezug zur letzten Ausgabe her: Ungefähr zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Meer, beziehungsweise Wasser bedeckt und viele ungewöhnliche, von mir verwendete Griffmaterialien, wie auch die Pfeilschwanzkrebs-Überreste des letzten Artikels, stammen aus dem Wasser! Es folgen demnächst noch weitere ungewöhnliche Messer und Materialien aus dem Meer … www.gobec.at


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Mo

27

Jul

2020

Schmähpreis Plagiarius – das sind die „Gewinner“ 2020

© Plagiarius e. V.
© Plagiarius e. V.

Gegen dreisten Ideenklau, für Innovation und fairen Wettbewerb: Anfang Februar wurde der vom Designer Prof. Rido Busse 1977 ins Leben gerufene Plagiarius an die diesjährigen Preisträger verliehen. Die „Gewinner“ der vier Hauptpreise (der 3. Preis wurde zweimal vergeben) sind: 

 

1. Preis: Küchen-Schneidgerät „Nicer Dicer Quick“. Original: Genius GmbH (Limburg, Deutschland), Fälschung: Ningbo A-Biao Plastic Industry & Trade Co., Ltd. (VR China)

2. Preis: KAYSER Sahnekapseln. Original: Kayser Berndorf GmbH (Wien, Österreich), Fälschung (Vertrieb): Female Foods BV, Woerden (Niederlande, liquidiert). Ein belgischer Händler hatte die Fälschungen „im guten Glauben“ erworben. 

3. Preis: JULIUS-K9 Hundegeschirr „IDC Powerharness“. Original: JULIUS-K9 Zrt. (Szigetszentmiklós, Ungarn), Fälschung: Shenzhen Dog Favors Pet Supplies Co., Ltd. (VR China)

3. Preis: (Laptop-)Rucksack „Wenger Ibex“. Original: Wenger S.A. (Delémont, Schweiz), Plagiat: Herstellung: VR China, Vertrieb: Swiss Bag (Jerusalem, Israel)

Darüber hinaus wurden auch wieder sechs gleichrangige „Auszeichnungen“ verliehen – unter anderem an das Plagiat der Taucherlampe „Ledlenser D14.2“ (Original von Ledlenser GmbH & Co. KG, in Solingen, Deutschland): Ein deutscher eBay-Händler wurde abgemahnt. Er gab Restbestände heraus und nannte seinen Lieferanten. Vertrieb: unter anderem über Stels Solutions Sp. z o.o. (Polen) und SATIS (Polen). 

 

Dabei sagt die Auszeichnung, die bereits zum 44. Mal verliehen wurde, wie üblich nichts darüber aus, ob ein nachgemachtes Produkt im juristischen Sinne erlaubt oder rechtswidrig ist. Ziel der Aktion Plagiarius ist vielmehr seit jeher, die skrupellosen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren. Zugleich vermittelt der Verein den Unternehmern sowie den Kreativen die Bedeutung und Wirksamkeit von gewerblichen Schutzrechten – beispielsweise Marke, Patent, Design – und ermutigt sie, ihr geistiges Eigentum zu schützen und Nachahmer zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem möchte die Aktion Plagiarius dazu beitragen, dass Konsumenten technischen und kreativen Leistungen mehr Wertschätzung entgegenbringen, indem sie ihnen vor Augen führt, dass die Entwicklung eines Produktes von der ersten Idee über Design, Konstruktion, Zertifizierungen und Prototypenbau bis zur Marktreife viel Zeit, Geld, Know-how, Mut und Innovationskraft kostet. Dafür steht auch die Trophäe des Negativpreises: Ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – Symbol für die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten von Kreativen und der Industrie erwirtschaften. Nähere Informationen, auch zu den Preisträgern, unter: www.plagiarius.com mvc   

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Fr

24

Jul

2020

Neu im Sortiment von Ballistol: Stahl-Putzstöcke

© Ballistol
© Ballistol

Im Waffenpflegesortiment des niederbayerischen Herstellers Ballistol sind neben den bewährten Carbon-Putzstöcken ab sofort auch Stöcke mit Stab aus Stahlkern erhältlich. Der Kern des neuen Putzstabs aus Automatenstahl ist mit strapazierfähigem Kunststoff ummantelt, die Aufnahmen bestehen aus Messing. Die Wischlänge von 22 cm ist perfekt an die Anwendung an Kurzwaffen angepasst. Ballistol reagiert mit den kunststoffummantelten Stahl-Putzstäben auf eine erhöhte Kundennachfrage und bietet damit ab sofort eine preiswerte Alternative zum bestehenden Angebot der biegsamen und leichten Putzstäbe aus Carbon. Der neue Stahl-Putzstab greift die Laufwand der Waffe nicht an und kann sie deshalb nicht beschädigen. Des Weiteren ist er kompatibel zu dem gesamten Waffenpflege-Zubehör des Ballistol-Wechselsystems! Das Produkt ist beständig gegen alle Reinigungsmittel und Öle, die zur Waffenpflege geeignet sind. Der neue Ballistol-Stahl-Putzstock besteht aus einem Stahl-Putzstab kurz, dem Ballistol-Wechselgriff sowie dem Filzadapter für drei Filze. Die Variante mit einem Durchmesser von 5 mm wiegt 71 g, die mit 7 mm bringt 84 g auf die Waage. Hergestellt wird das Zubehör traditionell in Europa. 

Übrigens: Ballistol belegte bei der Wahl „Partner des Fachhandels“ 2019 im Bereich chemische Erzeugnisse den ersten Platz. ak

www.ballistol.de   

Mo

20

Jul

2020

Wärmebildtechnik – Zubehör und Facelift

© AKAH
© AKAH

Samtig-weichen Neoprenschutz für Wärmebildgeräte bietet die Schutzhülle von AKAH. Sie passt zum Beispiel auf Lahoux-Geräte wie Spotter M, Pro 25, Pro 35V, Elite 35 und Elite. Die Länge beträgt 210 mm, der Durchmesser liegt bei 70 mm. Die Schutzhülle kann am Gürtel getragen werden und besitzt zwei stabile Ösen zum Anbringen eines Trageriemens (separat erhältlich). www.akah.de

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Fr

17

Jul

2020

Optikneuheiten – Auf kurze Distanz (2/2)

© Minox
© Minox

 

 

 

Zwei neue Fernglasserien hat Minox auf den Markt gebracht: X-active und X-lite. Die X-active-Serie bezeichnet Minox als leistungsstarke Allround-Gläser. Die insgesamt sieben Modelle sind mit einer acht- beziehungsweise zehnfachen Vergrößerung ausgestattet und besitzen laut Minox ein Sehfeld von bis zu 140 m. Die Allroundtalente sollen eine sehr gute optische Leistung mit neutraler Farbwiedergabe und hohem Kontrast bieten.

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Mi

15

Jul

2020

Optikneuheiten – Auf kurze Distanz (1/2)

© sunnychicka - stock.adobe.com
© sunnychicka - stock.adobe.com

Nach wie vor boomen die Leuchtpunktvisiere für den Einsatz bei schnellen Bewegungsjagden im Nahbereich. Aber auch für die sehr weite Distanz gibt es neuen Stoff, zum Beispiel das PRS 5-30 x 56i von Leica und ein Minispektiv von Noblex.

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Fr

10

Jul

2020

Wolframcarbit-Folder von Sandrin Knives

Sandrin Knives setzt neue Maßstäbe mit seiner Wolframcarbit-Legierung für EDC-Folder. © Sandrin
Sandrin Knives setzt neue Maßstäbe mit seiner Wolframcarbit-Legierung für EDC-Folder. © Sandrin
Das Lanzo wirkt mit seiner Drop-Point-Klinge etwas vertrauter als die beiden anderen Modelle mit Sheepfoot- und Wharncliffe-Klingen. © Sandrin
Das Lanzo wirkt mit seiner Drop-Point-Klinge etwas vertrauter als die beiden anderen Modelle mit Sheepfoot- und Wharncliffe-Klingen. © Sandrin

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Mi

08

Jul

2020

Messerporträt: Federmesser

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Hochmoderner Klingenstahl in Kombination mit Körperteilen eines tropischen Urzeit-Krebses: ein kleines, leichtes Messer von Christoph Daim mit 9 cm Klingenlänge und 20 cm Gesamtlänge. © Christoph Daim
Hochmoderner Klingenstahl in Kombination mit Körperteilen eines tropischen Urzeit-Krebses: ein kleines, leichtes Messer von Christoph Daim mit 9 cm Klingenlänge und 20 cm Gesamtlänge. © Christoph Daim

Auf Ausstellungen erlebe ich es immer wieder, dass besonders kleine Messer auf den ersten Blick gar nicht als Messer wahrgenommen werden. Sie werden eher für Spielzeug gehalten, für Zahnstocher oder Brieföffner.

Heutzutage ist ein Messer scheinbar erst dann ein Messer, wenn es wie die Requisite aus einem Rambo-Film aussieht. Dabei gibt es bei uns eine lange Tradition zierlicher kleiner Messer, die bereits seit dem Mittelalter sehr verbreitet waren. Ihre Aufgabe war es, die Federkiele der damaligen Schreibgeräte in Form zu schneiden. Und bis in die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein gibt es Beispiele kleiner, nur scheinbar fragiler Messer, die oft im Set als „Obstmesser“ immer wieder mal auf Flohmärkten auftauchen. Sie gehören zu einer verschwindenden Nachkriegskultur, die auch Likörgläser besessen und benutzt hat. Das abgebildete Messer ist ebenfalls klein und zierlich und hat darüber hinaus weitere Besonderheiten: Die Klinge besteht aus Nitrobe 77, ein ohne Kohlenstoff (auf Stickstoffbasis) härtender, rostfreier Stahl. Auch das Griffmaterial ist sehr ungewöhnlich: Es ist Pfeilschwanzkrebs (Limulus), genau genommen die Schwanzspitze des Tieres. Die Tiere wurden nach einem tropischen Sturmereignis tot in Mexiko an den Strand gespült und, um keine natürlichen Ressourcen zu verschwenden, habe ich sie zu diesem einzigartigen Griffmaterial verarbeitet.

 


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Mo

06

Jul

2020

QOOL Box gewinnt Design & Innovation Award

© Qool
© Qool

Warmes bleibt warm, Kaltes bleibt kalt – und das außergewöhnlich lange, gleich über mehrere Tage hinweg. Die Qool Box ist keine gewöhnliche Kühlbox, sondern erzielt ihre herausragende Dämmleistung für Getränke und Speisen durch eine Isolationstechnik, die auch in der Raumfahrt zum Einsatz kommt: Vakuumisolationspaneele, die in allen Seiten, im Deckel und im Boden verbaut sind. Die gewünschte Temperatur in der Qool Box wird über sogenannte Temperature Elements konstant gehalten und zwar im Temperaturbereich von -25 bis +25 °C. Das Ganze geschieht ohne Stromversorgung, in jeder Klimazone, auf der ganzen Welt. Die Qool Box ist nachhaltig in Deutschland mit Lieferanten aus der Region und aus recyclingfähigen Materialien hergestellt. Sie ist wartungsfrei und dadurch besonders langlebig. Die Temperature Elements können so oft wie es beliebt eingefroren und aufgetaut werden. Damit ist die innovative Kühlbox der ideale Begleiter für Abenteurer und Outdoor-Fans, denn sie sorgt für Unabhängigkeit in der Natur, da sie Lebensmittel auch ohne Strom bis zu zehn Tage lang frisch hält. 

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Mo

29

Jun

2020

Test: Victorinox Outdoor Master Mic

© Victorinox
© Victorinox

Mit den beiden neuen Messern der Serie Outdoor Master hat Victorinox seit Ende letzten Jahres erstmals feststehende Messer für Outdoor und Bushcraft im Programm: Das Outdoor Master Mic L mit 10 cm und das Outdoor Master Mic S mit 7 cm Klingenlänge, beide mit Micarta-Griffen. Wir haben das große der beiden Messer ausgiebig getestet.

 

 

 

 

 

Geliefert wird das Victorinox in einer schlichten, umweltfreundlichen Pappschachtel. Gleich der erste Eindruck beim Auspacken begeistert. Toll schaut es aus, das Outdoor Master Mic L in massiver Full-Tang-Bauweise mit ansprechenden Micarta-Griffschalen in seiner Kydexscheide mit Feuerstarter. Direkt überkommt einen der umtriebige Wunsch, damit raus in den Wald zu gehen, Kleinholz und Feuer zu machen. 

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Mi

24

Jun

2020

Beile, Äxte und Sägen – Werkzeuge für Outdoor und Bushcraft Werken im Wald

© Condor
© Condor

Die Verarbeitung von Holz ist wohl eine der wichtigsten Tätigkeiten bei Outdoor-Aktivitäten jedweder Art, insbesondere beim sogenannten Bushcrafting – was im Deutschen oft frei mit Waldhandwerk übersetzt wird. Sei es nur um Feuerholz zu machen oder auch größere Projekte umzusetzen, wie die Errichtung eines kompletten Camps. Aber auch der professionelle Waldarbeiter, Förster oder Jäger freut sich über derart funktionales Werkzeug. Hier finden Sie einige Klassiker, aber auch Neuheiten aus diesem Bereich.

 

Ganz neu am Markt ist das Bushcraft Tomahawk der deutschstämmigen Firma Condor mit Sitz in El Salvador. Dabei handelt es sich de facto um die Kreuzung eines typischen Tomahawks mit den Attributen einer klassischen Axt. Durch den circa 49 cm langen, geraden und glatten Stiel aus amerikanischem Hickory-Holz lässt sie sich sicherlich gut werfen, ist aber dank ihres Gesamtgewichts von rund 880 g und ihrem Kopf aus 1060 HCS mit knapp 16 cm langer, nach unten ausgeschmiedeter Klinge auch für verschiedene Holzarbeiten gut zu gebrauchen. Die gegenüberliegende Kopfseite bietet eine Hammerfläche. Mit im Lieferumfang befindet sich eine Lederscheide samt langer Trageschlaufe. Das Condor Bushcraft Tomahawk ist eine ansprechende Alternative auch für alle Trapper-Fans. 

www.condortk.com

www.boker.de

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Fr

19

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 3/3

© Hertbertz
© Hertbertz

„Das kleine Schwarze“ für dieses Frühjahr ist tatsächlich scharf und hat nichts mit Unterwäsche zu tun. Dieses Herbertz Taschenmesser im Black Wash Finish passt dank seines äußerst schmalen Designs in nahezu jede Uhrentasche einer 5-Pocket-Jeans. Heft und Gürtelclip bestehen aus nur einem Stück Edelstahl, in welches gleichzeitig eine zuverlässige Framelock-Arretierung integriert wurde. Dank Öffnung per Nagelhau ist auch dieses Model ein § 42a-konformer Begleiter für den Alltag.

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Fr

19

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 2/3

© Dawson Knives
© Dawson Knives

Das amerikanische Familienunternehmen Dawson Knives ist seit mehr als 40 Jahren in der Messerindustrie tätig. Seit diesem Jahr sind die Produkte über ACMA erhältlich. Das Serengeti ist ein leichtes Messer mit einer schlanken, leicht nach unten gezogenen Drop-Point-Klinge. Im Lieferumfang ist eine Kydexscheide enthalten. 

www.dawsonknives.com

www.acma.de 

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Mi

17

Jun

2020

Messerneuheiten 2020 – 1/3

© Almarknives
© Almarknives

Gesprächen mit verschiedenen Kontakten im Markt zufolge lief 2019 das Behördengeschäft besser als das reguläre Endkundengeschäft. Ein möglicher Grund ist die Verunsicherung der Verbraucher durch monatelange Diskussionen zu Gesetzesänderungen und Verbotszonen. Ein Blick auf die Neuheiten zeigt jedoch keine massive Trendwende zu „Stummel-Messern“ oder zum Verzicht auf Einhandmesser oder federunterstützte Mechanismen. Aber der Großteil der vorgestellten Modelle ist in Deutschland „führbar“ und diese Auswahl fand nicht allein durch die Redaktion, sondern auch gemeinsam mit den Herstellern statt. Das Bewusstsein für die deutsche Marktsituation wächst somit auch bei internationalen Lieferanten. Wir sind zuversichtlich, auch in Zukunft etwas Passendes für unterwegs zu finden.

 

Das Quicksilver Slimline Ultralight von Al Mar macht seinem Namen alle Ehre. Der skelettierte Titangriff und das insgesamt schlanke Design machen das Messer besonders leicht. Die Talonklinge aus D2 öffnet über Flipper auf Kugellagern und arretiert über Framelock. www.almarknives.com

www.acma.de

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Mo

15

Jun

2020

Noblex Thermal Tablet – kontaktlose Temperaturmessung

© Noblex
© Noblex

Optikhersteller Noblex stellt das Noblex Thermal Tablet vor. Ein Gerät, um die Ausbreitung des Corona-Virus enzudämmen, indem schnell und kontaktlos die Körpertemperatur gemessen werden kann.

 

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen brauchen im Zuge der Covid-19 Pandemie Lösungen, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Auf Basis von Wärmebild-Technologie lässt sich mit dem „NOBLEX Thermal Tablet“ in Sekundenschnelle kontaktlos die Temperatur von Personen messen – und zwar auf 0,1 Grad genau. Eine erhöhte Körpertemperatur kann sowohl als ein erstes Warnzeichen als auch als ein Symptom einer Infektion gelten. „Das Noblex Thermal Tablet ermöglicht eine schnelle und effektive Kontrolle vor öffentlichen Einrichtungen oder an Firmeneingängen“, sagt Hubert Bodächtel, Vertriebsleiter bei Noblex

 

Das System kombiniert die thermografische Erfassung mit einer optischen Kamera und bietet damit ein Erkennungssystem für Mitarbeiter oder Besucher. Ist der selbst definierte Temperaturgrenzwert überschritten, erfolgt eine Meldung auf dem Display sowie eine optionale Audiowarnung. Mögliche Risikopersonen können so direkt dokumentiert werden. Dank künstlicher Intelligenz erkennt das Gerät auch, ob die erfassten Personen Schutzkleidung wie etwa Mund-Nasen-Masken tragen oder nicht. „So kann in besonders sensiblen Bereichen der Zugang nur mit entsprechender Schutzkleidung gewährt werden oder direkt per Tablet auf die fehlende Ausrüstung hingewiesen werden“, erläutert Bodächtel.

Das Tablet könnte eine effektive und praktikable Lösung für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Ämter, Sportstätten, Kulturstätten, aber auch für Veranstalter von Events sein. Der Betrieb erfolgt autonom und bedarf keiner weiteren Hardware.

Das Tablet lässt sich flexibel und datenschutzkonform an bestehende Datenbanken anbinden, was die Technologie auch für Unternehmen attraktiv macht, die bereits über automatisierte Zugangssysteme in ihren Gebäuden verfügen. „Mit dieser bezahlbaren Hightech-Innovation ermöglichen wir auch kleineren Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen mehr Sicherheit für ihre Besucher, Mitarbeiter und Kunden“, betont Hubert Bodächtel. cj

www.noblex-thermal.com

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Fr

05

Jun

2020

Die Geschichte der Bühag Suhl

© Claudia Jahn
© Claudia Jahn

Klaus Zimmermann und Peter Arfmann präsentierten im Mai 2019 im Waffenmuseum Suhl „Geschichte und Geschichten der Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft Suhl“. Das Buch widmet sich der Geschichte der Suhler Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft. Der aus Suhl stammende Ilmenauer Professor für Maschinenbau Dr. Klaus Zimmermann und der Suhler Museumsleiter Peter Arfmann stellen darin nicht nur die vor 70 Jahren gegründete Suhler Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft (Bühag) mit ihrer Geschichte und ihrem Produktionsprofil vor, sondern auch Biografien einiger ihrer weithin bekannten und gerühmten Persönlichkeiten wie beispielsweise „Huller“ Joachim Heym.

Der Großvater Klaus Zimmermanns, Emil Diemb, war selbst Systemmacher in Neundorf und Genossenschafter der Bühag. Akribisch recherchierte der Autor dazu gemeinsam mit Peter Arfmann in den Unterlagen der Bühag, die bis 1994 bestand. Er interviewte ausgewählte Bühag-Mitglieder. Deren Biografien sind naturgemäß eng mit der Geschichte des (handwerklichen) Jagdwaffenbaus in Suhl verbunden. In der Summe liegt mit diesem Buch nicht nur ein Überblick über dieses bisher kaum beleuchtete Kapitel der neueren Suhler Industriegeschichte vor, sondern es kommen auch wichtige Details zur Vielfalt und zum Reichtum Suhler Waffenkunst zur Sprache. Eigentlicher Anstoß für dieses Buch war, wie Klaus Zimmermann verriet, ein Besuch amerikanischer Waffenfreunde in Suhl, die sich insbesondere für die Geschichten hinter den Waffen interessierten … cj

www.waffenmuseumsuhl.de   

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Fr

29

Mai

2020

Messer und Kleiner Waffenschein

Thomas Laible, Redaktion Messer Magazin. © Wieland Verlag
Thomas Laible, Redaktion Messer Magazin. © Wieland Verlag

Messer und Kleiner Waffenschein

Mit dem neu geschaffenen § 42 Abs. 6 gewinnen waffenrechtliche Erlaubnisse wie der Kleine Waffenschein (KWS) eine ganz neue Relevanz zu Führen von Messern. Wir sprachen dazu mit Thomas Laible, Redakteur vom Messer Magazin.

 

Was hat sich mit dem neuen Gesetz bei Messern verändert?

Die ursprünglich geplanten Verbote – das Totalverbot von Springmessern und das Führverbot von Klingen über 6 cm – konnten durch den hartnäckigen Protest der Messerfreunde abgewendet werden. Um die Verbotszonen aber noch komplett zu verhindern, war der politische Druck aus den Landesinnenministerien einfach zu groß.

 

Was bedeuten die Verbotszonen?

Zusätzlich zu den bisherigen Verbotszonen können nach dem neuen § 42 Abs. 6 WaffG die Länder nun praktisch überall Verbotszonen einrichten. In diesen Zonen ist neben dem Führen von Waffen auch das Führen von feststehenden und feststellbaren Messern über 4 cm Klingenlänge verboten. Mit ausdauerndem Protest konnten wir aber verhindern, dass nicht-feststellbare Messer – wie die meisten Schweizer Taschenmesser – auch unter das Verbot fallen. Und es gibt weitere Ausnahmen.

 

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Mi

27

Mai

2020

Neue Produkte für die Jagd

Anschütz
Anschütz

In den meisten Bundeländern gilt die Jagd auch in Corona-Zeiten als systemrelevant. Die Ausübung ist also gestattet, wenngleich mit den bereits gelernten Auflagen – Abstand halten! Einzeljagd ist also in Ordnung. Hier stellen wir Ihnen Neuheiten vor, die größtenteils auf der IWA ihre Premiere hätten feiern sollen.

 

Anschütz-Großkaliber-Repetierer „Modell 1782“ jetzt mit Lochschaft: Ein Jagdgewehr, das im Kern nur aus Holz und Stahl besteht. Schlicht und einfach. Erst mit der Vertrautheit entdeckt man laut Anschütz die Komplexität des Gewehres, das präzise Zusammenspiel auf Hightech-Niveau. Das 1782 ist von jeher ein Gewehr, das Ruhe ausstrahlt und immer zur Hand ist, wenn es um die Jagd geht. Erhältlich in den Kalibern .243 Win., 6.5 Creedmore, .308 Win., .30-06, 8 x 57 IS und 9,3 x 62. 

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Mi

20

Mai

2020

Energiereiche Gerichte und abbaubare Hygieneprodukte

© Blå Brand
© Blå Brand

Blå Band präsentiert neue Gerichte für unterwegs

Glutenfrei, lactosefrei, ohne Geschmacksverstärker und Transfette: Blå Band überzeugt mit sechs neuen Outdoor-Gerichten mit hohem Sättigungsfaktor. Die Schweden bieten gefriergetrocknete Mahlzeiten an, welche mit kaltem oder warmem Wasser zubereitet werden können, und sogenannte Wet Pouches, welche nur noch erwärmt werden müssen. Besonders praktisch für die Tourenplanung: Die Gerichte haben eine hohe Nährstoffdichte und ein kleines Packmaß. Gegessen werden kann mit einem handelsüblichen Esslöffel direkt aus der Verpackung.

Die Zubereitung der klassischen Outdoor-Meals ist mehr als einfach: Tüte aufreißen, Wasser einfüllen, umrühren, Beutel verschließen und ziehen lassen. Fertig ist eine Mahlzeit mit bis zu 675 Kalorien. Eine der vier neuen Rezepturen heißt „Rindfleisch mit Kartoffeln und Sauce Bernaise“.

Im Gegensatz dazu wird für die Wet Pouches kein Wasser benötigt. Die Wet-Pouches-Gerichte sind in Alu-Kunststoff-Beuteln verpackt und müssen nur noch mit einem separaten Hitzekissen erwärmt werden. Die zwei neuen Sorten heißen „Stroganoff mit Reis und Champignon“ und „Kebab-Eintopf mit Mais und Paprika“.

Seit den 1950er Jahren stellt das schwedische Unternehmen Blå Band geschmackvolle Mahlzeiten für unterwegs her. Diese wurden ursprünglich für das Militär entwickelt. Ziel war es, eine besonders nahrhafte, leicht herzustellende und schmackhafte Nahrung für unterwegs zu entwickeln. Die heutigen Outdoor-Gerichte sind für alle geeignet, die sich fernab der Zivilisation eine nahrhafte und gesunde Mahlzeit zubereiten möchten.

www.blaband.se

www.scandic.de

© S&H
© S&H

Biologisch abbaubare Hygieneprodukte von Sjö&Hav

Die schwedische Marke Sjö&Hav Outdoor Care bringt jetzt eine Reihe von biologisch abbaubaren Hygieneprodukten für alle Outdoor-Liebhaber auf den deutschen Markt. Die in Schweden hergestellte biologisch abbaubare Körperpflege und Reinigung kann sogar in Salzwasser, Flüssen und bei kalten Temperaturen genutzt werden. „Sjö&Hav legt Wert auf nachhaltigen Lebensstil, Qualität und das Wohlbefinden, das die Natur dem Menschen bietet. Viele Marken versuchen, die Natur ins Badezimmer zu bekommen. Wir machen es genau umgekehrt. Wir bringen das Badezimmer mit ansprechenden und funktionellen Produkten in die Natur, die so leistungsfähig wie die sind, die wir von Zuhause aus kennen“, sagt Åsa Plahn, Gründerin von Sjö&Hav. Das Sortiment umfasst neben dem Mückenmittel „Mygg- och fästing“ Haar- und Körperpflege sowie Outdoor-Waschmittel in unterschiedlichen Dosiergrößen. ali

www.sjohav.se

www.scandic.de

Mo

18

Mai

2020

Messerporträt: Messer wie früher

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Eine unverkennbare Klingenform seit Jahrhunderten – der Trattenbacher Taschenfeitel.  © Christoph Daim
Eine unverkennbare Klingenform seit Jahrhunderten – der Trattenbacher Taschenfeitel. © Christoph Daim

In Zeiten der Verschärfung der Waffengesetze und der Ausweitung von Waffenverbotszonen kommt den einfachen, „gemütlichen“ Taschenmessern ganz ohne Klingenarretierung langsam wieder eine größere Bedeutung zu. Das liegt daran, dass sie weniger wie eine bedrohliche Waffe wirken, sondern eher wie ein altmodisches Alltagsutensil. Ein typisches Beispiel für ein solches Messer ist der sogenannte Taschenfeitel. „Der Feitel“ bezeichnet im österreichischen und bayerischen Sprachgebrauch ein (meist einfaches) Taschenmesser, oft vom Typ der hier abgebildeten Trattenbacher Taschenfeitel. Sowohl die Bezeichnung „Feitel“ als auch das dazugehörige Messer sind in weiten Teilen Deutschlands allerdings unbekannt beziehungsweise längst kein Begriff mehr. Dabei wurden in dem kleinen Tal an der österreichischen Eisenstraße zur Blütezeit dieser Messer bis zu acht Millionen Stück pro Jahr produziert und in die ganze Welt verkauft! Der letzte verbliebene Betrieb dort ist eine Art Museum und stellt gewissermaßen einen Ausflugstipp für Messerfreunde dar, die miterleben können, wie auf von Wasser angetriebenen Maschinen noch Messer wie vor über 100 Jahren hergestellt werden. Dabei ist die Form dieser Messer noch ein paar hundert Jahre älter. Die unveränderte Herstellung dieser traditionellen Messerform ist mittlerweile von der UNESCO in den Status eines immateriellen Kulturgutes erhoben worden.

 


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Mo

20

Apr

2020

Messerbausätze von Fedeca – „It’s my knife“

© Heldbergs
© Heldbergs

Seit Sommer 2019 ist Heldbergs der exklusive Distributor für die japanische Messer-Marke Fedeca. Als ersten Schritt in der neuen Partnerschaft wählte man die erfolgreichen „Do-It-Yourself“(DIY)-Bausätze der traditionellen Manufaktur. Die vier Bausätze umfassen ein Klappmesser, Schnitzmesser und zwei verschiedene Größen von Santoku-Kochmessern. Der handgeschmiedete Yasuki-Stahl der Klingen zeichnet sich durch eine hohe Schärfe und Schnitthaltigkeit aus. In jedem Bausatz sind Klinge und Griffmaterialien enthalten. Für die Santoku-Messer legt Fedeca noch ein Schnitzmesser und Bienenwachs dazu. So gestaltet man durch Schnitzen, Schmirgeln und Wachsen seinen ganz individuellen Griff. Das Erlebnis und die Individualität stehen dabei im Vordergrund. Natürlich kommt dabei „richtig gutes Zeug“ heraus, wie es Heldbergs sich auf die Fahne schreibt.

Anfang dieses Jahres erweiterte Heldbergs das Angebot um zwei fertige Klappmesser. Diese müssen zwar nicht selbst zusammengebaut werden, versprechen aber dennoch alle Unikate zu werden. Griffschalen aus burmesischem Teakholz bieten eine dezent strahlende und abwechslungsreiche Struktur. ah

www.fedeca.com/en

heldbergs.com/fedeca-messer-deutschland    

Mi

15

Apr

2020

Spielend die Welt entdecken

In der freien Natur bekommt die Fantasie Flügel. © Haba
In der freien Natur bekommt die Fantasie Flügel. © Haba

 

Kinder brauchen für ihre Entwicklung unterschiedliche Erfahrungen in der Natur. Hier können sie verschiedene Geräusche und Gerüche wahrnehmen, Tiere und Pflanzen beobachten und sich nach Herzenslust verstecken, laufen, klettern und toben.

www.naturmitkind.de

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Mo

13

Apr

2020

Mit Eickhorn im Walde – das EBK im Test

Daniel Guthannß
Daniel Guthannß

Von Eickhorn aus Solingen gibt es mit dem EBK seit Anfang 2018 ein reinrassiges Messer, entwickelt für all jene, die ihre Freizeit gern draußen in der wilden Natur bestreiten. EBK steht dabei für nichts anderes als Eickhorn Bushcraft Knife. Ein robustes Messer für den Wald also, dessen angedachter Einsatzzweck in erster Linie anspruchsvolles Arbeiten mit Holz rund um Camp und Lagerfeuer umfasst – Bushcraft eben.

 

Erfahrungen in der Fertigung robuster Messer hat der Hersteller zur Genüge. Seit über 150 Jahren verlassen professionelle Militär- und Einsatzmesser wie das KM2000 das Werk. Aber auch Klassiker wie das legendäre Outdoormesser GEK (German Expedition Knife) nach dem Design von Tony Lennartz gehören zum Portfolio der Solinger Messerschmiede.

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Fr

10

Apr

2020

Das große Buch der Ritter.

© Wieland Verlag
© Wieland Verlag

Alles über die legendären Krieger des Mittelalters

Autorin: Phyllis Jestice

Mythos, Legenden und Realität der Ritter: Die Ritter waren die professionellen Krieger des Mittelalters. Vom 11. bis ins frühe 16. Jahrhundert dominierten diese hoch ausgebildeten Elitekämpfer die Schlachtfelder mit ihren Lanzen, Schwertern und Äxten. Doch die Ritter waren mehr als nur Kampfmaschinen: Gemäß dem ritterlichen Ehrenkodex erwartete man von ihnen, dass sie musizieren und Verse dichten, Recht sprechen, ihrem Herrn dienen und das Volk beschützen konnten. Dieses reich bebilderte Buch berichtet von ihren Kämpfen, Siegen, Niederlagen und dem ganz normalen ritterlichen Alltag. Es entführt den Leser in eine faszinierende Epoche der europäischen Geschichte. Ein hochwertiges Nachschlagewerk von Phyllis G. Jestice, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der University of Southern Mississippi. mvc

 

Hardcover

gebunden

224 Seiten mit zahlreichen Bildern

Wieland Verlag, Bad Aibling 2020

ISBN 978-3938711972

www.wieland-verlag.com     

 

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Mi

08

Apr

2020

Messerporträt: Testen Sie Melonen?

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein historischer Melonentester von Ed. Wüsthof und aktuelle deejo-Produkte: www.deejo  © Christoph Daim
Ein historischer Melonentester von Ed. Wüsthof und aktuelle deejo-Produkte: www.deejo © Christoph Daim

Was sich die Gründer von deejo bei ihrem Projekt ursprünglich vorgestellt haben, sagen sie uns klar auf ihrer Website – ein Taschenmesser „wie früher“, also ein kleines, leichtes, praktisches Messer, das für die gängigsten Schneidarbeiten im Alltag geeignet ist: Kartons zerlegen, Verpackungen öffnen, Obst schneiden und so weiter. Im Laufe ihrer erfreulichen Erfolgsgeschichte (schließlich ist das Taschenmesser aus meiner Sicht eher ein schützenswertes Kulturgut und keine zu verbietende Mordwaffe) hat sich das Produktportfolio von deejo nicht nur diversifiziert, sondern auch marketingwirksam weiterentwickelt. Dabei stellt das abgebildete Klappmesser mit 20 Zentimetern Klingenlänge den genauen Gegenpol der ursprünglichen Intention seiner Hersteller dar. Wozu also ein solches Monster-Klappmesser? Der Aufmerksamkeitswert als Werbeprodukt ist unzweifelhaft gegeben. Aber wer lange genug sucht, findet sicher auch dafür eine sinnvolle Nutzanwendung, ob es nun das gegrillte Spanferkel oder ein ganzer Käselaib sein mag. Allerdings gab es besonders lange (und schlanke) Klappmesser bereits vor über 100 Jahren. Sie sind zu seltenen Fundstücken geworden, die immer wieder über den Sinn dieser Klingen rätseln lassen. Die Bezeichnung „Melonentester“ verweist auf ihre Funktion, einen Keil aus der genannten Frucht zu schneiden, um so den Reifegrad beurteilen zu können. Aber wer testet heute schon noch Melonen, noch dazu mit einem Messer?

www.deejo.de

www.herbertz-messerclub.de

 

 


Mo

06

Apr

2020

Das Mercator-Messer – ein Stück Geschichte in neuem Gewand

© Moorschmied
© Moorschmied

Seit über 100 Jahren wird das Mercator-Messer nahezu unverändert in Solingen hergestellt. Dieses Solinger Original wurde zunächst in der Messer- und Klingenschmiede Mercator Indiawerk Heinrich Kaufmann & Söhne produziert. Auch wenn es nicht als Armeemesser konzipiert war, lernte das Heer Kaiser Wilhelms die Qualitäten des Mercator schnell zu schätzen. Aus dieser Zeit stammt auch der Name „Kaiser-Wilhelm-Messer“. Da es nahezu unverwüstlich ist, wurde das Mercator-Messer früher von Generation zu Generation weitergegeben. So schaffte es auch den Sprung in die heutige Zeit. 

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Fr

03

Apr

2020

Buchtipps für die Arbeitswelt

© Trias
© Trias

Achtsamkeit im Job. 

Stress reduzieren, produktiv 

arbeiten und zufriedener sein

Autorin: Anna Black

Die meisten von uns halten Stress am Arbeitsplatz für normal und erleben das im Alltag oft. Wir fühlen uns von den digitalen Medien gehetzt, wir grübeln über viele Probleme nach, oft genug nehmen wir in Gedanken die Arbeit mit nach Hause, und kommen so viel zu selten zur Ruhe. Genau das aber macht auf Dauer krank. Wer mehr Achtsamkeit in sein Arbeitsleben bringt, erkennt die Warnzeichen von Stress früher und wird sich negativer Gedanken und Verhaltensweisen bewusster. Achtsamkeit hilft uns, gesund zu bleiben, nur so können wir unser volles Potenzial entfalten. Ob man im Großraumbüro sitzt, viel Zeit in Meetings verbringt, ein anspruchsvolles Telefonat vorbereitet oder eine komplizierte Aufgabe lösen will – Anna Blacks kurze und einfache Meditationen sind bestens dafür geeignet, um sie während des Arbeitstages zu machen. Sie stärken die Konzentration, verbessern die Arbeitsbeziehungen und erhöhen die Empathie. Das führt auch dazu, dass es uns leichter fällt, gute Leistungen zu erbringen und in kleinen oder größeren Krisen die Ruhe zu bewahren. 

Taschenbuch

144 Seiten

Trias im Georg Thieme Verlag

Stuttgart 2018, 

ISBN 978-3432108025 

www.thieme.de 

 

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Mi

25

Mär

2020

Bundesinstitut für Risikobewertung: Ist Melamin gesundheitsschädlich?

Im Zuge der Nachhaltigkeit setzen immer mehr Menschen auf wiederverwertbare Behältnisse für Lebensmittel. Diese bestehen oft aus dem Kunststoff Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH). In den letzten Jahren werden dem Kunststoff zunehmend alternative Materialien wie Bambusfasern als Füllstoff zugesetzt. Die so hergestellten Produkte werden häufig als „Bambusware“ beworben. Auch Outdoorgeschirr greift auf diese Materialien zurück, da sie bruchfest und leicht sind.

Eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigt nun, dass Geschirr aus Melamin und „Bambusware“ gesundheitlich bedenkliche Stoffe in heiße Lebensmittel abgeben können. Die regelmäßige Aufnahme zu hoher Mengen an Melamin über einen längeren Zeitraum kann zur Bildung von Harnwegssteinen und zu einer Schädigung der Nieren führen. Bei dauerhaft zu hoher Aufnahme von Formaldehyd wurden im Tierversuch Entzündungen im Bereich des Magens beobachtet.

Die Formaldehydfreisetzung war bei etwa einem Viertel des „Bambusware“-Geschirrs so hoch, dass der TDI (bezeichnet den Wert der duldbaren täglichen Aufnahmemenge) um das bis zu 30-Fache für Erwachsene beziehungweise um das bis zu 120-Fache für Kinder überschritten wurde. Auch die maximal duldbare Formaldehydkonzentration wurde durch die Freisetzung aus allen Geschirrproben dieser Gruppe deutlich überschritten (bis zum etwa 90-Fachen). Für Erwachsene stellen die gemessenen Melaminfreisetzungen kein Gesundheitsrisiko dar. Bei einer langfristigen täglichen Verwendung von „Bambusware“-Geschirr mit besonders hoher Formaldehydfreisetzung hält das BfR ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für wahrscheinlich. Für Kleinkinder, die sehr häufig heiße Lebensmittel aus MFH-Geschirr und insbesondere aus „Bambusware“ verzehren, besteht aus Sicht des BfR ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. 

Außerdem zeigte sich bei Tests an ein und demselben Geschirr eine von Mal zu Mal zunehmende Freisetzung von Melamin. Dies deutet darauf hin, dass das Material durch den Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen und zerstört wird. Nahrungsmittel mit Zimmertemperatur können dagegen problemlos aus MFH-Geschirr verzehrt werden, da eine relevante Freisetzung von Melamin und Formaldehyd erst bei hohen Temperaturen stattfindet. ali

www.bfr.bund.de                                                 

Mo

16

Mär

2020

Feuer und Flamme für die Bushbox

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Mit Bushcraft Essentials hat sich seit 2012 ein junges Unternehmen mit Sitz in Erding etabliert, das sich auf die Produktion qualitativ hochwertiger Hobo-Kocher „made in Germany“ spezialisiert hat. Wir haben den Bestseller, das Modell Bushbox LF in der Edelstahlausführung, angefeuert und ausprobiert.

 

Insgesamt fünf Bushbox-Modelle, teils in verschiedenen Ausführungen aus Edelstahl oder Titan, finden sich inzwischen im Portfolio der Bayern. Während es sich bei den kleineren der sogenannten Hobos um klassische Stecksysteme handelt, wie man sie auch von anderen Herstellern kennt, ist in die beiden größeren Modelle LF und XL eine gehörige Prise deutscher Ingenieurskunst geflossen. LF steht dabei für Large Foldable. Letzteres beschreibt nichts anderes, als dass hier ein patentiertes Faltsystem zum Einsatz kommt, welches die Auf- und Abbauzeit dieser Bushbox enorm verkürzt. Ohne viel Übung klappen Asche- und Bodenblech in ihre Position und die LF steht einsatzbereit innerhalb beeindruckender drei Sekunden! Ermöglicht wird dies durch ein aufwendig in Handarbeit angepasstes Scharniersystem sowie das insgesamt durchdachte Konstrukt. Mit seinen Maßen von 14 x 10 x 10 Zentimetern ist die LF groß genug, um im Betrieb einen effizienten Kamineffekt zu erzeugen. Für bis zu zwei Personen lässt sich darauf kochen. Im Lieferumfang befinden sich zwei multifunktionale Topfauflagen. Sie geben unter anderem Tassen und kleinen Töpfen Halt und sorgen für Abstand bei größeren, damit der Kamineffekt erhalten bleibt. Zur Befeuerung dient wie bei jedem Hobo quasi alles, was brennt: Holz, Rinde, Tannenzapfen, trockener Tierdung etc. Die Bushbox LF kann alternativ aber ebenso mit Holzkohle, Pellets, Brennpaste, Trockenbrennstoff oder einem Spirituskocher genutzt werden. Dafür ist der optional erhältliche Universalrost von Nutzen. Dieser dient nämlich nicht nur oben aufgesetzt als praktischer Grillrost, sondern lässt sich auch mittig in Aussparungen einsetzen, um die genannten alternativen Brennstoffe optimal zu nutzen. Es empfiehlt sich daher, den Universalrost gleich mitzubestellen. Ausgeliefert wird die Bushbox LF in einer leichten Baumwolltasche. Zur sicheren Aufbewahrung und für den sauberen Transport der Bushbox LF finden sich jedoch auch passende Taschen im Programm. Eine aus robustem, schwarzem Nylongewebe und ein brandneues (und viel „bushcraftigeres“) Modell, gefertigt aus rustikal-braunem Leder. Dieses ist gerade erst auf der ISPO 2020 in München vorgestellt worden. 

Für den Test befeuerten wir den Hobo – natürlich auf feuerfestem Untergrund – ganz klassisch mit kleingehackten und batonierten Holzstückchen. Auf dem nach artgerechtem Anfeuern mit Feuerstahl und Kienspan entstandenen Glutbett ließ sich die gewünschte Hitze durch Nachlegen kleinerer Holzstücke und Äste durch das Öffnungsfenster recht gut regulieren. Ein halber Liter Wasser kochte im kleinen Titantopf bereits nach wenigen Minuten. Auch die deftigen Spiegeleier mit Speck und Zwiebeln gelangen in der schmiedeeisernen Pfanne richtig gut. So wird das Kochen in der Natur zum puristischen Vergnügen. Nach dem Abkühlen der Bushbox fand sich auf dem Rost nunmehr größtenteils weiße Asche. Das Holz war rückstandslos verbrannt. Verschmutzungen ließen sich mit einem Tuch leicht abwischen und die LF hatte eine ansehnliche Patina angenommen, ein nennenswerter Verzug des Materials war nicht festzustellen. Schnell war sie wieder zusammengeklappt und in der Ledertasche verstaut. Im Rucksack trug das Gewicht des kompletten Sets von 630 Gramm nur mäßig auf – zudem es beim Bushcraften in der Regel sowieso nicht auf jedes Gramm ankommt. Und wer es dennoch lieber leichter mag, lässt die Ledertasche sowie gegebenenfalls den Universalrost weg und greift zur 270 Gramm leichten Titanausführung der LF, die allerdings doppelt so teuer zu Buche schlägt. Insgesamt konnte die Bushcraft LF im Test rundum überzeugen. Nicht ohne Grund gilt sie als einer der besten Hobokocher auf dem Markt. Klar, Qualität aus deutschen Landen kostet ein paar Euro mehr. Doch bekommt der Kunde dafür einen ordentlichen Gegenwert: Ein erstklassiges deutsches Produkt, das bei ein wenig Pflege locker ein Leben lang hält und viel Freude macht. dg

www.bushcraft-essentials.com

 

Fr

13

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Freizeit, Tactical, Zubehör, Großhandel

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Freizeit, Tactical, Zubehör & Großhandel / Import.

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Mi

11

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Jagd, Messer & Schießsport

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Jagd, Messer & Schießsport.

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Mo

09

Mär

2020

IWA-Neuheiten – Waffen, Munition & Optik

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im zweiten Teil der Neuheiten, geht es um Waffen, Munition und Optik.

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Fr

06

Mär

2020

IWA-Neuheiten - New Product Center

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die IWA OutdoorClassics aufgrund der Coronavirus-Situation verschoben wurde, erhalten Sie hier Ihre IWA-News. So wird die Branche über diesen Weg über Neuheiten informiert.

 

Im ersten Teil der Neuheiten, sind die Exponate, die im New Product Center gezeigt werden sollten, zusammengefasst.

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Mi

04

Mär

2020

Messerporträt: Nessmuk

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Ein finnisches Nessmuk von Brisa mit 125 Millimeter Klingenlänge.  © Christoph Daim
Ein finnisches Nessmuk von Brisa mit 125 Millimeter Klingenlänge. © Christoph Daim

In dieser Ausgabe geht es um „Nessmuk“ George W. Sears und seinen legendären Messerentwurf. Er lebte im Nordamerika des 19. Jahrhunderts, sein Pseudonym gab er sich zu Ehren eines Indianerfreundes aus seiner Jugendzeit. Bekannt war George W. Sears als Schriftsteller und Pionier für etwas, das wir heute vielleicht „Trekkingreisen“ nennen würden. Sein Handbuch zu dem Thema, in dem sich auch ein Bild seines Messers findet, stammt aus dem Jahre 1884 und ist bis heute in Druck. „Nessmuk“ war klein und schmächtig, aber der Überzeugung, dass das kein Hindernis für seine Trekkingtouren darstellen müsste. Daher entwickelte er für sich ein minimales und leichtgewichtiges Equipment, zu dem unter anderem auch das bereits erwähnte Messer gehörte. Messer im „Nessmuk-Stil“, wie das hier gezeigte aus Finnland, werden heute noch von einigen Herstellern und Messermachern gebaut. Besonders interessant ist dabei die Tatsache, dass ein „originales Exemplar“ eines Messers von Mr. Sears nicht mehr existiert. Er gab selbst nur wenige Hinweise zur Beschaffenheit seines Messers, von einer Illustration in seinem Buch einmal abgesehen. Somit sind alle heutigen Nessmuk-Messer nur Interpretationen seines Entwurfes, der dadurch umso einflussreicher und inspirierender erscheint. Jedenfalls bietet die finnische Seenlandschaft eine vergleichbare Topographie zu den Adirondacks, jener Gegend, in der Mr. Sears seine Trekkingreisen durchgeführt hat.

www.brisa.fi

 


Mo

02

Mär

2020

Doppelstimmig – Stirnlampe Fenix HM65R im Test

© Daniel Guthannß
© Daniel Guthannß

Mit dem Modell HM65R hat Fenix sein neues Flaggschiff im Bereich Stirnlampen am Markt positioniert. Das Modell besticht durch zwei getrennt schaltbare LED-Einheiten – für Flut- und für Spotlicht – und leistet insgesamt satte 1.400 Lumen bei geringem Gewicht.

 

Eine Lampe nach ähnlichem Konzept gab es vor Jahren mit dem Modell HP25 (maximal 360 Lumen) bereits schon einmal im Portfolio von Fenix. Doch allein aufgrund des schweren 4-AA-Batterie-Packs am Kopfrücken überzeugte sie seinerzeit nicht jeden. Zwischenzeitlich wurde sie (auch technisch) überholt vom bisherigen Bestseller HL60R (maximal 950 Lumen). Diese musste jedoch mit nur einem festen Strahler auskommen, was stets einen Kompromiss darstellt.

Mit der HM65R hat der Hersteller nun das vorherige Konzept der zweigeteilten Lampe wieder aufgegriffen und fit gemacht für die 2020er-Jahre. Der Vorteil zweier getrennt voneinander fungierender Strahler ist dabei prinzipiell einleuchtend: Es gibt keine beweglichen, für Defekte oder eindringendes Wasser empfänglichen Teile, wie bei fokussierbaren Lampen. Fern- und Streulicht können je nach Bedarf beliebig kombiniert werden. Und sollte tatsächlich einmal eine LED oder ein Schalter kaputtgehen, steht immer noch die andere Leuchteinheit zur Verfügung. Um am Gewicht zu schrauben, setzt Fenix beim Korpusmaterial der Neuen auf eine robuste Magnesiumlegierung, die rund ein Drittel leichter ist als Aluminium. Somit kommt die HM65R bei den Maßen von 80,5 x 55 x 40 Millimeter auf ein Leergewicht von lediglich 69,5 Gramm (ohne Stirnband). Mitgeliefert wird ein hochwertiger Akku vom Typ 18650 mit ordentlichen 3.500 mAh, der über einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss von außen geladen werden kann. Damit befeuert erzeugt die Stirnlampe insgesamt einen Lichtstrom von bis zu 1.400 Lumen. Die maximale Reichweite beziffert der Hersteller mit 163 Metern, die Leuchtdauer je nach Stufe zwischen vier und 300 Stunden. Jede Strahlereinheit verfügt über mehrere Helligkeitsstufen: das Flutlicht für den Nahbereich über drei (8, 130 und 400 Lumen) und das Spotlicht für die Ferne über fünf (50, 130, 400 und 1.000 Lumen). Alle Werte sind nach ANSI-FL1-Standard zertifiziert.

© Fenix
© Fenix

Im Praxistest reichten bereits die acht Lumen aus, um beim Nachtwandern den Boden vor den Füßen ausreichend auszuleuchten, zu lesen oder die meisten Arbeiten im Camp auszuführen. Wird mehr Licht benötigt, findet man schnell für jede Situation die passende Einstellung. Die volle Helligkeit beider Leuchteinheiten wurde nur in Ausnahmefällen benötigt. Somit hielt der große Akku in der Regel auch lang genug durch. Im Volllasttest (beide LEDs auf höchster Stufe, wobei der 1.000-Lumen-Turbomodus wegen des Überhitzungsschutzes die Helligkeit selbstständig herunterregelt) brachte es die HM65R auf 270 Minuten, bevor sie in den Notlichtmodus schaltet und erneute Einschaltversuche nur mehr mit Blinken der fünfstufigen Ladezustandsanzeige quittiert. Voll aufgeladen wurde die Helligkeit indirekt unter Zuhilfenahme eines handelsüblichen Luxmeters erfasst und mit anderen Lampen, deren Lumen bereits verifiziert worden sind, abgeglichen. Das passte soweit. Lediglich die versprochene Reichweite von 163 Metern konnten nicht hundertprozentig überprüft werden. Während der winterlichen Testphase war es draußen im Feld stets mehr oder weniger nebelig. Somit muss in diesem Punkt den ANSI-Angaben des Herstellers vertraut werden. Niedrige Temperaturen ließen sie aber generell kalt. Selbst nach drei Nächten im Gefrierschrank bei -20° C funktionierte sie einwandfrei und ließ sich anstandslos bedienen. Für den Dichtigkeitstest – die HM65R ist gemäß IP68 bis zu zwei Meter Tiefe für 30 Minuten wasserdicht zertifiziert – wurde die Lampe zunächst kräftig abgeduscht und dann komplett unter Wasser getaucht. Es drang kein Wasser ein. Doch sollte man diesbezüglich stets darauf achten, nach dem Ladevorgang die USB-Buchse ordentlich verschlossen zu haben. Zu guter Letzt überstand die HM65R, von ein paar kleinen Macken im Gehäuse einmal abgesehen, den Falltest aus zwei Metern Höhe auf Beton unbeschadet. In Sachen Qualität hat der Hersteller also nicht zu viel versprochen. Und auch in Sachen Komfort kann die neue Fenix punkten. Das perforierte, außen mit reflektierenden Elementen bedruckte Stirnband ist vorn teilgummiert und bietet guten Halt auf dem Kopf. Acht Raststufen bieten eine Höhenverstellung um 90 Grad. Läufer können zudem ein zusätzliches Überkopfband montieren. Selbstverständlich lässt sich die Lampe auch an Helmen befestigen. Und unterwegs im Rucksack sorgt eine Transportsperrfunktion für Sicherheit. Die Bedienung der Tasten geht übrigens im Vergleich zu den älteren Modellen völlig geräuschlos vonstatten. Weiter zeigte sich im direkten Vergleich mit oben genannten Vorgängermodellen, dass die HM65R konzeptionell einen Hybrid jener Lampen darstellt und dabei deren jeweiligen Vorteile in sich vereint, bei insgesamt besseren Werten. So übertrifft allein das Spotlicht der neuen Fenix bereits das der HL60R. Und dank neuer Materialien ist bei zugleich geringerem Gesamtgewicht der Zusatznutzen eines zweiten Flutlichts gegeben. Insgesamt bietet Fenix mit seiner neuen HM65R dem Nutzer eine zuverlässige, vielseitige, funktionale und intuitiv bedienbare Stirnlampe für praktisch alle Anwendungsbereiche. Eine, die im Jahre 2020 in keinem Verkaufsregal fehlen sollte. dg www.fenix.de

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Fr

28

Feb

2020

Neue Kipplaufbüchse K5 von Merkel

© Merkel
© Merkel

Merkel entwickelte seine erfolgreiche Kipplaufbüchse K3 zum neuen Modell K5 weiter. Natürlich baut auch die neue K5 auf dem äußerst stabilen Kippblockverschluss auf. Dieser präsentiert sich extrem kurz, denn der Stahlblock kippt beim Schließen der Basküle in eine Laufnut und verriegelt merkeltypisch Stahl auf Stahl. Hinsichtlich der Belastbarkeit kann diese Verschlusskonstruktion durchaus mit einem klassischen Zylinderverschluss verglichen werden, nur bei wesentlich kürzerer Bauweise. Die K5 bringt bei äußerst führigen Abmessungen rund 2,3 Kilogramm auf die Waage. 

Es handelt sich um einen Handspanner, das Kippen der Basküle zum Laden hat keine Spannwirkung und geht deshalb leicht von der Hand. Nicht minder sauber funktioniert der neuentwickelte Spannschieber auf dem Kolbenhals, der völlig geräuschlos und mit wenig Kraftaufwand nach vorn geschoben wird, um das Schloss vor dem Schuss zu aktivieren. Entspannen geht durch einfaches Zurückziehen des Schiebers – nach Schussabgabe oder beim Öffnen der Basküle entspannt die Waffe automatisch. 

© Merkel
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Der goldfarbene Kippblock kann bei Bedarf werkzeuglos aus dem Systemkasten entnommen werden, was Sicherheit gegen eine unbefugte Nutzung gewährleistet. Neu ist die Einstellbarkeit des Abzugszüngels in Längs- und Querachse; diese Funktion harmoniert mit dem Direktabzug der Waffe. Werkseitig ist er auf etwa 600 Gramm Widerstand eingestellt, was praxisgerecht bei der Pirsch- und Bergjagd ist.

Die Merkel K5 gibt es in einer breiten Kaliberpalette von .223 über 6,5 Creedmoor bis zu .300 Winchester Magnum in drei Lauflängen: 56 und 51 Zentimeter für Standardkaliber und 60 Zentimeter für die Weitschuss- und Magnumpatronen. Die Läufe im Durchmesser von 17 Millimetern verfügen allesamt über die von der Helix bekannte Universal-Visierung i-Sight-System in Kombination mit abgedecktem M15x1-Mündungsgewinde.

Der Systemkasten zeigt sich wahlweise minimalistisch reduziert in ungraviertem Schwarz oder mit reichhaltigen Gravuren.

Die K5 ist vorbereitet für eine Suhler Aufkippmontage (SAM).

 

Vor allem das neue Schaftkonzept prägt die Linie der K5. Der Hinterschaft ist mit leichtem Schweinsrücken in Kombination mit bayerischer Backe und Doppelfalz elegant ausgeführt. Es gibt ihn auch für Frauen in der ergonomischen Lady-DS-Schäftung. Der um einen Palisanderabschluss nahtlos verlängerte Vorderschaft verfügt optional über eine Zweibeinaufnahme. Der neue Druckknopf-Riemenbügel sitzt an der Stirnseite des Vorderschafts und am Hinterschaft. Diese Riemenbügel lassen sich schnell und leicht für Schießstand oder speziellen jagdlichen Bedarf lösen und wieder aufsetzen. Lieferbar sind die hochwertigen Holzklassen der Kategorie Türkischer Nussbaum ab 4 bis 8. hjh

www.merkel-die-jagd.de  

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Mi

19

Feb

2020

Höchste Optikqualität aus Österreich

© ZCO
© ZCO

Seit Kurzem gibt es einen neuen Optikhersteller, Zero Compromise Optics (ZCO), der sehr schnell mit seinem kleinen, aber sehr feinen Programm im Premiummarkt der Zielfernrohre Fuß fassen konnte.

 

Wenn ein Jäger oder Sportschütze ein Zielfernrohr im Premiumsegment erwirbt, setzt dieser selbstverständlich hochwertigste Materialien und erstklassige Leistung voraus. So auch bei Zero Compromise Optics: ZCO-Produkte werden ausnahmslos aus hochwertigem Stahl und speziellen Aluminiumlegierungen gefertigt. Verwendet werden ausschließlich hochwertigste Linsen, wobei jede Linse eigenhändig auf ihren Brechungsindex geprüft wird. Während der Montage eines Zielfernrohrs wird die Brechung jeder Linse einzeln eingestellt, um eine Top-Performance zu garantieren. Jedes Zielfernrohr wird individuell von Hand durch einen einzigen Monteur in Österreich (für Europa) oder in den USA (für Nordamerika) in der jeweiligen Montage zusammengebaut. Die Endmontage und die Qualitätskontrolle für die europäischen Produkte finden im ZCO-Werk in Österreich statt, das unter dem Dach des BEB Fertigungscenters unter der Hand von Harald Jursitzky angesiedelt ist, wo auch die hochkomplexe und äußerst präzise Mechanik gefertigt wird.

 

 

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Mo

17

Feb

2020

NEU: Jagdbekleidung von RedKettle

© RedKettle
© RedKettle

Der Name RedKettle entstand in Anlehnung an den dampfenden Kessel über einem Lagerfeuer. Dieser repräsentiert zwei Dinge, die der englischen Marke wichtig bei der Jagd sind: Mit Jagdfreunden am Feuer zu sitzen und sich dabei seine Jagderlebnisse zu erzählen und das erlegte Wild gemeinsam zuzubereiten und zu verzehren. Der Gründer von RedKettle, Christian Saugmann, steht für naturnahes, nachhaltiges Jagen und setzt diese Philosophie auch in seinen Produkten um: pur, simpel, haltbar. Von Jägern für Jäger. Bisher gibt es von RedKettle Jagdbekleidung, -taschen und -accessoires. Besonders beliebt ist die Jacke „Light Ventile Hunting“. Diese Jacke besteht aus einem speziellen Baumwollgewebe, dem sogenannten Ventile cotton. Dieses ist hoch atmungsaktiv und durch die besonders eng gewebten Fasern gleichzeitig winddicht. Tatsächlich ist die Jacke auch wasserdicht, denn beim ersten Kontakt mit Feuchtigkeit quellen die Fasern leicht auf, sodass sie eine natürliche Barriere für die Tropfen bilden. Die Kapuze ist so gestaltet, dass sie jede Kopfbewegung mitmacht. Aktuell werden RedKettle-Produkte ausschließlich über den eigenen Onlineshop auf www.redkettle.co vertrieben. Laut Christian Saugmann wird sich dies vermutlich in naher Zukunft ändern, jedoch zunächst nur für die Taschen und Accessoires. Bei Interesse an RedKettle wenden Sie sich bitte per E-Mail an Christian Saugmann unter christian@redkettle.co. ali

www.redkettle.co

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Mi

12

Feb

2020

Medienecke Januar 2020

© Claudia Jahn
© Claudia Jahn

Das große Buch vom Schwert

Autor: Thomas Laible

Endlich ist es da: „Das große Buch vom Schwert“! Dieses Buch beantwortet jede Menge Fragen zum Thema Schwert: Wie kann man historische Schwerter richtig einordnen? Was macht heute ein „echtes“ Schwert aus? Welche Schwerter sind für Training und Schaukampf geeignet? Was muss man beim Schwertkauf beachten? Sind Filmschwerter funktionstüchtig? Wie wird ein Schwert richtig gepflegt und geschärft? Wie führt man mit einem scharfen Schwert Schnitttests durch? Und, und, und … Der Praxis-Ratgeber für Einsteiger, Schwertkämpfer und Sammler vermittelt umfangreiches Hintergrundwissen zur Geschichte der europäischen Ritter- und Wikingerschwerter, zum japanischen Samuraischwert und zu Filmschwertern. Infos zu modernen Produktionsmethoden, Schmieden und Herstellern, Tipps zum praktischen Umgang mit Schwertern und viele Fotos machen dieses Buch zu einem wertvollen Nachschlagewerk.

Hardcover, 224 Seiten mit zahlreichen Fotos und Illustrationen, Wieland Verlag, Bad Aibling 2019, ISBN 9783938711392

www.wieland-verlag.com 

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Mo

27

Jan

2020

Schach

 

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. 

www.viennablade.com

www.deutsche-messermacher-gilde.de

Der Titangriff mit Perlmutteinlage und die rostfreie Klinge aus Balbach DSC Damast machen dieses Messer von Andreas Behrend zu einem Blickfang. Klingenlänge: 6,5 Zentimeter.  © Christoph Daim
Der Titangriff mit Perlmutteinlage und die rostfreie Klinge aus Balbach DSC Damast machen dieses Messer von Andreas Behrend zu einem Blickfang. Klingenlänge: 6,5 Zentimeter. © Christoph Daim

Eine tiefere Verbindung zwischen „Schach“ und „Messer“ erschließt sich dem unvoreingenommenen Betrachter nicht leicht – von der offensichtlichen Assoziation durch die Perlmutteinlagen im Griff einmal abgesehen. Aber das Leben ist halt unübersichtlich und während im „wirklichen“ Leben zwischen Schwarz und Weiß ganz viele Grautöne existieren, gibt es diese im Schach nicht. Hier sind schwarz und weiß ganz klar aufgeteilt. Und trotzdem wird es auch hier nach den ersten Zügen dank der fast unendlichen Kombinationsmöglichkeiten genau so unübersichtlich wie im Leben. Das vorliegende Klappmesser ist eines der vielen Beispiele dafür, wie ein schönes Griffmaterial den Messermacher zu einer außergewöhnlichen Komposition verführen kann: Das Messer bildet zusammen mit König und Lederhülle ein Gesamtkunstwerk, das sich auch Nicht-Schachspielern leicht erschließt. Der König ist hier in Wirklichkeit ein Diener. Er dient als Werkzeug zur Einstellung der Achsschraube des Messers, mit der sich der Klingengang justieren lässt. Alles an diesem Set von Andreas Behrend ist wunderbar hochwertig und detailverliebt hergestellt. Die Krone des Königs, der aus Horn und Elfenbein besteht, ist, wie auch die Klinge aus rostfreiem Damast. Und sogar die Achsschrauben aus Damasteel sind von Andreas Behrend speziell für dieses Messer handgefertigt worden.

www.24sharpart.at


Mi

22

Jan

2020

News und Highlights aus dem Buchner-Sortiment

© Buchner
© Buchner

 

 

Skullfire 

Steel BBs im Kaliber 4,5 mm bietet die Buchner-Eigenmarke Skullfire in verschiedenen Verpackungsgrößen.

Die schwarz beschichteten BBs sind in der handlichen 1.000-Schuss-Spender-Flasche erhältlich. Beliebt ist ebenfalls die Spender-Flasche, die 1.500 vernickelte BBs enthält. Wer größere Mengen bevorzugt, entscheidet sich dann für die günstige Vorrats-Spender-Flasche mit 2.500 vernickelten BBs.

Neue Zielfernrohr-Linie der Eigenmarke Ares Arms

Die neue Linie der Ares Arms Zielfernrohre etabliert sich im Hobby-Freizeit-Bereich durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Erhältlich sind die Zielfernrohre in 4 x 32, 6 x 42 und 3-9 x 50.

Das ansprechende Design und die Bedienerfreundlichkeit kennt man laut Hersteller sonst nur von Premium-Optiken. Die Verstelltürme skalieren sauber und mit feinen Klicks. Dazu ist kein Werkzeug nötig. Die Ares-Arms-Zielfernrohre zeichnen sich durch optische Brillanz und eine hohe Randschärfe aus – auch im Nahbereich. Die Objektive der Serie sind mit Sunshade ausgestattet. Zum Lieferumfang gehört eine Zielfernrohr-Montage für eine Elf-Millimeter-Schiene.

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